Der Rostocker Rapper Marteria hat sich kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern politisch geäußert – und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Welche Partei der 43-Jährige selbst wählt, weiß er nach eigenen Angaben noch nicht. Bei einer Partei ist seine Haltung dagegen unmissverständlich.
Am 20. September 2026 wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Marteria, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt, ist einer der bekanntesten Musiker des Bundeslandes: Er stammt aus Rostock und lebt seit Jahren auf Rügen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich der Rapper nun zur anstehenden Wahl geäußert.
Marteria vor der Landtagswahl: Noch keine Entscheidung getroffen
Wen er am Wahltag ankreuzt, hat der Musiker demnach noch nicht entschieden. Eine Festlegung auf eine Partei wollte er der dpa nicht nennen. Umso deutlicher fällt dagegen aus, was er sich für den Wahlabend ausdrücklich nicht wünscht.
„Tatsächlich keinen Bock“: Marterias Ansage in Richtung AfD
Er habe „tatsächlich keinen Bock“ darauf, dass die AfD die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern stellt, sagte Marteria der Nachrichtenagentur. Gleichzeitig betonte der Musiker, dass er die Probleme und die Stimmung der Menschen sehr wohl verstehe – besonders auf Rügen, wo er seit Jahren wohnt.
„Ich hoffe, die Leute wählen richtig.“
Marteria gegenüber der Deutschen Presse-Agentur
Schon im April fand der Rapper klare Worte
Neu ist seine Haltung nicht. Bereits in einem Interview im April hatte Marteria die AfD ausdrücklich kritisiert und erklärt, warum er die Partei ablehnt.
„Weil diese Partei keine Probleme löst. Es ist bedrückend zu sehen, dass sich Menschen nach einer besseren Zukunft sehnen, aber eine Partei wählen, die in der Vergangenheit lebt: programmatisch, sprachlich, personell.“
Marteria in einem Interview im April
Wichtig war ihm dabei auch der Umgang mit Andersdenkenden: Menschen erreiche man, „wenn man miteinander spricht – nicht, indem man Menschen pauschal abstempelt“.
Was Marteria auf Rügen beobachtet
Der Musiker schildert wirtschaftliche Veränderungen, die er in seiner Wahlheimat wahrnimmt:
- Die Menschen gehen seltener ins Restaurant.
- Hotels sind nicht mehr ausgebucht.
- Die Urlaubsgewohnheiten der Gäste haben sich verändert.
„Ich merke, es verändert sich gerade was, und die Leute sind unzufrieden.“
Marteria über die Stimmung in Mecklenburg-Vorpommern
Marterias Appell: Politiker mit Rückgrat
Aus dieser Unzufriedenheit leitet der 43-Jährige eine klare Erwartung an die Politik ab. Es brauche Politikerinnen und Politiker mit Rückgrat, die die Menschen „wieder abholen“ könnten.
„Und dafür braucht es meines Erachtens Politiker, die glaubwürdig sind.“
Marteria
Marteria: Steckbrief
| Angabe | Detail |
|---|---|
| Künstlername | Marteria |
| Bürgerlicher Name | Marten Laciny |
| Alter | 43 Jahre |
| Geburtsort | Rostock |
| Wohnort | Rügen |
| Genre | Deutscher Rap / Hip-Hop |
Damit gehört Marteria zu den prominenten Stimmen aus Mecklenburg-Vorpommern, die sich vor dem 20. September klar positionieren – auch wenn er selbst noch nicht weiß, welchen Namen er auf dem Wahlzettel ankreuzt. Seine Botschaft an die Menschen in seiner Heimat bleibt trotzdem eindeutig: Er hoffe, „die Leute wählen richtig“.
Quelle: t-online / dpa
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI