Vor mehr als 25 Jahren begann für fünf junge Frauen ein Abenteuer, das ihr Leben für immer veränderte. Jetzt hat eine neue Dokumentation über ihre Geschichte etwas geschafft, womit offenbar nicht einmal die Band selbst gerechnet hat.
Von „Popstars“ zur Erfolgsband
Im Jahr 2000 bewarben sich tausende Mädchen für die erste deutsche Castingshow „Popstars“. Fünf Kandidatinnen schafften es am Ende in die Band No Angels. Es folgten Millionen verkaufte Platten, große Hits und ausverkaufte Auftritte. Genau diese Geschichte erzählt der Dreiteiler „No Angels – Das sind WIR!“, den die ARD kürzlich veröffentlicht hat.

Offene Worte vor der Kamera
Die vier verbliebenen Bandmitglieder nehmen in der Doku laut Schlager.de kein Blatt vor den Mund. Sie sprechen über den rasanten Aufstieg, der mit „Daylight in Your Eyes“ seinen musikalischen Höhepunkt fand, und über die Schattenseiten des plötzlichen Ruhms. Nadja Benaissa erinnert sich:
„Es war alles wie ein Schnellzug, in den man eingestiegen ist. Alles rauschte an einem vorbei, und man konnte einfach nicht aussteigen.“
Nadja Benaissa in der ARD-Doku, laut Schlager.de
Thematisiert werden auch die schwierigen Kapitel der Bandgeschichte:
- der unfreiwillige Ausstieg von Jessica Wahls wegen ihrer Schwangerschaft,
- die Enttäuschung beim Eurovision Song Contest 2008,
- das Fernbleiben von Vanessa Petruo nach dem Ende der ursprünglichen Bandformation im Jahr 2003.
Sandy Mölling beschreibt die Verbindung zu ihren Kolleginnen so: „Die drei sind Familie, Schwestern.“ Mehr zu Petruo lesen Sie in unserem Beitrag No Angels: Was wurde aus Vanessa Petruo?
Die Auflösung: Zwei Millionen in zwei Wochen
Das Interesse an der Doku ist riesig. Innerhalb der ersten zwei Wochen haben rund zwei Millionen Menschen den Dreiteiler gesehen. Laut Angaben der ARD gegenüber „Blick.ch“ ist das der erfolgreichste Start einer ARD-Dokumentation im Bereich Kultur.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Titel | „No Angels – Das sind WIR!“ |
| Format | Dreiteiler in der ARD |
| Zuschauer | rund 2 Millionen in zwei Wochen |
| Einordnung der ARD | erfolgreichster Start einer ARD-Doku im Bereich Kultur |
Jessica Wahls zeigt sich gegenüber „Blick“ überwältigt: „Uns erreichen so viele Nachrichten und ganz persönliche Geschichten.“ Viele Menschen begleiteten die Band schon seit ihrer Jugend und hätten durch die Doku eigene Erinnerungen wiederentdeckt. „Unsere Offenheit scheint ganz viel bei den Menschen auszulösen und viele zu erreichen“, so die Sängerin.