Am 27. August wäre Daniel Küblböck 41 Jahre alt geworden. Ausgerechnet zu diesem Datum ist ein Stück aus seinen allerersten Fernsehtagen wieder aufgetaucht – festgehalten auf einem weißen Blatt Papier, entstanden in nur 60 Sekunden.
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Start von „Deutschland sucht den Superstar“ gilt Daniel Küblböck bis heute als der schillerndste Kandidat, den die RTL-Castingshow je hervorgebracht hat. Während beim Sender laut „BUNTE“ bereits die Vorbereitungen für die 23. Staffel laufen, richtet sich der Blick nun noch einmal zurück auf den Anfang – und auf ein Dokument, das seither offenbar unbeachtet in einem privaten Archiv lag.
Ein weißes Blatt, ein schwarzer Edding – und eine Minute Zeit
Aufgetaucht ist das Blatt im neuen Retro-Videocast „BUNTE Tüte“ von BUNTE.de. In der dritten Folge mit dem Titel „DSDS – Die ewige Suche nach Deutschlands Superstar“ blicken BUNTE.de-Chefredakteurin Alina Bähr und Promi-Reporter Tom Kielhorn auf die Anfänge der Show zurück. Dabei zeigen sie ein Blatt, das Küblböck im Jahr 2002 selbst beschriftet hat.
„Der damals 17-Jährige hatte nur einen schwarzen Edding, ein weißes Blatt Papier und eine Minute Zeit.“
BUNTE.de über die Entstehung der Zeichnung
Küblböck war zu dieser Zeit noch ein Teenager aus Niederbayern, der gerade erst durch die Casting-Runden gereicht wurde. Die erste DSDS-Folge lief am 9. November 2002 – wenige Wochen nachdem er 17 Jahre alt geworden war.
Die Staffel, die alles veränderte
Das Finale der ersten Staffel am 8. März 2003 verfolgten im Schnitt 12,8 Millionen Menschen, in der Spitze schalteten sogar rund 15 Millionen ein. Gewonnen hat die Staffel Alexander Klaws, Zweite wurde Juliette Schoppmann – und Küblböck landete auf Rang drei. Bekannter als beide wurde am Ende trotzdem er.
| Daniel Küblböck – die wichtigsten Eckdaten | |
|---|---|
| Geboren | 27. August 1985 in Hutthurm (Niederbayern) |
| Bekannt durch | „Deutschland sucht den Superstar“, Staffel 1 (2002/2003) |
| Platzierung | Platz 3 hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann |
| Größter Hit | „You Drive Me Crazy“ (2003) |
| Vermisst seit | 9. September 2018 |
| Offiziell für tot erklärt | 22. Februar 2021 |
Was nach DSDS aus ihm wurde
Nach dem Finale ging es Schlag auf Schlag. Küblböck veröffentlichte Musik, schrieb ein Buch, drehte einen Kinofilm und war in etlichen TV-Formaten zu sehen:
- Musik: die Single „You Drive Me Crazy“ und das Debütalbum „Positive Energie“ (2003)
- Buch: die Autobiografie „Ich lebe meine Töne“ (2003)
- Kino: „Daniel – der Zauberer“ (2004)
- TV: „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (2004) und „Let’s Dance“ (2015)
- Später: Jazz-Auftritte, Schauspielunterricht und die Doku-Serie „Verrückt nach Fluss“

Der 9. September 2018
In den frühen Morgenstunden des 9. September 2018 verschwand Daniel Küblböck während einer Atlantiküberquerung von Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Die Suche vor der Küste Neufundlands blieb erfolglos. Er war damals 33 Jahre alt. Im Februar 2021 wurde er gerichtlich für tot erklärt.
Auf Schlagerplanet haben wir mehrfach über die Zeit danach berichtet – etwa über die letzte Sprachnachricht in einer ARD-Doku, über seine letzte Meldung von Bord und über das Geheimnis um seinen Halbbruder.
Was auf dem Blatt zu sehen ist
Und genau hier schließt sich der Kreis zu dem Fund, der jetzt öffentlich wurde: Auf dem Papier hat sich Daniel Küblböck 2002 selbst gezeichnet – ein Selbstporträt, hingeworfen mit ein paar schnellen Edding-Strichen, entstanden in einer einzigen Minute. Kein Foto, kein Bühnenkostüm, keine Inszenierung, sondern ein Bild, das der 17-Jährige von sich selbst hatte, bevor ganz Deutschland eines von ihm hatte.
Zu sehen ist die Zeichnung in der aktuellen Folge des Retro-Videocasts „BUNTE Tüte“, in dem Bähr und Kielhorn ihre Erinnerungen an die frühen DSDS-Jahre teilen. Die nächste Ausgabe soll sich nach Angaben der Redaktion um Deutschlands erfolgreichste Talkshows drehen.
Quelle: BUNTE.de
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI