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Guido Cantz packt aus: Diese Mross-Szene war kein Spaß

04.08.2026, 10:12 Uhr

Es ist einer der denkwürdigsten Momente in der Geschichte von „Immer wieder sonntags“ – und ausgerechnet jetzt, in der allerletzten Staffel der ARD-Show, wird wieder darüber gesprochen. Guido Cantz musste einst spontan einspringen, weil sein Kollege Stefan Mross vor laufender Kamera zusammenbrach. Was viele bis heute für einen kuriosen Gag halten, war in Wirklichkeit ein handfester medizinischer Notfall.

Der Moment, der alles veränderte: Der Scoville-Test bei „Immer wieder sonntags“

Es war der 10. August 2014, als Stefan Mross bei einer Live-Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ an einem sogenannten Scoville-Test teilnahm: Fünf unterschiedlich scharfe Chili-Saucen sollten getestet werden, jede schärfer als die vorherige. Nach der vierten Sauce griff Mross auch noch zur schärfsten Variante – mit dramatischen Folgen. Sein Gesicht verzerrte sich, er bekam kaum noch Luft und brach kurz darauf hinter der Bühne zusammen.

Berichten des „Spiegel“ zufolge geriet Mross‘ Kreislauf danach völlig außer Kontrolle: Sein Blutdruck ließ sich selbst mit Spritzen zunächst nicht regulieren, er musste sich hinter der Bühne übergeben und war zeitweise nicht ansprechbar.

Guido Cantz übernimmt: „Ich dachte, die wollen mir einen Streich spielen“

Weil Mross die Sendung nicht zu Ende moderieren konnte, sprang Kollege Guido Cantz ein, der an diesem Tag eigentlich nur zu Gast war. Wie ernst die Lage wirklich war, wurde ihm zunächst gar nicht bewusst, wie er später dem Kölner „Express“ erzählte.

„Da dachte ich, die wollen mir nun einen Streich spielen.“

Guido Cantz gegenüber dem „Express“

Erst als er Mross hinter der Bühne liegen sah, wurde Cantz klar, dass es sich um keinen Scherz handelte. Er übernahm die verbleibenden rund 15 Minuten der Live-Sendung – ohne Vorbereitung, aber routiniert genug, um das Publikum durch das Sendungsende zu bringen.

Entertainer Guido Cantz bei der Festsitzung zur Verleihung des Orden wider den tierischen Ernst des Aachener Karnevalsvereins AKV im Eurogress. Aachen. Foto:
IMAGO / Panama Pictures

Wie es Stefan Mross nach dem Zusammenbruch wirklich ging

Mross wurde nach der Sendung ins Krankenhaus gebracht. Dort meldete er sich noch am selben Abend selbst zu Wort und gab Entwarnung – wenn auch mit deutlichen Worten zu dem, was er durchgemacht hatte.

„Mir geht es schon besser! Mein Kreislauf fuhr Achterbahn. Das war nicht vorherzusehen, sonst haut mich nichts so schnell um.“

Stefan Mross nach seinem Klinikaufenthalt

Auch im Rückblick machte Mross deutlich, dass an dem Vorfall nichts lustig war: „Die Leute denken, das war lustig. War es aber nicht“, sagte er später in einem Interview. Erst mit einigem zeitlichen Abstand habe er selbst wieder darüber schmunzeln können.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Frage Antwort
Datum des Vorfalls 10. August 2014
Sendung „Immer wieder sonntags“ (ARD/SWR)
Auslöser Scoville-Test mit extrem scharfer Chilisauce
Symptome Atemnot, Kreislaufkollaps, Übelkeit
Ersatzmoderator Guido Cantz (letzte rund 15 Minuten)
Verlauf Mross kam ins Krankenhaus, meldete sich noch am selben Abend zu Wort

Warum die Geschichte gerade jetzt wieder Thema ist

Dass ausgerechnet jetzt wieder über den Vorfall gesprochen wird, hat einen aktuellen Anlass: 2026 läuft die letzte Staffel von „Immer wieder sonntags“ – nach mehr als 30 Jahren und über 370 Folgen endet die Sendung damit endgültig. Der SWR, der die Show fürs Erste produziert, hatte die Einstellung bereits im März 2026 angekündigt und mit Sparmaßnahmen begründet. Die finale Staffel umfasst 13 Live-Sendungen vom 31. Mai bis zum 6. September 2026, ergänzt um eine Best-of-Ausgabe am 13. September.

Mross selbst zeigte sich zuletzt gelassen und stolz auf die Erfolgsgeschichte der Sendung:

„Wenn die Leute abschalten würden, würde ich denken, da habe ich was falsch gemacht. Aber die Leute hängen dran und von den Quoten her ist es eine der erfolgreichsten Shows im Marktanteil.“

Stefan Mross über das Ende von „Immer wieder sonntags“

Kein Wunder also, dass Fans und Medien in dieser Abschiedssaison die größten und kuriosesten Momente der Show noch einmal aufleben lassen – und der Chili-Kollaps von 2014 gehört für viele Zuschauer bis heute zu den unvergesslichsten Szenen der Sendungsgeschichte.

  • März 2026: Der SWR verkündet das Ende von „Immer wieder sonntags“ nach über 30 Jahren.
  • 31. Mai bis 6. September 2026: 13 Live-Sendungen der letzten Staffel im Europa-Park Rust.
  • 13. September 2026: Abschließende Best-of-Ausgabe der Sendung.
Stefan Mross moderiert Immer wieder sonntags im Sommer 2026
Stefan Mross bei „Immer wieder sonntags“, Europa-Park Rust, 05.07.2026. Foto: IMAGO / Future Image (Agentur Wehnert / M. Gränzdörfer)

Zwölf Jahre nach dem Schreck-Moment sind sich Cantz und Mross einig: Was damals kein Spaß war, gehört heute zu den Geschichten, über die beide gemeinsam lachen können – und die in der letzten Staffel der Sendung noch einmal für Gesprächsstoff sorgen.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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