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Udo Jürgens: Diese News aus Kärnten rührt seine Kinder

28.07.2026, 15:19 Uhr

Fast zwölf Jahre nach seinem Tod bekommt Udo Jürgens einen ganz besonderen Ort in seiner Heimat: In Klagenfurt entsteht ihm zu Ehren ein eigenes Museum. Seine Kinder Jenny und John Jürgens haben dafür persönliche Erinnerungsstücke aus dem Nachlass zur Verfügung gestellt – und sprechen offen darüber, wie viel ihnen dieses Projekt bedeutet.

Ein Museum für den „Getriebenen“

Udo Jürgens, bürgerlich Jürgen Udo Bockelmann, wurde 1934 in Klagenfurt geboren und zählt mit über 1.000 komponierten Liedern und mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Solokünstlern überhaupt. 1966 gewann er mit „Merci, Chérie“ den Eurovision Song Contest, seine Karriere erstreckte sich über 57 Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 2014. Seiner Geburtsstadt und dem Wörthersee blieb er zeitlebens eng verbunden – und genau dort soll nun ein bleibender Ort der Erinnerung entstehen.

„Papa kommt nach Hause“

Im kärnten.museum in Klagenfurt, dem Landesmuseum für Kärnten, wird auf rund 400 Quadratmetern im zweiten Stock ein eigenes „Museum im Museum“ eingerichtet. Die Idee dazu stammt von Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch, der gemeinsam mit Jenny und John Jürgens sowie Landeshauptmann Peter Kaiser die offizielle Kooperationsvereinbarung unterzeichnete. Als erstes Ausstellungsstück übergab die Familie bereits die Siegesmedaille des Eurovision Song Contest 1966.

„Papa kommt nach Hause.“

John Jürgens bei der Pressekonferenz zur neuen Dauerausstellung

Auch seine Tochter Jenny zeigt sich bewegt von dem Projekt: „Wir sind glücklich, dass sich unser lang gehegter Traum nun erfüllt. Unser Vater hatte sich das gewünscht, nicht aus Eitelkeit, sondern als Zeichen seiner Dankbarkeit gegenüber seinen Fans.“

Porträt von Udo Jürgens bei der Versteigerung seines Nachlasses
Das Konterfei der Schlagerlegende Udo Jürgens in der Eingangshalle des Auktionshauses Sotheby’s anlässlich der Versteigerung seines Nachlasses, Köln, 16.01.2025. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Diese Erinnerungsstücke sollen folgen

Neben der Eurovision-Medaille kündigte die Familie weitere bedeutende Objekte aus dem Nachlass als Dauerleihgabe an:

  • sein Motorboot „Merci, Chérie“
  • ein Glasflügel der Marke Schimmel
  • der Bambi für sein Lebenswerk
  • mehrere goldene Schallplatten
  • weitere persönliche Gegenstände aus seinem künstlerischen und privaten Leben
Symbolbild: Flügel am Wörthersee bei Sonnenuntergang
Der Wörthersee und seine musikalischen Anfänge dort sollen im neuen Museum einen zentralen Platz einnehmen. Symbolbild · Grafik: Schlagerplanet

Die wichtigsten Fakten zum Museum im Überblick

Detail Angabe
Name „UDO JÜRGENS im kärnten.museum“
Standort kärnten.museum, Klagenfurt, 2. Stock
Ausstellungsfläche ca. 400 m²
Eröffnung Frühsommer / Mai 2027
Kosten laut Landeshauptmann Peter Kaiser knapp unter 1 Million Euro
Kooperation Jenny und John Jürgens, Direktor Wolfgang Muchitsch, Land Kärnten

Warum die Eröffnung erst 2027 stattfindet

Bauliche Investitionen sind für das Projekt nicht nötig, da das kärnten.museum erst kürzlich generalsaniert wurde. Bis zur Eröffnung müssen aber noch das inhaltliche Konzept erarbeitet, zentrale Objekte ausgewählt und ein Wettbewerb für die Ausstellungsgestaltung ausgerichtet werden. Für Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch ist es zugleich ein besonderes Projekt: Es soll sein letztes großes Vorhaben sein, bevor er 2027 in den Ruhestand geht. Er erhofft sich durch die neue Dauerausstellung eine Verdopplung der jährlichen Besucherzahlen auf rund 100.000.

Finanziert wird das Museum vom Land Kärnten sowie unter anderem von der Tourismusregion Klagenfurt am Wörthersee. Inhaltlich soll die Ausstellung laut den Verantwortlichen die Geschichte seiner Familie in Kärnten, seine Kindheit und Jugend, die musikalischen Anfänge am Wörthersee, sein Lebenswerk sowie seine internationale Karriere zeigen – ebenso wie seine gesellschaftlichen Anliegen und persönlichen Facetten. Ab Frühsommer 2027 soll Udo Jürgens damit endgültig in seiner Heimatstadt Klagenfurt „angekommen“ sein.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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