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GZSZ: Deepfakes gegen Alicia – Josefin Bressel findet klare Worte

14.10.2026, 16:07 Uhr

Bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ wird es ernst: Die RTL-Serie greift ein Thema auf, das viele Menschen aus dem echten Leben kennen – und das spätestens seit dem Fall Collien Fernandes für Schlagzeilen sorgt. Im Mittelpunkt steht Alicia. Ihre Darstellerin Josefin Bressel verrät, warum ihr die Geschichte so nahegeht.

GZSZ startet Storyline über digitale Gewalt

Für einen neuen Handlungsstrang arbeitet GZSZ mit der Menschenrechtsorganisation HateAid zusammen. Das hat die Produktionsfirma UFA Serial Drama in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, über die unter anderem t-online und Quotenmeter berichten. Es geht um sexualisierte Gewalt im Netz – und um Deepfakes.

Im Zentrum steht die Figur Alicia, gespielt von Josefin Bressel. Sie erlebt, wie Angriffe im digitalen Raum ihr Leben zunehmend beeinflussen. Der Strang beginnt mit Folge 8.633, die laut Quotenmeter am 13. Oktober 2026 bei RTL+ startete. Im linearen Fernsehen ist die Geschichte ab dem 20. Oktober bei RTL zu sehen. Erzählt wird sie über mehrere Wochen bis Ende November.

Ende Oktober wird es für Alicia richtig bitter

Ende Oktober spitzt sich die Lage zu. Jemand setzt Deepfakes gegen Alicia ein – also manipulierte Bilder und Videos. Laut t-online sollen sie ihren Ruf beschädigen und in ihr privates Umfeld eindringen.

GZSZ-Storyline Fakten
Figur Alicia (gespielt von Josefin Bressel)
Thema Digitale und sexualisierte Gewalt, Deepfakes
Start Folge 8.633
RTL+ bereits abrufbar
RTL ab 20. Oktober 2026
Laufzeit mehrere Wochen bis Ende November
Partner HateAid
Josefin Bressel im roten Outfit auf dem orangefarbenen Teppich der ABOUT YOU Opera in Berlin
Josefin Bressel bei der ABOUT YOU Opera Fashion Show im Admiralspalast, Berlin, 07.10.2026. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD (Frederik Kern)

Josefin Bressel kennt das Thema aus ihrem Umfeld

Für Josefin Bressel ist die Geschichte mehr als eine Rolle. Die Schauspielerin kennt die Folgen digitaler Grenzüberschreitungen nach eigenen Worten aus ihrem privaten Umfeld. In der Pressemitteilung, aus der Quotenmeter zitiert, sagt sie:

„Wenn Menschen online angegriffen, diffamiert oder sexualisiert werden, bleibt das nicht im Netz. Ich habe auch in meinem privaten Umfeld erlebt, wie sehr solche Erfahrungen verunsichern und belasten können. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene Unterstützung finden und dass ihr Umfeld zuhört, sie ernst nimmt und an ihrer Seite bleibt.“

Josefin Bressel, GZSZ-Darstellerin der Alicia

Auch die Produktion will mit der Geschichte wachrütteln. Katja Bäuerle, Produzentin bei UFA Serial Drama, erklärt: „Mit Alicias Geschichte möchten wir sichtbar machen, wie sehr digitale Gewalt das Leben von Betroffenen beeinflussen kann – und warum es so wichtig ist, hinzusehen und das Thema ernst zu nehmen.“

HateAid: „Digitale Gewalt beginnt oft dort, wo andere wegschauen“

HateAid wurde 2018 gegründet und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 9.000 Betroffene unterstützt. Geschäftsführerin Anna-Lena von Hodenberg findet deutliche Worte:

„Betroffene brauchen Unterstützung, Solidarität und vor allem die Gewissheit: Sie sind nicht schuld an der Gewalt, die ihnen widerfährt. Verantwortung tragen diejenigen, die angreifen – und die Plattformen, die solche Inhalte verbreiten.“

Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid

Begleitet wird die Storyline von einer gemeinsamen Awareness-Kampagne von GZSZ, RTL, UFA Serial Drama und HateAid. Dazu gehören laut Quotenmeter:

  • Informationen rund um digitale Gewalt
  • Interviews
  • Social-Media-Inhalte
  • konkrete Hinweise auf Unterstützungsangebote für Betroffene

Außerdem veröffentlichen GZSZ und HateAid einen gemeinsamen Leitfaden mit Informationen und Hilfsangeboten. Weitere Anlaufstellen finden Betroffene auf hateaid.org.

Moderatorin Collien Fernandes beim Seriencamp Festival in Köln
Collien Fernandes beim Seriencamp Festival, Köln, 08.06.2026. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Warum das Thema gerade jetzt so aktuell ist

Dass GZSZ die Geschichte gerade jetzt erzählt, passt in die Debatte: Durch den Fall Collien Fernandes gegen Christian Ulmen ist digitale Gewalt in Deutschland stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, wie auch t-online schreibt. Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, unter anderem geht es um Fake-Profile in ihrem Namen. Eine gerichtliche Klärung steht aus, für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Wie Fans auf die neue Storyline reagieren, zeigt sich spätestens ab dem 20. Oktober bei RTL. Zuletzt hatte GZSZ bereits mit dem Ausstieg einer beliebten Darstellerin für Gesprächsstoff gesorgt. Und auch bei anderen RTL-Formaten ist der Umgang mit Künstlicher Intelligenz längst Thema – etwa bei der KI-Klausel in den „Let’s Dance“-Verträgen.

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