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Frank Schöbel: Diese Songzeile wollte er nicht singen

06.07.2026, 10:48 Uhr

Frank Schöbel (83) trifft bei seinen Liedern bis heute ganz bewusst eigene Entscheidungen. Für seine aktuelle Single ließ er sich einen Songtext vorlegen – und lehnte ihn kurzerhand ab. Was er stattdessen vorschlug, verrät der Schlager-Star jetzt in einem Interview.

Neue Single als Vorbote für Album „Spiel des Lebens“

Mit „Dich hat der Himmel geschickt“ veröffentlichte Frank Schöbel am 6. Februar 2026 die erste Auskopplung aus seinem Album „Spiel des Lebens“, das am 13. März 2026 bei Monopol Records erschien. Geschrieben wurde der Song von Hens Hensen (bekannt für Zusammenarbeiten mit Christin Stark, Andrea Berg und Ross Antony) und Alexander Scholz (u. a. Matthias Reim, Fantasy, Eloy de Jong).

Warum Frank Schöbel den ursprünglichen Refrain ablehnte

In der NDR-Sendung „DAS! Rote Sofa“ packte Schöbel nun aus, was ihn am ursprünglich vorgeschlagenen Text störte. Der geplante Refrain enthielt die Zeile „Ich habe die Liebe verlernt“ – für den Sänger keine Option. „Da habe ich dem Texter gesagt: Alter, das singe ich nicht“, erinnert sich Schöbel im Interview.

„Dich hat der Himmel geschickt, keine Ahnung, wie ich dich verdient hab.‘ Und das hat er genommen.“

Frank Schöbel über seinen eigenen Vorschlag für den Refrain

Statt die vorgegebene Zeile einfach zu übernehmen, brachte der 83-Jährige also seine eigene Idee ein – und die wurde zum Titel gebenden Refrain der Single. Ob es tatsächlich einen Menschen gibt, den ihm „der Himmel geschickt“ hat, ließ Schöbel im Interview mit einem Augenzwinkern offen: „Jemand hat den Text geschrieben und ich habe den gesungen, und ich muss jetzt damit umgehen.“

„Ich singe nicht für mich selbst“

Im Gespräch mit „t-online“ erklärte Schöbel zudem, welchen Anspruch er an seine Musik hat: „Manche Lieder sind zum Träumen da, andere eben, um sich mit der Realität auseinanderzusetzen.“ Er sehe sich dabei nicht als Interpret, der nur seine eigenen Gefühle transportiert, sondern in erster Linie als jemand, der für sein Publikum singt.

Frank Schöbel bei einem Konzert seiner Tour im Mai 2026
Frank Schöbel bei seiner „Der nächste Frühling“-Tour im Gerhart-Hauptmann-Theater, Görlitz, 03.05.2026. Foto: IMAGO / Future Image (Matthias Wehnert)

Kein Blatt vor dem Mund: Schöbels offene Worte zur Branche

Dass sich Frank Schöbel nicht scheut, klare Kante zu zeigen, hat er in den vergangenen Monaten mehrfach bewiesen. Erst kürzlich kritisierte er im Gespräch mit dem „Nordkurier“ scharf die deutschen Radiosender, denen er vorwirft, ostdeutsche Künstler gezielt zu übergehen: „Man spielt uns einfach nicht mehr.“ Und weiter: „Manchmal habe ich die Vermutung, dass mancher darauf wartet, dass wir endlich tot sind.“

Mit diesem Eindruck steht er in der Szene nicht allein. Auch andere DDR-Künstler haben sich zuletzt öffentlich zu ähnlichen Themen geäußert:

  • Das DDR-Duo Katrin & Peter kämpft nach eigenen Angaben bis heute um mehr Sichtbarkeit im Musikbetrieb.
  • Ute Freudenberg rechnete im Gespräch mit der Branche ab und äußerte deutliche Kritik an aktuellen Strukturen.
  • Schöbel selbst wehrte sich zudem gegen Vorwürfe, DDR-Erinnerungen würden verklärt dargestellt.

Steckbrief: Frank Schöbel

Kategorie Angabe
Bürgerlicher Name Frank-Lothar Schöbel
Geboren 11. Dezember 1942 in Leipzig
Alter 83 Jahre
Bekannte Hits „Wie ein Stern“ (1971), „Weihnachten in der Familie“ (1985)
Aktuelles Album „Spiel des Lebens“ (VÖ 13.03.2026, Monopol Records)
Aktuelle Single „Dich hat der Himmel geschickt“ (VÖ 06.02.2026)

Fans feiern Schöbel weiter – vor allem zu Weihnachten

Trotz seiner deutlichen Worte zur Branche ist Frank Schöbel bei seinem Publikum ungebrochen gefragt. Besonders sein Album „Weihnachten in der Familie“ von 1985, das er gemeinsam mit seiner damaligen Frau Aurora Lacasa und den gemeinsamen Töchtern aufnahm, gilt bis heute als eine der meistverkauften Amiga-Produktionen der DDR und läuft Jahr für Jahr in unzähligen Wohnzimmern. Auch auf der Bühne bleibt der Sänger aktiv und plant für den weiteren Jahresverlauf unter anderem Auftritte in Schwerin und Hamburg.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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