Stefan Mross hat in den vergangenen Wochen mit deutlichen Worten gegen die ARD Stellung bezogen – doch nun gerät er selbst in die Kritik. Ein Veranstalter wirft dem Moderator vor, sich bei einer kurzfristigen Absage genauso verhalten zu haben, wie er es dem Sender vorwirft.
Das Ende einer Ära: „Immer wieder sonntags“ wird abgesetzt
Seit März 2026 steht es fest: Die beliebte ARD-Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ wird nach über 30 Jahren eingestellt. Stefan Mross moderiert die Show seit 2005 und war von der Entscheidung nach eigenen Angaben vollkommen überrumpelt. In einem Interview äußerte er sich zuletzt ungewohnt deutlich gegenüber dem Sender.
„Ich war schockiert. Das hätte man auch anders lösen können. Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair. So etwas macht man nicht.“
Stefan Mross gegenüber t-online (Mai 2026)
Vor allem die fehlende Empathie im Abschlussgespräch mit dem Sender hatte Mross bemängelt. Die ARD reagierte öffentlich auf die Kritik – doch damit war die Geschichte nicht zu Ende.
Ein Veranstalter meldet sich zu Wort
Mross‘ Aussagen haben einen Mann aufgewühlt, der selbst eine unschöne Erfahrung mit dem Volksmusikstar gemacht hat: Andreas Lambeck, Geschäftsführer von Ahrtal Marketing. Im vergangenen November sollte Stefan Mross als Moderator durch die Galanacht der Spitzenweine im Steigenberger Kurhaus Bad Neuenahr führen. Wochenlang war mit dem TV-Star geworben worden – doch dann kam die Absage: per WhatsApp, lediglich elf Stunden vor Beginn des feierlichen Events.
„Besonders entsetzt war ich damals über deinen Umgang: Deine empathielose Art der kurzfristigen Absage als Moderator per WhatsApp – lediglich elf Stunden vor Beginn unserer Gala.“
Andreas Lambeck, Geschäftsführer Ahrtal Marketing, auf Facebook (Mai 2026)
Blockiert und ohne Erklärung
Was die Situation für das Team besonders belastend machte: Stefan Mross war nach der Absage telefonisch nicht mehr erreichbar. Trotz vertraglicher Vereinbarungen und intensiver Vorgespräche meldete er sich laut Lambeck nicht mehr zurück – und blockierte sogar dessen Handynummer.
„Ich habe versucht, dich zu erreichen – erfolglos. Du hast sogar meine Handynummer blockiert. Ohne Angabe von Gründen einfach abgesagt!“, schreibt Lambeck in seinem öffentlichen Facebook-Post. Er sei in diesem Moment „komplett hilf- und fassungslos“ gewesen.
„Das nennt man Karma“
Den Zusammenhang zwischen Mross‘ ARD-Schelte und seinem eigenen Verhalten zieht Lambeck unmissverständlich. Wer öffentlich Empathie und Fairness einfordere, müsse diese Maßstäbe auch selbst anlegen – und bringt es auf einen prägnanten Punkt:
„Das nennt man Karma. Wer öffentlich Empathie und Fairness einfordert, sollte diese Maßstäbe auch im eigenen Handeln konsequent anlegen.“
Andreas Lambeck auf Facebook (Mai 2026)
Abschließend legte er Mross nahe, innezuhalten und die eigene Perspektive ebenso kritisch zu hinterfragen, wie er es von anderen einfordere. Das Verhalten werfe Fragen hinsichtlich Verlässlichkeit, Verantwortung und gegenseitigem Respekt auf. Stefan Mross hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.