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Roland Kaiser wagt eine mutige Prognose über die AfD

30.06.2026, 14:35 Uhr

Roland Kaiser gehört zu den bekanntesten politisch engagierten Schlagerstars Deutschlands. In einem Interview mit der Welt am Sonntag hat der 74-Jährige nun eine überraschende Prognose abgegeben — und erklärt, warum ihn ein möglicher AfD-Wahlsieg weniger beunruhigt, als man erwarten würde.

Roland Kaiser: Politisch aktiv seit Jahrzehnten

Der gebürtige Berliner ist nicht nur als Schlagerlegende bekannt, die seit Jahrzehnten die größten Stadien des Landes füllt. Roland Kaiser ist auch überzeugter Sozialdemokrat — seit 2002 Mitglied der SPD. Seine politische Prägung reicht dabei weit zurück: Kaisers Mutter putzte einst das Büro von Willy Brandt. Politik gehört für ihn zum Leben wie die Musik.

Steckbrief Details
Voller Name Roland Kaiser (bürgerl. Ronald Keiler)
Geboren 10. Mai 1952, Berlin
Partei SPD (Mitglied seit 2002)
Bekannte Hits „Dich zu lieben“, „Santa Maria“, „Joanna“
Gesundheit Lungentransplantation 2010 (COPD)
Autobiografie „Sonnenseite“
Nächste Tour Geplant 2027

Das Szenario: AfD in Sachsen-Anhalt

Im Interview entwirft Kaiser ein konkretes politisches Szenario. 2026 ist ein Wahljahr — in mehreren Bundesländern könnte die AfD stärkste Kraft werden. Kaiser nimmt Sachsen-Anhalt als Beispiel: „Stellen Sie sich vor, die AfD gewinnt die Wahlen in Sachsen-Anhalt ohne eine absolute Mehrheit, dann wäre die CDU der potenzielle Juniorpartner. Reißen sie dann die Brandmauer ein?“

Eine klare Empfehlung gibt der Sänger bewusst nicht ab. „Ich bin kein Politikwissenschaftler und auch nicht von Beruf politischer Kommentator — das ist eine Entscheidung, die allein die CDU treffen muss“, stellt er klar.

Kaisers Loyalität zur SPD trotz Umfragetief

Seiner Partei geht es derzeit nicht gut: In aktuellen Umfragen liegt die SPD bei rund elf Prozent. Dennoch denkt Kaiser nicht ans Aufhören — weder mit der Musik noch mit der Politik. „Dass Parteien, genau wie Menschen oder Organisationen, Berg- und Talfahrten erleben, ist doch normal“, sagt er. „Nur weil manches nicht optimal läuft, lege ich nicht meine Überzeugung ab.“

Sein Appell richtet sich an alle Parteien der Mitte:

  • Mehr Transparenz in der politischen Arbeit
  • Eine Sprache finden, die bei den Menschen ankommt
  • Grunddemokratische Werte glaubwürdig vertreten

Die überraschende Prognose: Wenn die AfD sich selbst entzaubert

Am Ende des Gesprächs gibt Roland Kaiser seine eigentliche Einschätzung preis — und die ist überraschend nüchtern. Er fürchte einen AfD-Wahlerfolg weniger, als man von einem langjährigen SPD-Mitglied erwarten würde. Denn sobald die Partei in einem Bundesland tatsächlich regiere, müsse sie liefern: „Dann werden die Menschen sehen, was sie von dem umsetzen wird, das sie ihnen als Wahlprogramm präsentiert hat. Und dann muss die AfD zeigen, was sie wirklich kann.“

„Gut möglich, dass sich die AfD dann selbst entzaubert.“

Roland Kaiser in der Welt am Sonntag, Juni 2026

Ob diese Rechnung aufgeht, bleibt offen. Doch der Optimismus, den Roland Kaiser hier an den Tag legt, passt zu einem Mann, der sein Leben lang auf der Sonnenseite stand — so heißt nicht zufällig auch seine Autobiografie. Ein neues Album ist bereits geplant, für 2027 eine große Tournee. Aufhören, sagt er, „ist für mich keine Option“.

Von: Anna-Lena Kramer bearbeitet mit KI

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