Seit 25 Jahren sind Schauspieler Martin Brambach und seine Frau Christine Sommer ein Paar – doch ein Märchen ist ihre Liebe nach eigener Aussage nicht. Im Interview mit der „Bunte“ sprechen die beiden so offen wie selten über ihren Anfang, über unzählige Trennungen und über das, was sie bis heute zusammenhält.
Anlass für das gemeinsame Gespräch ist ein Herzensprojekt: Unter dem Titel „Liebe! In Briefen und Literatur – eine sehr persönliche Auswahl“ haben Brambach und Sommer gerade ein Buch veröffentlicht. Darin geht es um große Gefühle – und damit auch ein Stück weit um ihre eigene Geschichte.
Er schrieb ihr SMS – sie war noch verheiratet
Als sich die beiden kennenlernten, war Christine Sommer nicht frei: Die österreichische Schauspielerin war verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. Martin Brambach, der sich selbst als „heillosen Romantiker“ bezeichnet, ließ sich davon nicht abschrecken. Er umwarb sie mit zahlreichen Nachrichten – nach eigener Aussage damals noch per SMS, weil sie fest liiert war.
„Für mich war völlig klar: Das ist die Frau, mit der ich zusammen sein möchte.“
Martin Brambach im Interview mit der „Bunte“
Für die Liebe zog der „Tatort“-Star schließlich von Berlin nach Recklinghausen. Dort lebt das Paar bis heute.

Trennung ohne Rosenkrieg: Die Carpendales als Vorbild
Leicht war der Schritt für Christine Sommer nicht. Sie habe in dieser Zeit „extrem Federn gelassen“, sagt sie rückblickend. Den Mut, ihre Ehe zu verlassen, habe ihr Brambach gegeben. Bemerkenswert: Die Patchwork-Familie hält bis heute zusammen. Weihnachten und die Geburtstage der Kinder werden gemeinsam mit der früheren Familie gefeiert.
Als Vorbild für eine Trennung „völlig ohne Rosenkrieg und Verletzungen“ nennt Sommer eine bekannte Schlager-Familie: Sie sei „ein echter Fan von den Carpendales“. Wie es um die Familie rund um Schlagerstar Howard Carpendale steht, lesen Sie hier.
„Mindestens schon 20 Mal getrennt“
Dass es in 25 Jahren nicht immer harmonisch zuging, verschweigen die beiden nicht. Brambach beschreibt seine Frau als „hartnäckig und herausfordernd“, sich selbst als „sehr harmoniebedürftig“. Das sorgt offenbar regelmäßig für Reibung – mit erstaunlichem Ergebnis:
„Wir haben uns mindestens schon 20 Mal getrennt – und sind natürlich wieder zusammengekommen.“
Martin Brambach im Interview mit der „Bunte“
Schon früher hatte Brambach Einblicke in den ungewöhnlichen Alltag des Paares gegeben. 2019 erzählte er der Deutschen Presse-Agentur, dass er und seine Frau getrennte Schlafzimmer haben.

Das Paar im Überblick
| Fakt | Martin Brambach & Christine Sommer |
|---|---|
| Zusammen seit | rund 25 Jahren |
| Verheiratet seit | 2012 |
| Kinder | ein gemeinsamer Sohn, zwei Töchter aus Sommers früherer Ehe |
| Wohnort | Recklinghausen |
| Bekannteste Rolle Brambach | Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel im Dresdner „Tatort“ (seit 2016) |
| Bekannt von (Sommer) | u. a. „Wilsberg“, „Der letzte Bulle“, „Verbotene Liebe“, „Die Chefin“ |
| Gemeinsames Buch | „Liebe!“ (Bonifatius Verlag, Oktober 2026) |
Das Buch: Liebesbriefe von Goethe bis Bukowski
In „Liebe!“ haben Brambach und Sommer Texte aus der Weltliteratur zusammengestellt und mit eigenen Erinnerungen und Anekdoten kommentiert. Laut Verlag ist das Buch am 15. Oktober 2026 erschienen und umfasst 192 Seiten. Vertreten sind unter anderem:
- Johann Wolfgang von Goethe und Rainer Maria Rilke
- Kurt Tucholsky und Charles Bukowski
- Simone de Beauvoir, Hannah Arendt und Virginia Woolf
- Winston Churchill
Die Bandbreite reicht vom Werben und Verlieben bis zu Abschied und Schmerz. Passend dazu: Brambach nennt sich selbst einen „passionierten Schreiber von liebevollen Briefen“. Gemeinsame Lesungen gehören für die beiden schon länger zum Programm.
Das Geheimnis ihrer Liebe: Humor und Nähe
Was hält ein Paar nach 20 Trennungen zusammen? Für Christine Sommer ist es vor allem der Humor. „Wir haben in 25 Jahren keinen einzigen schweigsamen Abend miteinander verbracht“, sagt sie. Brambach betont zudem, wie wichtig ihm körperliche Nähe ist: „Wenn die Sexualität komplett einschläft, hat man keine Beziehung mehr miteinander.“
Ein romantisch verklärtes Bild wollen die beiden trotzdem nicht zeichnen. Christine Sommer fasst es ehrlich zusammen:
„Unsere Liebe ist kein Ponyhof!“
Christine Sommer im Interview mit der „Bunte“
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI