Über ein Jahrzehnt lang begrüßte sie die Zuschauer zur Mittagszeit im Ersten, davor prägte sie als politische Journalistin den Südwesten: Jetzt trauert der SWR um eine seiner bekanntesten Moderatorinnen. Sie starb nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren.
Vom „Zündfunk“ zur Innenpolitik
Geboren wurde sie am 23. April 1956 in Lindau, aufgewachsen ist sie am Bodensee. Nach einem Volontariat bei der „Nürnberger Zeitung“ und einem Studium der Theaterwissenschaft in Erlangen begann sie 1980 als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk. Dort moderierte sie unter anderem den „Zündfunk“ und „Live aus dem Alabama“; für den WDR stand sie für die Kindersendung „Links und rechts vom Äquator“ vor der Kamera.
1990 übernahm sie beim damaligen Süddeutschen Rundfunk die Leitung der Innenpolitik. Später moderierte sie das Interviewformat „SWR Wortwechsel“ und das Landespolitik-Magazin „Ländersache“ für Baden-Württemberg.
| Jahr | Station |
|---|---|
| 1956 | Geboren am 23. April in Lindau |
| 1980 | Reporterin beim Bayerischen Rundfunk |
| 1982 | Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus |
| 1990 | Leiterin der Innenpolitik beim Süddeutschen Rundfunk |
| 1998 | Teil des Gründungsteams des „ARD-Buffet“ |
| 2001 | Hans-Bausch-Mediapreis |
| 2026 | Gestorben am 24. Oktober in Friolzheim (Enzkreis) |
Gesicht der Mittagszeit im Ersten
Bundesweit bekannt wurde sie mit einer Sendung, die 1998 an den Start ging und vielen Zuschauern bis heute ein Begriff ist: dem Service- und Verbrauchermagazin „ARD-Buffet“. Sie gehörte zum Gründungsteam und moderierte das Format mehr als ein Jahrzehnt lang.

SWR trauert um Jacqueline Stuhler
Die Auflösung: Gestorben ist die frühere „ARD-Buffet“-Moderatorin Jacqueline Stuhler. Wie der SWR mitteilte, starb sie bereits am 24. Oktober 2026 in Friolzheim im Enzkreis nach langer, schwerer Krankheit; ihr Ehemann bestätigte den Tod. SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte sie laut t-online als
„eines der prägenden Gesichter des SWR“.
Kai Gniffke, SWR-Intendant
Das Nachrichtenmagazin „SWR Aktuell“ für Baden-Württemberg kündigte an, an die Journalistin zu erinnern.