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Finnland darf ESC-Regel brechen – Fans diskutieren heftig

08.05.2026, 14:08 Uhr

ESC sorgt für Wirbel: Linda Lampenius darf Geige live spielen

Beim Eurovision Song Contest gilt seit Jahren ein klares Prinzip: Instrumente dürfen auf der Bühne nicht live gespielt werden, lediglich der Gesang muss live sein. Genau diese Regel wird nun erstmals für die finnische Geigerin Linda Lampenius gelockert.

Gemeinsam mit Sänger Pete Parkkonen darf sie ihre Geige tatsächlich live auf der ESC-Bühne spielen – eine Entscheidung, die aktuell für große Diskussionen unter Fans sorgt.

Wie das Portal „ESC kompakt“ berichtet, hatte der finnische Rundfunksender YLE bereits im März bei der European Broadcasting Union (EBU) eine Sondergenehmigung beantragt.

IMAGO / ZUMA Press

Linda Lampenius schreibt ESC-Geschichte

Inzwischen ist die Entscheidung offiziell bestätigt: Linda Lampenius darf ihre Geige während des Wettbewerbs live spielen.

Damit sorgt die Musikerin für eine echte Besonderheit in der Geschichte des Eurovision Song Contest. Denn normalerweise laufen sämtliche Instrumentalparts beim ESC als Playback ab.

Für viele Fans bedeutet die Ausnahme einen Schritt hin zu mehr Authentizität und echter Live-Musik auf der Bühne.

„Die Violine ist meine Stimme“

Linda Lampenius und Pete Parkkonen machten die Neuigkeit selbst auf Instagram öffentlich. Dort erklärten sie, wie viel Arbeit hinter der Sondergenehmigung steckt.

Das Duo schrieb, man sei nach „unzähligen Proben, Versuchen und Diskussionen“ stolz darauf, dass Linda die violinbegleiteten Parts beim Eurovision Song Contest live spielen dürfe.

Besonders emotional wurde es bei der Beschreibung ihrer Geige. Diese sei an diesem besonderen Abend ihre „Stimme“.

Warum die European Broadcasting Union der Sonderregel zugestimmt hat, wurde bislang nicht offiziell erläutert.

Fest steht jedoch: Finnland zählt laut aktuellen Wettprognosen zu den großen Favoriten auf den ESC-Sieg. Genau deshalb vermuten einige Fans nun eine Bevorzugung des finnischen Acts.

Fans diskutieren über Fairness

Unter dem Instagram-Beitrag häufen sich inzwischen tausende Reaktionen. Viele Nutzer feiern die Entscheidung und freuen sich darauf, die Geige live zu hören.

Zahlreiche Fans kommentieren begeistert mit Herz-Emojis und loben die besondere Atmosphäre, die ein echtes Live-Instrument auf der ESC-Bühne schaffen könne.

Doch nicht alle sehen die Ausnahme positiv. Kritische Stimmen werfen dem Wettbewerb mangelnde Fairness vor.

Ein Nutzer schrieb verärgert:

IMAGO / TT

„Der Wettbewerb ist nicht fair. Andere dürfen es nicht. Weil sie eine Favoritin ist, lassen sie sie live performen.“

Auch andere ESC-Fans äußern die Sorge, dass Finnland dadurch einen Vorteil gegenüber den übrigen Teilnehmern erhalten könnte.

Komplett neu ist ein Live-Instrument beim Eurovision Song Contest allerdings nicht. Bereits 2025 hatte der italienische Künstler Lucio Corsi kurzzeitig eine Mundharmonika live auf der Bühne gespielt.

Allerdings war dieser Moment deutlich kleiner inszeniert und wurde im Vorfeld kaum thematisiert.

Der umfassende Live-Auftritt von Linda Lampenius mit ihrer Geige gilt deshalb dennoch als außergewöhnlicher Schritt in der ESC-Geschichte.

Während der Eurovision Song Contest immer neue Wege ausprobiert, sehen manche ehemalige ESC-Stars die Entwicklung kritisch.

So äußerte sich auch Sängerin Nicole, die 1982 für Deutschland den Wettbewerb gewann, zuletzt skeptisch über die heutige Ausrichtung des ESC. Für sie sei die Show inzwischen „nur noch laut und schrill.”

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