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Abschied von Ralf Richter: „Papa, ich bin stolz auf dich“

12.10.2026, 08:53 Uhr

Knapp vier Wochen nach seinem Tod haben Familie, Freunde, Kollegen und Fans in Bochum Abschied von Ralf Richter genommen. Bei der Trauerfeier in der Jahrhunderthalle stand eine persönliche Rede seines Sohnes Maxwell im Mittelpunkt. Und auch zum letzten Wunsch des Schauspielers gibt es inzwischen Details.

Trauerfeier in der Bochumer Jahrhunderthalle

Die Trauerfeier fand am Samstag, 10. Oktober 2026, in der Jahrhunderthalle in Bochum statt – in der Stadt, in der Ralf Richter aufgewachsen ist. Rund 140 Gäste waren nach Angaben eines Familiensprechers der Einladung gefolgt, wie t-online unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Der WDR sprach laut „20 Minuten“ von rund 200 geladenen Gästen.

Auch vor der Halle versammelten sich Fans, um sich von dem Schauspieler zu verabschieden. Laut „20 Minuten“ wurden dort auf einer großen Leinwand Filmausschnitte gezeigt.

Diese Weggefährten kamen zum Abschied

Unter den Trauergästen waren auch bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen. Diese Namen wurden in Berichten genannt:

  • Henning Baum („Der letzte Bulle“) – laut „Bild“
  • Martin May, Kollege aus „Das Boot“ – laut „Bild“
  • Peter Thorwarth, Regisseur von „Bang Boom Bang“ – laut „Bild“
  • Claude-Oliver Rudolph – laut WDR
  • Kalle Schwensen – laut WDR

Henning Baum erklärte laut „20 Minuten“, Ralf Richter sei für ihn ein Vorbild gewesen.

Peter Thorwarth, Willi Thomczyk, Martin Semmelrogge, Christian Kahrmann, Jochen Nickel und Ralf Richter beim Wiedersehen zu 25 Jahren Bang Boom Bang in Essen
25 Jahre „Bang Boom Bang“: Peter Thorwarth, Willi Thomczyk, Martin Semmelrogge, Christian Kahrmann, Jochen Nickel und Ralf Richter beim Wiedersehen in der Lichtburg Essen, 28.06.2024. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD (OHfoto)

Die bewegende Rede von Sohn Maxwell

Besonders persönlich wurde es, als Sohn Maxwell Richter das Wort ergriff. Die „Bild“ zitiert aus seiner Rede:

„Für viele war er Kalle Grabowski. Für viele war er Frenssen aus ‚Das Boot‘. Aber für mich war er etwas viel Größeres. Er war mein Vater.“

Maxwell Richter bei der Trauerfeier, zitiert nach „Bild“

Er beschrieb seinen Vater als Vorbild, Inspiration und zugleich als seinen größten Kritiker, der ihn gefordert und motiviert habe. Am Ende richtete er sich direkt an ihn:

„Papa, ich bin stolz auf dich.“

Maxwell Richter, zitiert nach „Bild“

Gegenüber dem WDR sagte Maxwell Richter laut „20 Minuten“, die große Anteilnahme spende ihm Trost.

Spenden machten den Abschied möglich

Kurz nach Richters Tod hatten Menschen aus dem Umfeld der Familie eine Online-Spendenaktion gestartet, um einen würdevollen Abschied zu finanzieren. Laut t-online kamen in kurzer Zeit mehr als 20.000 Euro zusammen. Im Vorfeld war außerdem angekündigt worden, dass der Mercedes aus „Bang Boom Bang“ an der Jahrhunderthalle an Richters Kultrolle Kalle Grabowski erinnern soll – mehr dazu in unserem Artikel Ralf Richter (†69): Abschied mit dem Mercedes aus „Bang Boom Bang“.

Ralf Richter: Seine wichtigsten Rollen

Der gebürtige Essener wurde mit seiner „Ruhrpott-Schnauze“ zu einem der markantesten Gesichter des deutschen Films. Seinen Durchbruch feierte er in Wolfgang Petersens Kriegsdrama „Das Boot“.

Jahr Film Rolle
1981 Das Boot Frenssen
1991 Superstau Hermann Pacholke
1999 Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding Kalle Grabowski
2002 Was nicht passt, wird passend gemacht –
Schauspieler Ralf Richter bei der German Film & Comic Con in Dortmund 2025
Schauspieler Ralf Richter bei der German Film & Comic Con in Dortmund, 06.12.2025. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Ralf Richter starb am 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren in Köln. Sein Sohn Maxwell hatte gegenüber „Bild“ erklärt, sein Vater habe an COPD und einer Herzunterfunktion gelitten – die Hintergründe lesen Sie in Ralf Richter ist tot: Sohn Maxwell nennt die Todesursache.

Sein letzter Wunsch: eine Seebestattung

Mit der Trauerfeier ist der Abschied noch nicht abgeschlossen. Die Asche des Schauspielers soll zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis beigesetzt werden. Wie „Die Zeit“ aus dem Umfeld der Familie erfuhr, hatte sich Ralf Richter eine Seebestattung gewünscht.

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