Kaum jemand kennt sein Gesicht auswendig – aber fast jeder hat seine Stimme schon gehört. Vor 25 Jahren feierte Ronny Krappmann mit „Flammen der Liebe“ seinen großen Schlager-Durchbruch. Was aus dem Sänger geworden ist, hat mit einer Stimme zu tun, die heute täglich in Millionen deutschen Wohnzimmern läuft – und mit einem Schicksalsschlag, der sein Leben komplett veränderte.
Der Durchbruch mit „Flammen der Liebe“
Ronny Krappmann, geboren am 19. November 1969 in Stollberg im Erzgebirge, ist seit 1997 als Sänger aktiv. Seinen größten Erfolg feierte er im Jahr 2000 mit „Flammen der Liebe“ („Flames of Love“), das ihn über Nacht bekannt machte. Musikalisch orientiert sich Krappmann bis heute am Sound der 1980er-Jahre und arbeitet eng mit dem Autoren- und Produzententeam Andreas Goldmann und Heike Fransecky zusammen.
| Steckbrief | Angaben |
|---|---|
| Geboren | 19. November 1969 in Stollberg/Erzgebirge |
| Berufe | Moderator, Sprecher, Sänger |
| Durchbruch | 2000 mit „Flammen der Liebe“ |
| Wohnort | Dresden |
| Bekannt als Sprecher | Station Voice ARD-Magazin „Brisant“ |
| Aktuelles Album | „Am Ende bleibt der Anfang“ (Juni 2025, DA Music) |
Mehr als ein Schlager-Hit: gefragte Stimme im deutschen Fernsehen
Seit 1993 moderiert Krappmann für das MDR-Fernsehen, den RBB-Hörfunk und MDR 1 Radio Sachsen. Als On- und Off-Air-Moderator ist er regelmäßig für ARD und MDR im Einsatz. Besonders bekannt ist seine Stimme als Station Voice des ARD-Magazins „Brisant“ – eine Rolle, die ihn zu einem der gefragtesten Werbe- und Off-Sprecher im deutschen Fernsehen gemacht hat. Ob Dokumentationen, Werbespots oder Hörbücher: Krappmanns Stimme begegnet einem Millionenpublikum praktisch täglich, ohne dass viele wissen, wer dahintersteckt.

Der Schicksalsschlag, der alles veränderte
Trotz zahlreicher Angebote für TV-Shows und Plattenverträge zog sich Krappmann über mehrere Jahre aus dem Musikgeschäft zurück, um für seine Familie da zu sein. Sein Sohn Casper litt an Leukodystrophie, einer seltenen Nervenerkrankung, und verstarb 2023 im Alter von 17 Jahren. Krappmann begleitete ihn bis zuletzt. Seither engagiert er sich als Botschafter für den Verein ELA e.V., der Betroffene und Familien im Kampf gegen Leukodystrophien unterstützt.
Das Comeback: Neuauflage von „Flammen der Liebe“
Im Mai 2025 wagte Krappmann mit einer Neuauflage seines größten Hits ein musikalisches Comeback. Für das neue Musikvideo reiste der heute 55-Jährige extra von Dresden auf die Schwäbische Alb, wo Videoproduzent und Fotograf Tim Aierstock gemeinsam mit seinem Team an der Burgruine Hohengundelfingen drehte – inklusive über 80 brennender Fackeln und goldenem Abendlicht. Aierstock beschreibt die Vorbereitung so:
„Wochen im Voraus liefen die Planungen für dieses außergewöhnliche Projekt: Wir entwickelten ein detailliertes Drehbuch, das sich lose an der Originalfassung des Musikvideos aus den frühen 2000ern orientierte, aber auch frische Ideen mit einfließen ließ.“
Tim Aierstock, Videoproduzent
Zum eingespielten Team gehörten unter anderem:
- Jona Aierstock – zweite Kamera und Making-of
- Kathrin Leclair – Ablaufkoordination, Maske und Styling
- Johannes Renz – Drohnenaufnahmen
- David Sonleiter – Ton
Sogar Tims Großeltern übernahmen als Laiendarsteller die einleitende Szene des Videos – ein echtes Familienprojekt. Die neue Version von „Flammen der Liebe“ feierte am 15. Mai 2025 auf Youtube Premiere und kam in der Schlager-Community gut an.
Ronny Krappmann heute
Am 20. Juni 2025 erschien mit „Am Ende bleibt der Anfang“ Krappmanns fünftes Studioalbum beim Label DA Music – die Porträtaufnahmen dafür entstanden bereits Wochen zuvor auf der Burgruine Hohengundelfingen. Heute ist Ronny Krappmann also gleich mehrfach präsent: als Sänger mit neuem Album, als Moderator für MDR und RBB – und als die Stimme, die jeden Abend Millionen Zuschauer durch „Brisant“ begleitet, ohne dass die meisten seinen Namen kennen.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI