Seit 2006 sitzt er als Polizeidirektor Gert Achtziger auf dem Chefsessel der „Rosenheim-Cops“ – doch damit ist bald Schluss. Alexander Duda verlässt die ZDF-Serie nach der aktuellen Staffel. Freiwillig geht der Schauspieler nicht, wie er jetzt der „Bild“ verraten hat. Und er ist nicht der einzige vertraute Abgang.
Für die Fans der Vorabend-Krimiserie ist es ein weiterer Abschied in kurzer Zeit: Nach rund 20 Jahren endet die Ära Achtziger. Laut Joyn ist die aktuelle 26. Staffel die letzte mit dem 71-Jährigen. Die Entscheidung fiel nicht bei ihm, sondern bei Produktion und Sender.
Alexander Duda: „Ich finde es schade, dass das meine letzte Staffel wird“
Im Gespräch mit der „Bild“ macht Duda keinen Hehl daraus, dass er gerne geblieben wäre. Es handle sich um eine „dramaturgische Entscheidung“ der Produktion und des ZDF, zitiert t-online den Schauspieler.
„Ich finde es schade, dass das meine letzte Staffel wird. Ich hätte sicherlich auch in den nächsten Jahren noch gerne weiter gemacht.“
Alexander Duda gegenüber der „Bild“ (zitiert nach t-online)
Der Grund für das Aus liegt in der Rolle selbst: Achtziger ist Beamter – und Beamte gehen in Pension. „Der Achtziger ist ja ein Staatsbeamter, die müssen ja mit 67 in Rente. Deshalb hatte ich wenig Argumente auf meiner Seite“, erklärt Duda. Und weiter: „Der Achtziger hätte es ja eigentlich buchstäblich bis 80 machen müssen.“
Laut Abendzeitung hatte Duda sogar eine andere Lösung vorgeschlagen: Achtziger hätte als pensionierter Polizeichef weiter auftreten können. Die Verantwortlichen überzeugte die Idee nicht. Verbittert ist Duda trotzdem nicht: „Ich hege da keinen Groll, das bringt ja nichts. Ich versuche, negative Gefühle zu vermeiden.“
Tränen am letzten Drehtag
Die letzte Klappe ist bereits gefallen – und die ging dem gebürtigen Münchner nahe. Ein Trost: Die Ausstiegsfolge sei eigens auf seine Figur zugeschnitten, berichtet die Abendzeitung. Gegenüber der „Bild“ schwärmt Duda laut Joyn:
„Es ist eine wunderbare Ausstiegsfolge, die quasi auf mich zugeschnitten ist. Zum ersten Mal taucht meine Ehefrau in der Serie auf. Als wir fertig waren, konnte ich die Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Ich hatte richtig feuchte Augen und das ist bei mir selten.“
Alexander Duda gegenüber der „Bild“ (zitiert nach Joyn)
Wie eng die Bindung an das Ensemble ist, macht er ebenfalls deutlich: „Ich war mein halbes Berufsleben der Achtziger – und die Kollegen bei den ‚Rosenheim-Cops‘ sind mir alle ans Herz gewachsen. Da fühlt sich das jetzt wie eine richtige Trennung im echten Leben an.“

Marisa Burger und weitere Stars verabschieden sich
Duda ist nicht der einzige Publikumsliebling, der geht. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass auch Marisa Burger ihre Rolle als Polizeisekretärin Miriam Stockl aufgibt – sie war seit der ersten Folge dabei. Ihr letzter Auftritt ist laut Abendzeitung für den 24. November um 19.25 Uhr im ZDF angekündigt. Die Folge trägt den Titel „Es gabat an Abschied“. Schon 2025 hatte ein Abschied bei einer ZDF-Erfolgsserie für Tränen gesorgt.
Laut Abendzeitung verlassen außerdem diese Darsteller das Ensemble:
- Alexander Duda als Polizeidirektor Gert Achtziger (seit 2006)
- Marisa Burger als Sekretärin Miriam Stockl (seit Folge 1)
- Christian K. Schaeffer als Wirt Ignaz „Jo“ Casper
- Isabel Mergl als Hilde Stadler
Neu dabei ist dafür Maya Haddad: Sie übernimmt als Wirtin Yasmin Rabe – aus Jo Caspers „Times Square“ wird die Tagesbar „Das Rosi“, so die Abendzeitung.
Alexander Duda im Steckbrief
| Alexander Duda | Fakten |
|---|---|
| Geboren | 1. März 1955 in München |
| Ausbildung | Otto-Falckenberg-Schule München (1975–1978) |
| Rolle bei den „Rosenheim-Cops“ | Polizeidirektor Gert Achtziger, seit 2006 |
| Bekannt aus | „Löwengrube“ (1988–1992), „Tatort“, „Der Alte“ |
| Synchronstimme | Drax in den „Guardians of the Galaxy“-Filmen |
| Theater | u. a. Münchner Volkstheater („Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“) |
Kritik am Umgang mit älteren Schauspielern
Ganz ohne Nachdenklichkeit geht der Abschied aber nicht über die Bühne. Duda stört ein Muster, das er in der Branche beobachtet: „In vielen Reihen werden Schauspieler über 70 entlassen oder die Serien eingestellt. Das finde ich generell sehr schade“, sagte er laut t-online.

So geht es für Alexander Duda weiter
An Ruhestand denkt der 71-Jährige nicht. Er will weiter vor der Kamera und auf der Theaterbühne stehen. „Meiner Zukunft schaue ich gelassen entgegen. Ich schau’, was kommt. Ich möchte definitiv weiterarbeiten“, sagte er der „Bild“.
Fit genug fühlt er sich allemal – und verrät laut Joyn auch, wie er sich in Form hält:
„Ich bin körperlich gut in Schuss und kann immer noch gut Texte lernen. Ich fahre sehr viel und sportlich Fahrrad und habe eine Rudermaschine im Keller, die ich drei, vier Mal die Woche nutze.“
Alexander Duda gegenüber der „Bild“ (zitiert nach Joyn)
Wann genau Dudas letzte Folge ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt. Ein Statement des ZDF zum Ausstieg stand laut Joyn zunächst aus. Die „Rosenheim-Cops“ laufen dienstags um 19.25 Uhr im ZDF. Wer Lust auf mehr TV-Nostalgie hat: Hier geht es zur ZDF-Kultserie „Anna“.