Spektakuläre Bühnenshow in Wien – doch trotz großer Erwartungen reichte es für Deutschland am Ende nur für Platz 23.
Ende Februar wurde offiziell bekannt gegeben, dass Sarah Engels Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 vertreten wird. Drei Monate später war es nun so weit: In Wien stand die Sängerin am Samstagabend auf der größten Musikbühne Europas.
Der Wettbewerb fand in der Wiener Stadthalle statt und zog erneut Millionen Zuschauer weltweit vor die Fernseher. Kurz nach 21 Uhr eröffnete Vorjahressieger JJ die Show, bevor die diesjährigen Teilnehmer vorgestellt wurden. Moderiert wurde der Abend von Michael Ostrowski und Victoria Swarovski.
Nur wenige Minuten nach Beginn der Liveshow stand Sarah Engels bereits auf der Bühne und performte ihren Song Fire.
Im Vorfeld erklärte sie selbstbewusst: „Es sind nur drei Minuten, um das Beste von mir zu zeigen.“ Gleichzeitig machte sie deutlich, wie groß der Druck sei: „Ich bin eine Frau, die sich traut, sich dem Ganzen zu stellen.“
Ihr Auftritt begann in einem weißen Kleid und braunen Stiefeln. Mitten in der Performance wechselte sie jedoch in einen auffälligen Glitzerbody – und sorgte mit einem spektakulären Sprung von einer etwa zwei Meter hohen Box direkt in die Arme ihrer Tänzerinnen für Jubel in der Halle.

Fans feiern Deutschlands Auftritt
Vor allem die energiegeladene Inszenierung kam bei vielen Zuschauern hervorragend an.
In sozialen Netzwerken häuften sich begeisterte Kommentare wie: „Das war die beste Deutschland-Performance der letzten zehn Jahre“ oder „Seit Lena endlich mal wieder eine ebenbürtige und ernst zu nehmende Vertretung für Deutschland!“
Ein anderer Nutzer schrieb begeistert: „Deutschland 12 Punkte!“
Auch der Glamour-Faktor kam offenbar gut an: „Liebe diese Diva aus Deutschland.“

Doch es gibt auch heftige Kritik
Neben viel Lob musste Sarah Engels jedoch auch deutliche Kritik einstecken. Besonders ihre Gesangsleistung wurde von einigen Zuschauern infrage gestellt.
Ein Kommentar lautete: „Deutschland war gar nicht mal so gut.“
Andere wurden noch deutlicher: „Es tut mir leid, aber Deutschland war stimmlich schlimmer als Zypern.“
Auch diese Einschätzung war vielfach zu lesen: „Leider wirkt Engels‘ Stimme etwas indisponiert. Schwache Vocalperformance und der Song ist eh etwas flach.“
Am Ende reichte es für Deutschland nur für Platz 23 von insgesamt 25 Ländern. Damit blieb der große Erfolg erneut aus.
Ein möglicher Grund könnte auch die ungünstige Startposition gewesen sein. Sarah Engels trat bereits als zweiter Act des Abends auf – unter ESC-Fans bekannt als sogenannter „Death Spot“.
Denn in der 70-jährigen Geschichte des Wettbewerbs konnte bislang noch kein Teilnehmer gewinnen, der an zweiter Stelle performte. Spätere Auftritte bleiben vielen Zuschauern offenbar stärker im Gedächtnis und gelten deshalb oft als Vorteil beim Voting.
Trotz des enttäuschenden Ergebnisses sorgte Sarah Engels mit ihrer Performance für Gesprächsstoff. Während einige Fans ihren Auftritt als starkes Zeichen für Deutschland feierten, kritisierten andere vor allem die stimmliche Leistung.
Fest steht jedoch: Kaum ein deutscher ESC-Beitrag der letzten Jahre hat die Zuschauer so sehr polarisiert wie Sarah Engels mit „Fire“.