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„Prominent getrennt“: RTL sorgt mit der Aktion für einen heftigen Eklat

26.06.2026, 08:17 Uhr

Ein Glaswurf, Schreien, Sekt ins Gesicht: Die neunte Folge von „Prominent getrennt“ war kaum in der RTL+-Mediathek, da verschwand sie wieder. Der Sender räumte einen Fehler ein – was hinter dem Wirbel steckt und was Fans zu sehen bekommen hätten.

Folge 9 verschwindet – und taucht kurz wieder auf

In der Nacht auf den 25. Juni 2026 stellte RTL+ die neunte Folge der Reality-Show „Prominent getrennt“ online. Am Morgen war sie plötzlich nicht mehr abrufbar. Kurz vor elf Uhr erschien die Episode nochmals in der Mediathek – um wenige Stunden später erneut zu verschwinden. Der Sender sprach zunächst nur von einer „falschen Version“.

RTL erklärte den Vorfall über den offiziellen Instagram-Account @prominentgetrennt.rtl:

„Es wurde leider die falsche Version von Folge 9 hochgeladen. Die korrekte Version inkl. Einordnung wird schnellstmöglich zur Verfügung gestellt.“

RTL, Statement via Instagram, 25. Juni 2026

Was zunächst nach einer technischen Panne klang, warf bei genauerem Hinsehen ernstere Fragen auf: In der ersten Fassung fehlte offenbar eine Triggerwarnung zu einer Eskalation zwischen den Ex-Partnern Aleks Petrovic und Vanessa Nwattu.

Was in der gelöschten Folge zu sehen war

Die „Zeit zu zweit“ zwischen Aleks Petrovic und Vanessa Nwattu ist in Staffel fünf das explosivste Kapitel des explosivsten Paares. Laut Berichten verschiedener Medien, die die Folge vorab sahen, entwickelte sich das Gespräch schnell zu einer lautstarken Auseinandersetzung mit schweren gegenseitigen Vorwürfen.

Als Vanessa erwähnte, sie habe beim zweiten Lagerfeuer von „Temptation Island VIP“ emotional mit der Beziehung abgeschlossen, rastete Aleks aus. Laut Berliner Kurier schlug er auf den Boden und schrie Vanessa an. Den Höhepunkt bildete ein Moment, der schon vor Monaten durch Vorab-Berichte kursierte: Aleks soll Vanessa Sekt ins Gesicht geschüttet und anschließend das Glas mit voller Wucht auf den Boden geschleudert haben. Vanessa reagierte sichtlich schockiert.

Kritik an RTLs Reaktion

Das Fehlen einer Triggerwarnung in der ursprünglich veröffentlichten Version stieß in der Community auf breite Kritik. Auch der Hinweis, den der offizielle Account nachträglich in einem Kommentar unter dem Folgen-Beitrag platzierte, reichte vielen Zuschauerinnen und Zuschauern nicht:

„Liebe Community, wenn ihr toxisches Verhalten kennt, gibt es Hilfe. Unter der kostenlosen Nummer 0800-116016 oder unter hilfetelefon.de findet ihr Menschen, mit denen ihr darüber sprechen könnt.“

Offizieller Instagram-Account @prominentgetrennt.rtl

Nutzerinnen und Nutzer kritisierten, dass diese Formulierung die Situation verharmlose. Eine Userin schrieb laut t-online: „‚Toxisches Verhalten‘ ist nett formuliert. 116 016 ist das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.“ Viele hätten sich gewünscht, dass ein entsprechender Warnhinweis von Anfang an Bestandteil der Folge gewesen wäre – eingebettet im Programm, nicht nachgeliefert in einer Kommentarspalte.

Wie geht es weiter?

Ob sich die korrigierte Fassung inhaltlich von der ersten Version unterscheidet – ob also Szenen herausgeschnitten wurden oder lediglich ein Warnhinweis ergänzt wird – war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht bestätigt. RTL hat Anfragen zu möglichen strafrechtlichen Ermittlungen rund um den Vorfall bislang nicht offiziell kommentiert.

Für Betroffene von häuslicher Gewalt oder toxischen Beziehungen ist das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen kostenlos erreichbar: 0800 111 6016, rund um die Uhr, anonym. Weitere Informationen unter hilfetelefon.de.

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