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Sarah Engels nach ESC-Niederlage: „Ich bin vom Schlimmsten ausgegangen“

Vier Tage nach dem ESC-Finale in Wien meldet sich Sarah Engels zu Wort – und überrascht mit einer ungewöhnlich ehrlichen Einschätzung ihrer Teilnahme.

21.05.2026, 14:29 Uhr

Vier Tage nach dem Finale des Eurovision Song Contest in Wien steht Sarah Engels bereits wieder auf der Bühne – und spricht jetzt erstmals offen über die Wochen rund um ihren ESC-Auftritt für Deutschland.

Direkt zurück auf die Bühne

Keine Verschnaufpause, kein Rückblick in Ruhe: Am Mittwoch nach dem ESC-Finale stand die 33-Jährige bereits wieder im Musical „Moulin Rouge!“ in Köln auf der Bühne. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung beschrieb Engels den strikten Zeitplan: „Ich bin Sonntagabend nach Hause gekommen und habe alles für meine Kinder vorbereitet, damit sie gut in die Woche kommen. Dann hatte ich nur eine Probe und direkt meine erste Show hier in Köln.“

Trotz ihrer bekannten Belastbarkeit war die Anspannung der vergangenen Wochen deutlich spürbar: „Ich bin zwar hart im Nehmen, aber auch ich muss mal irgendwann runterkommen. Das waren schon echt krasse Wochen.“

Deutschland auf Platz 23 von 25 beim Eurovision Song Contest 2026

Beim diesjährigen ESC in Wien belegte Deutschland mit Engels‘ Song „Fire“ den drittletzten Platz unter 25 Ländern im Finale. Weder Jury- noch Televoting-Punkte reichten für eine vordere Platzierung. Für die Sängerin war das Ergebnis offenbar wenig überraschend – doch wie sie persönlich damit umgeht, überrascht dann doch.

Kein zweites Mal beim ESC

Eine erneute ESC-Teilnahme schloss Engels klar aus – allerdings nicht aus Frustration: „Aber eigentlich nur aus dem Grund, weil es nur beim ersten Mal diese besondere Magie hat. Ich glaube, ein zweites Mal würde mich das dann eher enttäuschen. Und es war beim ersten Mal so besonders, dass ich das genau so in Erinnerung behalten möchte.“

Auf die Frage, ob Deutschland künftig weiter am Wettbewerb teilnehmen solle, antwortete sie nachdenklich: „Grundsätzlich könnte es Deutschland guttun, auch mal ein Jahr zu pausieren.“ Zugleich betonte Engels: „Es ist ja auch nicht so, dass Deutschland es noch nie geschafft hätte. Ich glaube nur, dass die Wahrnehmung nach außen über Deutschland kritisch ist und wir auch ein bisschen mehr Haltung haben sollten für uns alle.“

„Ich persönlich habe von Anfang an gesagt, dass mir das Ranking eigentlich egal ist. Weil es mir nicht um die Platzierung ging, sondern um die Erfahrung, vor 180 Millionen Menschen zu singen. Und das ist so einmalig, dass man seinen eigenen Wert nicht an irgendwelchen Platzierungen messen sollte.“

Sarah Engels im Interview mit der Bild-Zeitung, Mai 2026

Dass Engels von Anfang an nicht mit einem guten Ergebnis gerechnet hatte, brachte sie dabei direkt auf den Punkt: „Ich bin eher vom Schlimmsten ausgegangen.“ Geärgert habe sie sich dennoch nicht. Stattdessen zog sie ein persönliches Fazit: „Ich habe sehr viel Herzblut in den ESC gesteckt und würde es niemals bereuen, daran teilgenommen zu haben.“

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