Schlagersänger Axel Fischer hat sich erstmals ausführlich über eine schwere Erkrankung geöffnet, die ihn im vergangenen Jahr aus dem Rampenlicht riss. In einem Interview mit Schlager.de schilderte der Sänger, wie ihn Herzrhythmusstörungen, ein Schlaganfall, ein Milzinfarkt und eine Sepsis in Lebensgefahr brachten.
Urlaub auf Mallorca als Auslöser
Alles begann während eines Familienurlaubs auf Mallorca. Fischer beschreibt, wie er mitten in der Nacht plötzlich körperliche Warnsignale spürte: „Ich hatte Atemnot und hatte so 160 Schläge pro Minute. Das ist sehr hoch und das mitten in der Nacht, wo der Puls eigentlich sehr ruhig sein sollte.“ Zunächst wartete er die Rückreise ab und suchte erst danach eine Notaufnahme in Lübeck auf. „Ich hatte Verdacht auf Vorhofflimmern, aber da das nicht akut ist, habe ich dann gewartet, bis wir wieder zu Hause waren“, so Fischer.
Operation mit lebensbedrohlichen Komplikationen
In der Notaufnahme bestätigte sich der Ernst der Lage. Fischer musste operiert werden — doch der Eingriff verlief nicht komplikationslos. „Die Blutung war schwer zu stoppen“, erinnert er sich. In diesem Moment wurde ihm bewusst, wie gefährlich die Situation wirklich war:
„Das hat mir die Augen geöffnet und mir bewusst gemacht, wie sehr man das Leben schätzen sollte. Ich habe schon meine Frau mit den Kindern allein zu Hause gesehen. Man muss sich immer bewusst sein, dass bei solchen Eingriffen immer etwas passieren kann.“
Axel Fischer im Interview mit Schlager.de
Eine Diagnose folgte der nächsten
Nach der Operation folgte eine erschreckende Serie weiterer Diagnosen, die Fischer in rascher Abfolge trafen:
| Zeitraum | Diagnose |
|---|---|
| Während Mallorca-Urlaub | Starke Herzrhythmusstörungen, Verdacht auf Vorhofflimmern |
| Nach Rückkehr nach Deutschland | Operation in Lübeck mit schwer zu stoppender Blutung |
| Zwei Wochen nach der OP | Schlaganfall festgestellt |
| Weitere zwei Wochen später | Milzinfarkt |
| Kurz darauf | Sepsis (Bakterien im Blut) |
Die genaue Ursache der Herzrhythmusstörungen ist laut Fischer bis heute nicht eindeutig geklärt — obwohl er nach eigenen Angaben einen gesunden Lebensstil führt: Er rauche nicht, trinke keinen Alkohol und treibe regelmäßig Sport.
Ambulante Therapie — um bei der Familie zu bleiben
Anstatt einen langen stationären Aufenthalt zu absolvieren, entschied Fischer sich für eine ambulante Therapie mit Katheter, um bei seiner Frau und seinen Kindern zu bleiben. Die Wochen der Behandlung waren zermürbend: „Ich musste mir dann selbst dreimal am Tag Medikamente einspritzen. Ich war so kaputt, dass ich teilweise im Wohnzimmer auf dem Boden lag, weil ich nicht mehr konnte.“ Die Behandlung zog sich über mehrere Wochen hin.
Gesundheit verbessert — Rückkehr auf die Bühne geplant
Inzwischen hat sich Axel Fischers Zustand nach eigenen Angaben deutlich gebessert. Der Sänger nimmt weiterhin Blutverdünner und lässt sich regelmäßig untersuchen. „Der Körper braucht Zeit, um sich von so etwas zu erholen. Ich habe gelernt, die Zeichen des Körpers ernst zu nehmen“, erklärte Fischer. Für das Jahr 2026 plant er die Rückkehr auf die Konzertbühne — sein Comeback nach einer langen, kräftezehrenden Auszeit.