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Söhne Mannheims: Mitglied offenbar tot

11.09.2026, 08:21 Uhr

Die Söhne Mannheims trauern um einen langjährigen Weggefährten: Marlon B. James, Rapper und Sänger des Mannheimer Kollektivs, ist nach Berichten jamaikanischer Medien in seiner eigenen Bar erschossen worden. Der 60-Jährige starb gemeinsam mit zwei weiteren Männern. Die Band hat sich inzwischen mit vier Liedzeilen von ihm verabschiedet.

Der Angriff ereignete sich nach Angaben der jamaikanischen Tageszeitung „Jamaica Gleaner“ am Mittwoch, 9. September 2026, gegen 16:40 Uhr Ortszeit. Tatort war eine Bar in Robins Bay im Norden der Karibikinsel, im Bezirk St. Mary – eine Gegend, die jamaikanische Medien als ruhig und wenig von Gewalt betroffen beschreiben.

Bewaffnete Männer eröffnen das Feuer in der Bar

Laut der Kommunikationsabteilung der jamaikanischen Polizei fuhren bewaffnete Männer in einem Auto vor, betraten die Bar und schossen auf den Betreiber sowie einen Gast im Inneren. Ein dritter Mann, der vor dem Gebäude stand, wurde auf der Flucht der Täter getroffen. Alle drei wurden in ein Krankenhaus gebracht, wo sie für tot erklärt wurden.

Neben Marlon B. James starben ein 22-Jähriger und ein 42-Jähriger, beide ebenfalls aus Robins Bay. Die Täter entkamen unerkannt. Die Ermittlungen führt die Major Investigation Division, die Spezialeinheit der jamaikanischen Polizei für schwere Gewaltverbrechen. Ein Motiv ist bislang nicht bekannt, Festnahmen wurden nicht gemeldet.

Der Fall im Überblick Stand der Angaben
Tatzeit Mittwoch, 9. September 2026, ca. 16:40 Uhr Ortszeit
Tatort Bar in Robins Bay, Bezirk St. Mary, Jamaika
Todesopfer Marlon B. James (60), Barbetreiber; ein 42-Jähriger; ein 22-Jähriger
Tathergang Bewaffnete kommen im Auto, schießen im und vor dem Lokal
Ermittlungen Major Investigation Division, Täter flüchtig
Motiv unklar

Söhne Mannheims nehmen mit vier Liedzeilen Abschied

Einen Tag nach der Tat meldete sich die Band auf Instagram – ohne langen Nachruf, nur mit einem Foto, den Hashtags „#love“ und „#RIP“ sowie vier Zeilen, die laut „Rolling Stone“ aus der MTV-Unplugged-Version des Songs „Das hat die Welt noch nicht gesehen“ stammen.

„Love is unseen / Love is your dream / But love is no dream / Love is so real / Even though it’s unseen“

Aus dem Instagram-Abschiedspost der Söhne Mannheims vom 10. September 2026

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Bekannt geworden war die Nachricht in Deutschland über den Journalisten Tobias Huch, der die Meldung auf der Plattform X teilte. Er habe mit dem Musiker gemeinsam ein Musikvideo gedreht, schrieb Huch: „Ein so lieber Kerl und wir haben uns gut verstanden.“

Wer war Marlon B. James?

Marlon B., mit vollem Namen Marlon B. James, brachte Reggae-Einflüsse und jamaikanisches Patois in den Sound der Söhne Mannheims. Auf dem Album „Iz On“ (2009) war er zu hören, als Co-Autor wird er unter anderem beim Stück „Gesucht & Gefunden“ (2012) geführt. Auch nach dem Umbruch von 2017, bei dem sich das Kollektiv von Gründungsmitgliedern wie Xavier Naidoo trennte, gehörte er noch zur Band, zog sich dann aber schrittweise zurück.

Stationen seines Weges:

  • Musikalische Rolle: Rapper und Sänger, zuständig für die Reggae- und Dancehall-Farbe des Kollektivs
  • Album „Iz On“ (2009): als Stimme auf der Platte vertreten
  • „Gesucht & Gefunden“ (2012): als Mitautor geführt
  • 2017/2018: Rückzug aus der Band nach dem großen Besetzungswechsel
  • Danach: Leben auf Jamaika, wo er in Robins Bay eine Bar betrieb

Über die Band hinaus blieb Marlon B. der Mannheimer Szene verbunden; sein Name taucht bis heute in den Diskussionen um das Erbe des Kollektivs auf, das zuletzt vor allem wegen Auftritten rund um Xavier Naidoo Schlagzeilen machte.

Eine offizielle Bestätigung der Familie fehlt noch

So klar die Berichte aus Jamaika klingen, ein Punkt bleibt offen. Ein Sprecher der Söhne Mannheims erklärte gegenüber t-online, man habe die Meldung über den jamaikanischen Radiosender IRIE FM erfahren und halte sie für glaubwürdig – eine Bestätigung durch die Familie des Musikers liege ihm zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht vor. Die jamaikanische Polizei hat den Namen des getöteten Barbetreibers veröffentlicht, eine Verbindung zur Band aber nicht selbst hergestellt.

Damit steht die Todesnachricht auf zwei Säulen: den Polizeiangaben aus St. Mary und der Einschätzung der Band, die sich mit ihrem Instagram-Post faktisch schon verabschiedet hat. Wie Fans solche Nachrichten treffen, war in der Schlager- und Popszene erst vor wenigen Monaten zu sehen, als ein Musiker bei einem Helikopter-Absturz starb. Bis die Ermittlungen auf Jamaika Ergebnisse liefern, bleibt vor allem eine Frage offen: warum jemand an einem ruhigen Nachmittag in einer Dorfbar das Feuer eröffnete.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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