Sie wurde durch einen einzigen Satz unsterblich: Regina Zindler, die Frau hinter dem Kult-Wort „Maschendrahtzaun“, ist tot. Die 78-Jährige verstarb am 5. Mai 2026 in ihrer Heimat Zwickau an Krebs. Ihr letzter Wunsch: eine anonyme Beisetzung im Gemeinschaftsgrab.
Wie Bild berichtet, wurde Regina Zindler bereits am vergangenen Freitag in einer Urne auf dem Hauptfriedhof in Zwickau beigesetzt — anonym und im Stillen, so wie es sie selbst gewünscht hatte. Bis zuletzt war ihr Mann an ihrer Seite und pflegte sie aufopferungsvoll zu Hause. Anfang Mai hatte er gegenüber dem Magazin offen gesprochen:
„Meine Frau liegt im Sterben. Sie hat Krebs im Endstadium.“
Reginas Ehemann gegenüber Bild, Anfang Mai 2026
Die Ärzte hatten Regina zu diesem Zeitpunkt noch maximal vier bis acht Wochen gegeben. Letztendlich verstarb sie rund eine Woche nach dem Besuch. An welcher Art von Krebs sie litt, ist nicht bekannt.
Wie alles begann: Ein Nachbarschaftsstreit und ein Satz für die Ewigkeit
Der Name Regina Zindler ist untrennbar mit einem der kuriosesten Kapitel der deutschen Fernsehgeschichte verbunden. Im Jahr 1999 trat die gebürtige Sächsin in einer Gerichtssendung mit Barbara Salesch (76) auf — gemeinsam mit ihrem Nachbarn Gerd Trommer. Thema: Dessen Knallerbsenstrauch wuchs zu nah an Reginas Zaun heran. Was harmlos klingt, wurde durch Reginas unverwechselbaren sächsischen Dialekt zur Legende: Ihre Aussprache des Wortes „Maschendrahtzaun“ verbreitete sich wie ein Lauffeuer.
Es war Stefan Raab (59), der den Moment erkannte und daraus einen Popsong machte. Der Track „Maschendrahtzaun“ kletterte in die deutschen Charts — und hielt sich dort sechs Wochen lang auf Platz eins. Eine für damalige Verhältnisse bemerkenswerte Leistung.
Ruhm als Last: Fans stahlen den echten Zaun
Doch der Rummel brachte Regina Zindler wenig Freude. Fans belagerten ihr Grundstück in Zwickau, stahlen Teile des originalen Maschendrahtzauns, beschädigten ihr Haus. Sie und ihr Mann sahen sich schließlich gezwungen, vorübergehend in eine Plattenbauwohnung nach Berlin zu ziehen.
Dem Initiator des Hypes — Stefan Raab — trug sie den Trubel am Ende nicht nach. In einem Interview aus dem Jahr 2014 erklärte sie versöhnlich:
„Auf den Herrn Raab bin ich nicht mehr böse. Der hat ja nur sein Lied gemacht. Ich habe damals mein Einverständnis gegeben.“
Regina Zindler, 2014
Steckbrief: Regina Zindler
| Info | |
|---|---|
| Gestorben | 5. Mai 2026 in Zwickau |
| Alter | 78 Jahre |
| Todesursache | Krebs im Endstadium |
| Herkunft | Zwickau, Sachsen |
| Bekannt durch | „Maschendrahtzaun“ (TV Total / Stefan Raab, 1999) |
| Chart-Erfolg | 6 Wochen auf Platz 1 der deutschen Charts |
| Beisetzung | Anonymes Gemeinschaftsgrab, Hauptfriedhof Zwickau |
Regina Zindler wollte keine große Bühne — und bekam dennoch eine. Dass sie den unerwarteten Ruhm am Ende mit Würde und Humor trug, macht ihre Geschichte zu einer besonderen. Die Redaktion von Schlagerplanet.com spricht ihrer Familie ihr aufrichtiges Beileid aus.