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Herbert Grönemeyer kassiert Shitstorm, weil er DAS öffentlich gesagt hat

23.02.2026, 09:37 Uhr

Ein politischer Paukenschlag auf einer eigentlich sanften Unplugged-Tour – und plötzlich steht Herbert Grönemeyer selbst im Fokus heftiger Kritik.

Unplugged – und plötzlich politisch

Image: IMAGO / Andreas Gora
Image: IMAGO / Andreas Gora

Beim Konzert in der Wiener Stadthalle sorgte Herbert Grönemeyer am Donnerstagabend für hitzige Diskussionen. Eigentlich war es eine intime Unplugged-Show mit leisen Tönen und großer Nähe zum Publikum. Doch zwischen Balladen und Klassikern wurde der 69-Jährige plötzlich laut – und deutlich politisch.

„Hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Leben noch einmal für die Demokratie eintreten muss!“, rief er laut oe24 in den Saal.

Ein Moment, der nicht nur Applaus, sondern auch spürbaren Unmut auslöste.

Klare Worte gegen rechte Strömungen

Image:  IMAGO / teutopress
Image: IMAGO / teutopress

Grönemeyer kritisierte offen rechte Ideologien und sprach von „Hetze“ sowie „brutalem, unmenschlichem Gerede von Remigration“. Auch Begriffe wie „Homogenisierung der Gesellschaft“ prangerte er an.

„Wir haben was anderes zu tun, als uns mit diesem Mist zu beschäftigen!“, sagte der Musiker.

Für viele Fans passte das zu dem Künstler, der seit Jahrzehnten Haltung zeigt. Andere fühlten sich jedoch von der politischen Deutlichkeit überrascht – gerade im Rahmen eines Konzertabends.

Stefan Petzner reagiert empört

Image: AI
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Im Publikum saß unter anderem der frühere BZÖ-Politiker Stefan Petzner. Nach der Show meldete er sich auf Facebook zu Wort – mit scharfer Kritik.

Er betonte, er gehe zu einem Grönemeyer-Konzert „ausschließlich wegen seiner Songs und genialen Texte“. Künstler sollten „schlicht ihren Job machen“, schrieb Petzner. Politische Reden gehörten seiner Meinung nach nicht auf eine Konzertbühne.

Sein Post löste wiederum Gegenreaktionen aus.

Politik auf der Bühne – ein Dauerbrenner

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Dass Musiker ihre Bühne für politische Botschaften nutzen, ist kein neues Phänomen. Gerade Grönemeyer hat sich immer wieder gesellschaftlich positioniert.

Schon in früheren Jahren sprach er sich für Zusammenhalt, Toleranz und demokratische Werte aus. Für viele gehört diese Haltung untrennbar zu seiner Kunst.

Andere sehen darin eine Vermischung von Unterhaltung und Politik, die nicht jedem Konzertbesucher zusagt.

Zwischen „Männer“ und Moral

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In den 1980er-Jahren wurde Grönemeyer mit Songs wie „Männer“ oder „Bochum“ berühmt. Seine Texte waren oft gesellschaftskritisch, persönlich und emotional.

Mit über 18 Millionen verkauften Alben zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Musikern. Seine Popularität nutzt er seit Jahrzehnten auch für gesellschaftliche Botschaften.

Für viele Fans ist genau das authentisch – für Kritiker hingegen ein Schritt zu viel.

Applaus und Polarisierung

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Am Ende bleibt ein Konzertabend, der mehr war als Musik.

Während ein Teil des Publikums Grönemeyers Worte mit Applaus unterstützte, fühlten sich andere belehrt oder vor den Kopf gestoßen. Die Debatte zeigt: Politische Statements auf der Bühne polarisieren – besonders in aufgeheizten Zeiten.

Doch eines steht fest: Herbert Grönemeyer bleibt sich treu. Und genau das macht ihn für viele seit Jahrzehnten zu einer der prägendsten Stimmen der deutschen Musiklandschaft.

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