Matthias Reim Videos

Auch wenn Matthias Reim in seiner Karriere, die nun etwa ein Vierteljahrhundert andauert, nicht nur Höhen erlebt hat, ist er doch ein Stück deutsches Kulturgut, das wir nicht missen möchten – und sei es nur dieses einen wunderbaren Songs wegen.


Informationen zu Matthias Reim

Matthias Reim ist einer dieser Schlagerstars, die auf jedem Gebiet brillieren. Er beherrscht sein Metier von vorne bis hinten, von Kopf bis Fuß und mit Haut und Haaren. Es gibt keinen technischen Arbeitsschritt in der Musik, den er nicht selbst tun könnte. Immerhin ist er derjenige, dessen Gesicht auf dem Plattencover zu sehen ist, wenn die Songs veröffentlicht sind. Warum also sollte der Perfektionist, der das Schlagerhandwerk sprichwörtlich beherrscht, nicht selbst Hand anlegen, um sicherzustellen, dass seinen Songs genau die Behandlung zugutekommt, die sie verdienen? Rhetorische Fragen benötigen keine Antworten, immerhin spricht die Qualität der Lieder von Matthias Reim für sich und ihn. Schon bevor sich Matthias Reim mit einem Paukenschlag ins Rampenlicht katapultierte, war er erfolgreicher Musiker. Er schrieb und komponierte Texte für die ganz Großen der Schlagerbranche. Um ein Haar wäre auch sein größter Hit einem anderen zugefallen. Schon länger hatte Matthias Reim nämlich die Discographien berühmter Künstler bereichert. Wenn wir heute YouTube, MyVideo und Clipfish durchstöbern, dann passiert es, dass wir auf ein Matthias Reim-Musikvideo stoßen, von dem wir gar nichts wissen. Zu den Künstlern, für die er im Laufe der Jahre Songs komponiert hat, gehören etwa Roberto Blanco, Jürgen Drews und Bernhard Brink.

1989 schrieb Matthias Reim den Song, der ihn unsterblich machen sollte, dessen Rekord sich in die Geschichtsbücher schreiben und noch heute eine jede Karnevals-, Faschings-, Fastnachts- oder Après-Ski-Party bereichern würde. „Verdammt, ich lieb dich“ fiel ihm im Prinzip einfach zu. Der Verantwortliche, dem er seinen neuen Song präsentierte, war hin und weg. Allerdings fiel es ihm schwer, sich Matthias Reim als denjenigen vorzustellen, der den Song in die Öffentlichkeit tragen würde. Viel lieber hätte er Matthias Reim den Song abgekauft und jemand anderem die Worte, die heute der gesamte deutschsprachige Raum mitsingen kann, in den Mund gelegt. Doch das ließ Matthias Reim nicht mit sich machen. Er war stolz auf seinen Song, er hatte sich seine Sporen verdient und es war an der Zeit, dass er einen Teil des Kuchens abbekam.

Matthias Reim bewies ein glückliches Händchen, denn „Verdammt, ich lieb dich“ wurde zum Megahit. 16 Wochen lang glänzte der Song auf Platz eins der deutschen Charts – das hatte seit 1971 niemand mehr geschafft. Bis heute gelang es auch keinem neuen Song. 1990 folgte das Album „Reim“, das es ebenfalls auf Platz eins schaffte. Matthias Reim war auf dem Zenit seiner Karriere, als er den Fehler beging, seinem Manager eine Generalvollmacht zur Verwaltung seiner Finanzen zu erteilen. Anfang des neuen Jahrtausends war sein Vermögen einem Schuldenberg gewichen und Matthias Reim musste sich von ganz unten wieder emporkämpfen. Die Matthias Reim-Videos, die hierauf Bezug nehmen, sind häufig von unbeschwerter Selbstironie gekennzeichnet. Heute sagt Matthias Reim von sich selbst, dass ihn die Erfahrung des völligen finanziellen Abgrundes gestärkt habe.

Eine großartige Anerkennung wurde Matthias Reim 2011 zuteil, als er für sein Lebenswerk geehrt wurde. Und das, obwohl er nie so richtig an den Erfolg Anfang der Neunziger anschließen konnte. Natürlich ist ein Matthias Reim-Video von höchster Qualität und egal welches der etlichen Matthias Reim-Videos man sich anschaut, immer findet man die gute Laune eines geborenen Musikers und Performers. Bei allem bleibt „Verdammt, ich lieb dich“ sein größter Hit.

Trotzdem. Matthias Reim, der mit vier Frauen Kinder hat und zeitweise mit der Schlagersängerin Michelle zusammen war, mit der er 2002 die wunderbare Single „Idiot“ aufgenommen hat, bleibt ein Superstar. Erst 2013 konnte er seit dem Album „Reim“ von 1990 wieder ein Album auf Platz eins der Charts platzieren. Das Nachfolgewerk „Die Leichtigkeit des Seins“ schaffte es 2014 auf Platz zwei. Hoffen wir, dass er uns lange erhalten bleibt. Denn es muss nicht immer „Verdammt, ich lieb dich“ sein.