Die ARD-Kultshow „Immer wieder sonntags“ läuft in diesem Sommer zum letzten Mal – und in der Schlagerszene bleibt das nicht ohne Reaktion. Jetzt hat sich auch Anna-Carina Woitschack zu Wort gemeldet. Die Sängerin spricht offen darüber, was ihr an der Entwicklung im Fernsehen missfällt – und warum sie den Grund dafür ganz woanders sieht als viele annehmen.
Anna-Carina Woitschack äußert sich zum „Immer wieder sonntags“-Aus
Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack hat sich zur baldigen Einstellung der ARD-Musikshow „Immer wieder sonntags“ geäußert. Im Interview mit „Der Westen“ sagte sie, dass sie es generell bedauere, dass der Schlager immer weniger Platz im Fernsehen habe. Das berichtet t-online.
„Ich finde es schade, dass die Plattformen für Künstler weniger werden.“
Anna-Carina Woitschack im Interview mit „Der Westen“
Besonders betonte die Sängerin die Bedeutung solcher Sendungen für Newcomer, die dort überhaupt erst eine Bühne bekommen. „Insofern wünsche ich mir, dass der Schlager weiterhin im Programm bleibt“, so Woitschack. „Es wurden leider mehrere Sendungen abgesetzt, auch Schlagersendungen.“
Sparmaßnahmen beenden eine 30 Jahre alte Fernsehtradition
Die ARD hatte im März angekündigt, die seit rund 30 Jahren laufende Show nach diesem Jahr einzustellen. Der Grund: Sparmaßnahmen. Erstmals über den Sender ging „Immer wieder sonntags“ am 11. Juni 1995. Stefan Mross übernahm 2005 die Moderation und steigerte die Quoten erheblich.
| „Immer wieder sonntags“ in Zahlen | |
|---|---|
| Erste Ausgabe | 11. Juni 1995 |
| Moderator seit 2005 | Stefan Mross |
| Ausgaben im Vorjahr | 12 Live-Sendungen |
| Zuschauer im Schnitt | 1,26 Millionen |
| Marktanteil im Schnitt | rund 17 Prozent |
| Grund für das Aus | Sparmaßnahmen |

Zwischen Woitschack und dem Moderator besteht eine persönliche Verbindung: Die Sängerin war von 2016 bis 2022 mit Stefan Mross liiert und ab 2020 mit ihm verheiratet.
Diese Schlagershows bleiben laut Woitschack übrig
Trotz aller Kritik an der Entwicklung würdigte die Sängerin die Formate, die dem Genre weiterhin eine Bühne geben:
- die Shows von Florian Silbereisen
- die Sendungen von Giovanni Zarrella
- der „Fernsehgarten“
„Gott sei Dank gibt es noch ein paar Sendungen, die den Schlager nicht aussterben lassen: Ob das jetzt Florian Silbereisen ist, Giovanni Zarrella oder auch der ‚Fernsehgarten‘.“
Anna-Carina Woitschack
Der eigentliche Punkt: Woitschack sieht die Schuld nicht bei den Fans
Am deutlichsten wird die 33-Jährige bei der Frage, ob das Publikum überhaupt noch Interesse an Schlagersendungen hat. Genau diese Annahme weist sie zurück – und liefert damit die vielleicht wichtigste Botschaft ihres Interviews:
„Ich habe nicht das Gefühl, dass die Fans die Sendungen nicht wollen. Im Gegenteil: Man sieht bei den Live-Auftritten, dass die Leute Schlager lieben.“
Anna-Carina Woitschack
Aus ihrer Sicht liegt das Problem also nicht beim Publikum, sondern bei den Entscheidungen der Sender. Für „Immer wieder sonntags“ kommt diese Einschätzung zu spät – die letzte Saison der Kultshow läuft bereits.
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Von: Julian Weber bearbeitet mit KI