Vor 50 Jahren erschien eine Single, die bis heute zu den bekanntesten Songs von Frank Zander zählt. Dass sie überhaupt als eigener Hit ihren Weg in die Charts fand, war alles andere als sicher.
Ein Song mit „irren Geräuschen“
Im November 1976 veröffentlichte Zander die Single „Oh, Susi“. Auf Instagram erinnert er sich an die Aufnahmen: „Im Studio haben wir uns schlapp gelacht, jede Menge irrer Geräusche aufgenommen und über die zweideutigen Worte gelegt.“ So sei der „zensierte Song“ entstanden, wie der Zusatztitel bis heute lautet.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Single | „Oh, Susi“ (Zusatz: „der zensierte Song“) |
| Veröffentlichung | November 1976, vor 50 Jahren |
| Zunächst geplant als | B-Seite von „Rosita (Heinz Schwalbe der Pauschaltourist)“ |
| Chartplatzierung | Platz 2 |
| Sender-Sperre | Bayerischer Rundfunk |
Die Plattenfirma wollte nur eine B-Seite
Die Plattenfirma plante den Song lediglich als B-Seite. Doch jemand ließ das nicht zu. Zander dazu:
„Meine Frau Evy setzte sich durch und es wurde eine Doppel A-Seite.“
Frank Zander auf Instagram, laut Schlager.de
Die Auflösung: Ein Verbot als Turbo
Die Entscheidung zahlte sich allerdings über Umwege aus. Der Bayerische Rundfunk sperrte „Oh, Susi“ aus Gründen des guten Geschmacks. Statt die Verbreitung zu bremsen, befeuerte das Verbot die Neugier der Hörer. „Dann ging die Post ab!“, sagt Zander. Der Song kletterte bis auf Platz 2 der Charts.

Zu seinem Instagram-Post schreibt der heute 84-Jährige: „Tja, lange her, aber wunderbare Erinnerungen!“ Heute ist Zander vor allem für sein soziales Engagement bekannt. Am 22. Dezember lädt er zum 32. Mal Obdachlose und Bedürftige zu seiner Weihnachtsfeier ins Berliner Estrel Hotel ein. Bis zu 2.500 Gäste werden erwartet, prominente Unterstützung kommt unter anderem von Claudia Jung, Jan-Josef Liefers und Gregor Gysi. Organisiert wird das Fest auch von Sohn Marcus Zander, dem Vorsitzenden der Frank Zander Stiftung. Mehr dazu: Frank Zander sorgt für Überraschung bei Weihnachtsfeier.