Stars

Johann Lafer bricht sein Schweigen zu seinen Schulden

31.07.2026, 15:29 Uhr

Johann Lafer kämpft seit Monaten gegen eine Krebserkrankung – und bricht nun sein Schweigen zu einem zweiten Thema, das ihn seit Jahren begleitet: seine Finanzen. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ lässt der TV-Koch tief blicken, wie es um sein Leben nach dem Steuerskandal von 2016 wirklich steht.

Der Steuerskandal, der alles ins Wanken brachte

Es war eine ehemalige Haushälterin, die 2014 Anzeige gegen Johann Lafer erstattete und damit umfangreiche Ermittlungen ins Rollen brachte. Zwei Jahre später wurde der heute 68-Jährige rechtskräftig wegen Steuerhinterziehung verurteilt: eine einjährige Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie eine hohe Geldstrafe. Der Imageschaden für den einstigen Star der deutschen Kochshow-Szene war enorm.

Seit einigen Wochen sorgt Lafer aus einem ganz anderen Grund wieder für Schlagzeilen. Ende Mai 2026 machte er öffentlich, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist – die Diagnose hatte er bereits im Januar 2024 erhalten. Nun spricht er erstmals ausführlich über den Verlauf seiner Behandlung und gibt gleichzeitig Einblick in seine finanzielle Lage.

Jahr Ereignis
2014 Ehemalige Haushälterin erstattet Anzeige gegen Lafer
2016 Rechtskräftige Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, Bewährungsstrafe und Geldstrafe
Januar 2024 Diagnose Lymphdrüsenkrebs
Mai 2026 Lafer macht seine Krebserkrankung öffentlich
Juli 2026 Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ über Finanzen und Gesundheit

„Ich bin immer noch mittendrin“

Auf seine Vergangenheit angesprochen, wird Lafer im Interview ungewohnt offen: „Sie wissen ja selbst, was bei mir ab 2014 los war. Ich war am Boden“, sagt er über die Zeit der Ermittlungen. Auch Jahre später sei die Angelegenheit für ihn nicht einfach abgehakt.

„Mir ist es gelungen, aus diesem dunklen Loch wieder herauszukommen, aber das war nicht ohne. Sich all dem finanziell, familiär, charakterlich und imagemäßig zu stellen und nicht aufzugeben in dieser Situation. Ich bin immer noch mittendrin! Die Dramatik, die dahintersteckt, auch persönlich, ist mit meiner Diagnose ja doppelt schwer.“

Johann Lafer im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“

Ganz „herausgestrampelt“ habe er sich demnach bis heute nicht – ein Satz, der zeigt, wie eng Lafers finanzielle Aufarbeitung noch immer mit seinem Alltag verwoben ist.

Chemotherapie und der Wunsch nach Frieden für die Familie

Parallel zur finanziellen Aufarbeitung durchläuft Lafer seit einiger Zeit eine Chemotherapie. Trotz der Belastung will er nicht kürzertreten:

  • Er hat bereits mehrere Zyklen Chemotherapie hinter sich und bezeichnet sich selbst als „zuversichtlich“.
  • Ans Aufhören habe er nicht gedacht – er habe „so gut wie keine Termine abgesagt“.
  • Gleichzeitig versucht er, mehr auf seinen Körper zu hören und „mal Verantwortung abzugeben“.

Auf die Frage, ob er seine Schulden aus dem Steuerverfahren bis heute abbezahle, antwortet Lafer ausweichend, aber mit einer klaren Botschaft an seine Kritiker:

„Wer möchte nicht Frieden schaffen für seine Familie, die Kinder, damit man gut schlafen kann nachts? Ich hoffe, dass die Menschen verstehen, dass Johann Lafer nicht größenwahnsinnig ist, sondern dass ich mich in einer Situation befinde, in der ich nicht aufgeben möchte und kann.“

Johann Lafer im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“

Johann Lafer bei einem öffentlichen Auftritt in Stuttgart
Johann Lafer beim Shop-Opening bei Breuninger in Stuttgart, 04.04.2026. Foto: IMAGO / Eibner-Pressefoto (Dimitri Drofit)

Fazit

Johann Lafer zeigt sich in dem Gespräch so offen wie selten: Weder die juristische Aufarbeitung des Steuerskandals noch die Krebserkrankung hält ihn davon ab, weiterzuarbeiten. Dass beide Themen für ihn eng miteinander verknüpft sind, macht sein Interview deutlich – die Aussicht auf Ruhe für sich und seine Familie bleibt für ihn dabei das eigentliche Ziel.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

Neueste Meldungen