Über Geld spricht man nicht – Monika Gruber schon. Im Podcast „Die letzten Monikaner“ verrät die Kabarettistin ihre künftige Rente und zieht dabei einen Vergleich, der aufhorchen lässt: den zu Schlagerstar Jürgen Drews.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht Monika Gruber auf der Bühne. Über ihren tatsächlichen Verdienst hat die 55-Jährige bislang geschwiegen. Beim Thema Altersvorsorge zeigt sie sich nun deutlich offener – und liefert damit auch einen ungewöhnlichen Einblick in die finanzielle Realität vieler Künstler in Deutschland.
Monika Gruber verrät ihre künftige Rente
Im Podcast „Die letzten Monikaner“, den Gruber gemeinsam mit Autor Andreas Hock aufnimmt, kommt das Gespräch auf die gesetzliche Rente. Die Kabarettistin verrät dabei eine konkrete Zahl:
„Ich habe neulich geschaut, ich kriege 578 Euro.“
Monika Gruber im Podcast „Die letzten Monikaner“
Die knapp 600 Euro würden zum Leben freilich nicht reichen – das weiß auch Gruber selbst. Ironisch kommentiert sie die Summe mit den Worten: „Ich bin abgesichert.“
Der Vergleich mit Jürgen Drews
Anlass für das Thema war ein Vergleich mit Schlagerstar Jürgen Drews. Dessen Tochter Joelina hatte im Podcast „Kids-Club“ verraten, dass ihr Vater nach seinem Bühnen-Aus zwischen 200 und 300 Euro gesetzliche Rente erhält. Finanzielle Engpässe muss der Sänger dennoch nicht befürchten, da er anderweitig gut vorgesorgt hat.

Monika Gruber zeigte sich im Podcast überrascht darüber, wie wenig Drews ihrer Meinung nach im Alter zusteht. Ihr Gesprächspartner Andreas Hock rechnete vor: „Das ist fast doppelt so viel wie der Betrag von Jürgen Drews.“ Und witzelte: „Da würde ich sagen, da bietest du ihm doch deine Hilfe an!“ An Lob für den Schlagerstar spart die Bayerin dabei nicht: „Ich bin ja ein großer Fan von ihm.“
Renten-Vergleich: Was andere Promis bekommen
Monika Gruber ist nicht die einzige prominente Person, die offen über ihre Altersbezüge spricht. Ein Überblick zeigt: Die Unterschiede zwischen einzelnen Künstlern sind teils enorm.
| Person | Monatliche Rente | Quelle |
|---|---|---|
| Monika Gruber | 578 Euro (künftig) | Podcast „Die letzten Monikaner“ |
| Jürgen Drews | 200–300 Euro | Tochter Joelina im Podcast „Kids-Club“ |
| Natascha Ochsenknecht | 580 Euro | Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ |
| Thomas Gottschalk | ca. 916 Euro (inzwischen knapp 1.000 Euro) | „Handelsblatt“ / „Bunte“ |
| Harald Schmidt | 1.100 Euro (2022 nur 272 Euro) | „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ |
| G.G. Anderson | 36 Euro | Interview mit t-online |
Warum die Renten so stark schwanken
Für viele Künstlerinnen und Künstler fällt die gesetzliche Rente deutlich geringer aus als für Angestellte. Gründe dafür sind unter anderem:
- Als Freiberufler sind Künstler nicht automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert.
- Wer keine oder nur unregelmäßig Beiträge einzahlt, muss die Altersvorsorge in Eigenregie organisieren.
- Feste Anstellungen – wie bei Thomas Gottschalk beim Bayerischen Rundfunk in den 80er-Jahren – wirken sich später deutlich positiv auf die Rentenhöhe aus.
- Hohe Gagen im Showgeschäft sagen daher wenig über die spätere gesetzliche Rente aus.
Ob Monika Gruber oder Jürgen Drews: Finanzielle Not müssen die Promis trotz niedriger gesetzlicher Rente in aller Regel nicht befürchten, da sie – anders als viele andere Betroffene der Altersarmut in Deutschland – zusätzlich privat vorgesorgt haben.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI