Vor knapp einem Jahr teilte Roberto Blanco (89) kräftig gegen die großen Schlagershows im Fernsehen aus. Von „fast immer den gleichen Gästen“ war die Rede, sogar von einer „kleinen Mafia“. Jetzt klingt der Entertainer plötzlich ganz anders – zumindest auf den ersten Blick. Denn ein Satz im neuen Interview zeigt, dass ihn das Thema längst nicht loslässt.
Roberto Blancos Kritik an den Schlagershows
Im Dezember 2025 hatte Roberto Blanco in einem Interview mit den großen Samstagabend-Shows abgerechnet. Namentlich nannte er Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella. Beide machten ihren Job zwar „sehr gut und professionell“, berichtete die Abendzeitung damals. Doch über Silbereisen sagte Blanco auch, er habe „fast immer die gleichen Gäste“ – das sei „wie eine kleine Mafia“.
„Man sollte auch neuen Gesichtern eine Chance geben.“
Roberto Blanco im Dezember 2025 über die großen TV-Schlagershows
Dazu kam ein zweiter Punkt, der den Sänger seit Langem ärgert: Viele Künstler würden für ihre TV-Auftritte nicht angemessen bezahlt. Blanco selbst tritt in diesen Shows schon seit Jahren nicht mehr auf. Über seinen Ärger über ausbleibende Gagen haben wir hier ausführlich berichtet.
So reagierte Florian Silbereisen
Florian Silbereisen wies den Vorwurf der immer gleichen Gäste kurz darauf zurück. Im Gespräch mit dem Schweizer Blick sagte er: „Das sehe ich überhaupt nicht.“ Und weiter: „Wir haben in den letzten Jahrzehnten so vielen neuen Stars eine Chance gegeben.“ Auf Blanco ging er dabei nicht namentlich ein.

Roberto Blanco: Jetzt die versöhnlichen Töne
Nun hat sich Roberto Blanco erneut zu den Shows geäußert – im Interview mit der Abendzeitung München (05.10.2026). Und der Ton ist deutlich milder:
„Es geht mich nichts an. […] In den Shows gibt es viele Künstler und Sänger, die wirklich gut sind.“
Roberto Blanco gegenüber der Abendzeitung München
Wie sich seine Haltung verändert hat, zeigt der direkte Vergleich:
| Dezember 2025 | Oktober 2026 |
|---|---|
| „fast immer die gleichen Gäste“ | „viele Künstler und Sänger, die wirklich gut sind“ |
| „wie eine kleine Mafia“ | „Es geht mich nichts an.“ |
| Forderung nach neuen Gesichtern | keine neue Kritik an einzelnen Moderatoren |
Was Roberto Blanco sonst verrät
Ruhig ist es um den 89-Jährigen trotzdem nicht. Laut Abendzeitung gilt:
- Sein Terminkalender ist so voll, dass der bekennende Wiesn-Fan in diesem Jahr sogar das Oktoberfest ausfallen lassen musste.
- Privat genießt er mit Ehefrau Luzandra den Alltag in der Schweiz und auf Mallorca.
- In den 70er- und 80er-Jahren hatte Blanco eigene TV-Shows – und war regelmäßig Gast in der „ZDF-Hitparade“, die von 1969 bis 2000 lief.

Dieser Satz zeigt: Ganz versöhnt ist er nicht
Ganz Frieden geschlossen hat Roberto Blanco mit dem heutigen Fernsehgeschäft aber offenbar nicht. Wenn er auf seine eigene Karriere zurückblickt, wird er wehmütig: „Ich habe die beste Zeit des Showbusiness erlebt“, sagte er der Abendzeitung. Und dann folgt das Urteil, das bei aller neuen Milde hängen bleibt:
„Das Showbusiness ist nicht mehr das, was es einmal war. […] Heute sind wir weit weg von dieser Zeit.“
Roberto Blanco gegenüber der Abendzeitung München
Die Kollegen in den Shows will er also nicht mehr kritisieren – der Glanz der alten Fernsehzeit fehlt ihm aber weiterhin. Ob Roberto Blanco irgendwann doch noch einmal bei Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella auf der Bühne steht, bleibt damit offen. Wie emotional die Debatte um die großen Schlagershows ohnehin geführt wird, zeigte zuletzt auch der Fan-Ärger um den „Silvester-Schlagerbooom 2026“.