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Schauspielerin Marleen Lohse räumt mit Gerücht auf

15.10.2026, 09:21 Uhr

Seit zwölf Jahren ermittelt sie als Tierärztin Jule Christiansen in „Nord bei Nordwest“, am Mittwochabend war Marleen Lohse im Ersten in einer ganz neuen Rolle zu sehen. Rund um den Thriller „Frau ohne Namen“ hat die 42-Jährige jetzt mit zwei hartnäckigen Gerüchten aufgeräumt – über ihren Ehemann und über ihre Eltern.

Mit Details aus ihrem Privatleben geht die Schauspielerin eigentlich sparsam um. Bekannt ist: 2021 heiratete Marleen Lohse Max Montgomery, das Paar lebt mit seinem vierjährigen Sohn in Berlin. Doch ausgerechnet über ihre Familie kursieren seit Jahren Angaben, die so nicht stimmen. Im Gespräch mit t-online hat sie das nun richtiggestellt.

Marleen Lohse: Ist ihr Mann wirklich Schwede?

Das erste Missverständnis betrifft Max Montgomery. Er wird immer wieder als Schwede beschrieben – woher das kommt, kann sich Lohse selbst nicht so recht erklären:

„Es kommt immer noch vor, dass ich auf meinen angeblich schwedischen Mann angesprochen werde. Ich weiß gar nicht, wie das entstanden ist.“

Marleen Lohse im Gespräch mit t-online

Ganz aus der Luft gegriffen ist die Verbindung nach Skandinavien allerdings nicht. Schon in der Radiosendung „Stars am Sonntag“ von NDR 1 Niedersachsen hatte Lohse erklärt, dass ihr Mann und seine Familie fließend Schwedisch sprechen – sie selbst tue sich mit der Sprache schwer. Inzwischen paukt sie gemeinsam mit dem Nachwuchs: „Mein Sohn lernt Schwedisch, und ich versuche, es mit ihm zu lernen“, sagt sie zu t-online.

Dazu kommt ein Sommerhaus in Schweden, in dem die Familie regelmäßig Zeit verbringt. Von dort bringt die Schauspielerin nach eigenen Worten „ganz praktisch mehrere Kilo Blaubeeren und Pfifferlinge“ mit – und vor allem Ruhe. „Ich habe das Gefühl, aus Schweden komme ich immer zurück wie frisches Moos, das sich mit Tau vollgesogen hat“, beschreibt sie es.

„Meine Eltern sind keine Friseure“

Das zweite Gerücht betrifft ihre Herkunft. In mehreren Porträts heißt es, Lohse stamme aus einer Friseurfamilie. Auch das stellt die gebürtige Niedersächsin klar: „Das ist auch ein Missverständnis, das es über mich gibt: Meine Eltern sind keine Friseure. Sie hatten nur einen Friseursalon. Sie haben nie selbst Haare geschnitten.“

Die Haare spielten für Lohse schon früh eine besondere Rolle. Von 1998 bis 2004 spielte sie in der NDR-Kinderserie „Die Kinder vom Alstertal“ die rothaarige Julia Clement. „Als Kind habe ich sehr mit meinen Haaren gehadert“, erinnert sie sich gegenüber t-online. „Mir wurden Spitznamen gegeben, und ich war sehr sensibel.“

„Frau ohne Namen“: Ihr neuer ARD-Thriller

Sara Hjort Ditlevsen, Marleen Lohse und Serkan Kaya am Set des ARD-Thrillers Frau ohne Namen in Hamburg
Sara Hjort Ditlevsen, Marleen Lohse und Serkan Kaya am Set des NDR-Thrillers „Frau ohne Namen“, Hamburg, 23.10.2025. Foto: IMAGO / Future Image (C. Tamcke)

Anlass für das Interview ist der NDR-Thriller „Frau ohne Namen“, den Das Erste am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 20.15 Uhr gezeigt hat. Lohse spielt darin die Psychologin Dr. Marlene Nielsen, Expertin für Mikroexpressionen – also für flüchtige Gesichtsregungen, die unterdrückte Gefühle verraten können. Die Hamburger Polizei holt sie bei einem Fall dazu, der zunächst nach Notwehr aussieht: Eine Frau hat nachts ihren Angreifer tödlich verletzt, die Attacke ist sogar auf Video zu sehen. Seitdem schweigt sie, ihre Identität ist ungeklärt. Nielsen glaubt, in ihrer Mimik mehr zu erkennen – und ermittelt auf eigene Faust.

Die Geschichte hat Lohse selbst mitentwickelt, gemeinsam mit den befreundeten Drehbuchautorinnen Anne-M. Keßel und Lynda Bartnik. „Es ist exakt zehn Jahre her, dass wir uns zum ersten Mal in der Küche meiner Freundin Lynda getroffen haben“, erzählt sie. Das Drehbuch schrieb schließlich Keßel, Regie führte Lynn Oona Baur.

„Frau ohne Namen“ – die Eckdaten
Sender Das Erste (NDR)
Ausstrahlung Mittwoch, 14.10.2026, 20.15 Uhr
Hauptrolle Marleen Lohse als Dr. Marlene Nielsen
Weitere Darsteller Sara Hjort Ditlevsen, Serkan Kaya, Stephan Kampwirth
Drehbuch Anne-M. Keßel
Regie Lynn Oona Baur

Auf Instagram fieberte Lohse der Ausstrahlung entgegen. „Ich freue mich riesig auf heute Abend. Wir sehen uns!“, schrieb sie am Tag der TV-Premiere an ihre Fans:

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Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin

Marleen Lohse bei der Aufzeichnung der NDR Talk Show in Hamburg
Marleen Lohse bei der Aufzeichnung der NDR Talk Show, Hamburg, 29.10.2025. Foto: IMAGO / Future Image (H. Hartmann)

Nach der Geburt ihres Sohnes hatte Lohse nach eigenen Worten „kurz Bedenken, wie es beruflich für mich weitergeht“. Die Sorge war unbegründet: „Ich habe noch nie so viel gearbeitet wie danach.“ Neben der Schauspielerei ist sie heute auf mehreren Feldern unterwegs:

  • Musik: 2025 erschien ihr erstes Soloalbum „Wide Awake“. Darauf ist auch ein Song, den sie laut Instagram für ihren Sohn geschrieben hat.
  • Live: Anfang 2026 ging sie laut Joyn mit sieben Konzerten auf Tour, unter anderem im ausverkauften Hamburger Kent Club.
  • Stimme: Außerdem arbeitet sie als Sprecherin.
  • Fernsehen: Mit „Nord bei Nordwest“ hat sie eine feste Reihe, bei der sie nach eigener Aussage „jetzt schon weiß, wie mein nächstes Jahr aussehen wird“.

Auch über die Chancen für Frauen im Film spricht Lohse offen. Eine 2022 vorgestellte Studie der Universität Rostock, die 390 überwiegend deutsche Spielfilme der Jahre 2017 bis 2020 auswertete, ergab: Schauspielerinnen sind schon ab Mitte 30 seltener in zentralen Rollen zu sehen, Männer erst ab 50. „Ich hoffe, dass sich die Sehgewohnheiten ändern und man es ein bisschen satthat, diesem Jugendwahn hinterherzurennen“, sagt Lohse. „Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.“

Wer weitere Psychologinnen-Rollen im Krimi-Fernsehen sucht: Auch Karoline Schuch ermittelt als Psychologin – im „Tatort“. Und wie Almila Bagriacik zum „Tatort“-Star wurde, lesen Sie hier.

Ihre Traumrolle: Zarah Leander

Und dann verrät Marleen Lohse noch eine Wunschrolle – die ihre Liebe zur Musik und ihre Verbindung nach Schweden zusammenbringt: „Ich würde gern einmal eine Sängerin in einem großen historischen Drama spielen, so etwas Episches, vielleicht Zarah Leander?“

Die schwedische Sängerin und Schauspielerin wurde in den 1930er- und 1940er-Jahren als Ufa-Star zur Legende, ihr „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ gehört bis heute zu den großen Klassikern des deutschen Schlagers. Gut möglich also, dass die Rothaarige aus „Nord bei Nordwest“ eines Tages selbst als Zarah Leander vor der Kamera steht – mit eigenem Album und Tour bringt sie die musikalische Seite schon mit.

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