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Marius Borg Høiby: Diese Wendung sorgt für Aufsehen

13.07.2026, 14:44 Uhr

Marius Borg Høiby sitzt seit Februar in Untersuchungshaft – doch nach einer Anhörung in Oslo ändert sich für den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit nun einiges. Was das Gericht am Montag entschieden hat und warum ausgerechnet die Königsresidenz Skaugum dabei eine zentrale Rolle spielt.

Anhörung in Oslo: Das hat das Gericht entschieden

Am Montagmorgen erschien Marius Borg Høiby (29) erneut vor dem Bezirksgericht Oslo. Verhandelt wurde ein Antrag der Polizei auf Verlängerung seiner Untersuchungshaft. Die zuständige Richterin entschied: Høiby bleibt für weitere vier Wochen in U-Haft. Diese Zeit darf er allerdings nicht hinter Gittern, sondern mit einer elektronischen Fußfessel auf Skaugum verbringen – der Residenz seiner Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, und seines Stiefvaters, Kronprinz Haakon. Das berichtete zuerst die norwegische Zeitung „Dagbladet“.

Osloer Gerichtsgebäude, in dem der Prozess gegen Marius Borg Høiby stattfand
Blick auf das Osloer Gerichtsgebäude, in dem der Prozess gegen Marius Borg Høiby verhandelt wurde, Oslo, 03.02.2026. Foto: IMAGO / Anadolu (Eyad Al Zaro)

Für Høiby ist es das erste Mal, dass ihm eine solche Lockerung gewährt wird. Frühere Anträge auf Hausarrest waren sowohl vom Amtsgericht als auch vom Berufungsgericht und zuletzt vom Obersten Gerichtshof abgelehnt worden – die Begründung lautete stets, Flucht- und Wiederholungsgefahr seien zu groß.

„Er hatte zwar in erster Linie um seine Freilassung gebeten, ist aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Petar Sekulic, Verteidiger von Marius Borg Høiby

Warum Skaugum jetzt möglich wird

Høiby darf das Anwesen Skaugum, das rund 25 Kilometer nördlich von Oslo liegt, mit der Fußfessel nicht verlassen. Trotzdem bedeutet die Entscheidung für ihn ein Stück Normalität im privaten Rahmen: Er kann seine Mutter nun wieder zu Hause sehen. Kronprinzessin Mette-Marit erholt sich derzeit von einer Lungentransplantation, der sie sich Mitte Juni unterzogen hat. Laut seinem Verteidiger hatte Høiby bei der Anhörung betont, seine Mutter in dieser Zeit unterstützen zu wollen. Auch andere Familienmitglieder, darunter Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, sollen ihn während der Haft regelmäßig besucht haben.

Datum Ereignis
2. Februar 2026 Marius Borg Høiby wird in Untersuchungshaft genommen
Frühjahr 2026 Prozess vor dem Bezirksgericht Oslo
15. Juni 2026 Urteil: vier Jahre Haft wegen 34 Straftaten
13. Juli 2026 Anhörung: Fußfessel auf Skaugum statt Gefängnis genehmigt

Das Urteil vom Juni: Darum sitzt Høiby überhaupt in Haft

Im Juni war Marius Borg Høiby von einem Osloer Gericht wegen insgesamt 34 Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Dazu zählten zwei Vergewaltigungen sowie Misshandlung in einer nahen Beziehung gegenüber seiner Ex-Freundin Nora Haukland. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen. Zusätzlich wurde er zu Schadenersatzzahlungen an mehrere Betroffene verurteilt. Sowohl Høiby als auch die Staatsanwaltschaft haben gegen das Urteil Berufung eingelegt – rechtskräftig ist es damit noch nicht.

  • Høiby darf das Anwesen Skaugum mit Fußfessel nicht verlassen.
  • Frühere Anträge auf diese Regelung waren von drei Instanzen abgelehnt worden.
  • Die Staatsanwaltschaft kann gegen die aktuelle Entscheidung noch Berufung einlegen.
  • Weder das Strafurteil noch die Haftfrage sind derzeit rechtskräftig.

Wie geht es jetzt weiter?

Wann Marius Borg Høiby das Anwesen wieder verlassen darf oder wie es im Berufungsverfahren weitergeht, ist offen. Die Staatsanwaltschaft kann gegen die Entscheidung, ihn mit Fußfessel nach Skaugum zu lassen, noch Einspruch einlegen. Bis eine endgültige Entscheidung über sein Strafverfahren fällt, bleibt die Situation für die norwegische Königsfamilie damit angespannt – auch weil Mette-Marits Gesundheitszustand nach der Lungentransplantation weiterhin im Fokus steht.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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