Für Hella von Sinnen war das Grab ihres Freundes Dirk Bach lange ein Ort der stillen Erinnerung. Doch inzwischen meidet die Kölner Entertainerin den Friedhof – der Grund hat nichts mit ihrer Trauer zu tun, sondern mit dem Verhalten einiger Besucher.
In ihrem Podcast „Gestatten, von Sinnen“ hat Hella von Sinnen (66) offen über einen sehr persönlichen Rückzug gesprochen. Zu Gast war Reality-Star Evelyn Burdecki (37), mit der die Komikerin über Trauer, Prominenz und die Grenzen des öffentlichen Lebens sprach. Dabei verriet von Sinnen, warum sie das Grab ihres 2012 verstorbenen Weggefährten Dirk Bach auf dem Kölner Melaten-Friedhof kaum noch aufsucht.
Ein Grab, das zur Touristenattraktion wurde
Dirk Bachs letzte Ruhestätte liegt auf dem berühmten Melaten-Friedhof, einem der bekanntesten Friedhöfe Deutschlands, über den regelmäßig Führungen stattfinden. Auch das Grab des beliebten Comedians ist Teil solcher Rundgänge – und genau dort kommt es immer wieder zu Szenen, die von Sinnen als respektlos empfindet.
Nach ihrer Schilderung wurde sie am Grab wiederholt von fremden Besuchern angesprochen, die ein gemeinsames Foto mit ihr wollten. Für die Entertainerin ist das an einem solchen Ort eine Grenzüberschreitung.
„Ein echter Fan kommt nicht in so einem Moment und sagt: ‚Können wir mal ein Selfie machen?'“
Hella von Sinnen im Podcast „Gestatten, von Sinnen“
„Das sind keine Manieren“
Von Sinnen betont, dass sie Fotowünsche von Fans grundsätzlich nicht ablehnt – es geht ihr um Ort und Zeitpunkt. An einem Grab, mitten in einem Moment der Trauer, zieht sie eine klare Grenze. Ihre Reaktion auf entsprechende Anfragen fällt entsprechend deutlich aus:
- Auf die Bitte um ein Selfie antwortet sie klar: „Ich sage dir ganz ehrlich: Ich mache es nicht.“
- Den Bittstellern stellt sie eine unbequeme Gegenfrage: „Finden Sie das eigentlich geschmackvoll?“
- Ihr Urteil über das Verhalten ist unmissverständlich: „Das sind keine Manieren.“
Für die Komikerin sind die Foto-Jäger keine echten Anhänger ihres Freundes: Wer an einem Grab ein Selfie verlange, habe das Wesen von Fan-Sein missverstanden.

Wer war Dirk Bach?
Dirk Bach gehörte über Jahrzehnte zu den beliebtesten Entertainern des deutschen Fernsehens. Einem breiten Publikum wurde er als Titelheld der ZDF-Comedyserie „Lukas“ bekannt, später moderierte er an der Seite von Sonja Zietlow das RTL-Dschungelcamp „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Mit Hella von Sinnen verband ihn nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern auch die gemeinsame Arbeit vor der Kamera, etwa in der Comedy-Rateshow „Genial daneben“.
| Steckbrief | Dirk Bach |
|---|---|
| Geboren | 23. April 1961 in Köln |
| Gestorben | 1. Oktober 2012 in Berlin (mit 51 Jahren) |
| Beruf | Schauspieler, Comedian, Moderator, Synchronsprecher |
| Bekannt aus | „Lukas“, „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, „Genial daneben“ |
| Grabstätte | Melaten-Friedhof, Köln |
Bach starb im Oktober 2012 überraschend im Alter von nur 51 Jahren in Berlin. Sein Tod löste in der deutschen Unterhaltungsbranche große Bestürzung aus – bis heute ist er unvergessen, was sich auch an den vielen Besuchern seines Grabes zeigt.
Auch Evelyn Burdecki kennt das Problem
Dass solche Situationen kein Einzelfall sind, bestätigte im Podcast auch Evelyn Burdecki. Die Reality-Darstellerin berichtete von ähnlichen Erfahrungen am Grab ihres verstorbenen Vaters. Beide Frauen waren sich einig, dass Trauerorte einen besonderen Schutz verdienen – und dass Prominenz keine Einladung ist, diese Grenze zu ignorieren.
Warum Hella von Sinnen jetzt fernbleibt
Am Ende zog die Entertainerin für sich eine Konsequenz, die zeigt, wie sehr sie die wiederholten Vorfälle belasten. Statt sich Konflikte am Grab auszusetzen, bleibt sie dem Ort inzwischen fern – so schwer ihr das auch fällt.
„Übrigens gehe ich seitdem, glaube ich, gar nicht mehr zum Dirk.“
Hella von Sinnen
Ein stiller Rückzug, der weniger über die Trauer der Komikerin verrät als über den Umgang mancher Menschen mit dem Andenken eines geliebten Prominenten. Für Hella von Sinnen bleibt die Erinnerung an Dirk Bach – auch ohne den regelmäßigen Weg zum Grab.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI