Nach Hass-Welle beim ESC: Sarah Engels meldet sich zu Wort

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Sarah Engels will für Deutschland zum Eurovision Song Contest – doch noch bevor sie eine Note live gesungen hat, schlägt ihr im Netz eine Welle von Spott und Häme entgegen. Wie reagiert die 33-Jährige auf den ESC-Hass?

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Kritik, bevor überhaupt ein Ton erklingt

Image: IMAGO / Oliver Langel
Image: IMAGO / Oliver Langel

Noch bevor Sarah Engels auch nur eine einzige Note live gesungen hat, scheint das Urteil mancher ESC-Fans bereits gefällt. In den sozialen Netzwerken häufen sich Kommentare, die ihr schon jetzt einen „letzten Platz“ prophezeien. Für die 33-Jährige ist das kein neues Gefühl. Seit ihrer offiziellen Bestätigung als Kandidatin für den deutschen ESC-Vorentscheid am 28. Februar schlägt ihr eine Welle aus Skepsis und Spott entgegen. Doch Engels begegnet dieser Stimmung bemerkenswert ruhig. In einem aktuellen Interview mit dem Sender RTL macht sie deutlich, dass sie sich davon nicht einschüchtern lässt. Statt sich zu rechtfertigen, setzt sie auf Gelassenheit – und auf die Überzeugung, dass nicht jede Meinung Gewicht haben muss.

Ein dickes Fell aus Erfahrung

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Rückblickend überrascht ihre Haltung kaum. „Egal, was ich in meiner Karriere schon gemacht habe, es gab immer Menschen, die waren dafür und Menschen, die waren dagegen“, sagt Engels offen. Diese jahrelange Erfahrung habe sie geprägt und widerstandsfähiger gemacht. „Zum einen habe ich mir irgendwann ein dickes Fell angeeignet. Und zum anderen bin ich mittlerweile eine erwachsene Frau, die damit umgehen kann.“ Worte, die zeigen, wie sehr sich ihr Blick auf Kritik verändert hat. Statt sich zu verunsichern, sieht sie Ablehnung heute als festen Bestandteil des öffentlichen Lebens. Für Engels ist der ESC daher kein Risiko, sondern eine bewusste Entscheidung – getragen von Selbstvertrauen und der Bereitschaft, sich erneut angreifbar zu machen.

Keine Angst um das eigene Image

Image: IMAGO / Gartner
Image: IMAGO / Gartner

Die Sorge, ihr Ruf könnte durch die ESC-Teilnahme Schaden nehmen, wischt die Sängerin entschieden beiseite. „Es muss nicht immer jeder alles gut finden, was ich mache. Aber für mich wäre es einfach eine ganz große Ehre, Deutschland zu vertreten.“ Der Song „Fire“ sei dabei kein Zufallsprodukt. Schon während des Schreibens habe sich das Gefühl eingestellt, dass er perfekt zum Wettbewerb passen könnte. „Da ist uns direkt aufgefallen, dass es ein ESC-Song werden könnte“, verrät sie. Tatsächlich spielte Engels bereits im Jahr zuvor mit dem Gedanken, anzutreten. Damals fehlte jedoch das entscheidende Puzzlestück. „Da hatten wir aber nicht den passenden Song“, erklärt sie rückblickend.

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Eine Botschaft, die unter die Haut geht

Image: IMAGO / pictureteam
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Mit „Fire“ verfolgt Sarah Engels eine klare Mission. Der Song richtet sich vor allem an Frauen und transportiert eine starke Botschaft: „Dass man an sich glauben soll, dass man an seinen Träumen festhält.“ Es gehe darum, sich aus toxischen Situationen zu lösen und den eigenen Wert nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei bleibt der Titel nicht abstrakt, sondern zutiefst persönlich. „Ich erzähle da auch schon wirklich sehr viel von mir und von meinem Leben“, gibt sie zu. Gerade diese Offenheit macht den Song für sie so bedeutend. Es ist weniger ein Wettbewerbsbeitrag als vielmehr ein emotionales Statement – und genau darin sieht Engels seine Stärke.

Erfolg jenseits von Punkten und Platzierungen

Image: IMAGO / imagebroker
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Ob sie gewinnt oder verliert, ist für Engels zweitrangig. Ihr persönlicher Maßstab ist ein anderer. „Es wäre ein riesengroßer Erfolg, wenn ich es schaffe, nur einer einzigen Frau Mut zu machen und zu sagen: Hey, komm, steh auf, Krone richten und weiter geht’s.“ Rückhalt erhält sie dabei vor allem aus der eigenen Familie. Zwar habe es unterschiedliche Meinungen zur ESC-Teilnahme gegeben, doch der Zusammenhalt sei ungebrochen. „Im Großen und Ganzen steht meine Familie immer hinter mir“, betont sie. Besonders stolz sei ihre Mutter gewesen, als sie von der Bewerbung erfuhr – ein Moment, der Engels viel bedeutete.

Die wichtigsten Fans stehen zu Hause

Image: IMAGO / HMB-Media
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Ganz besonderen Support bekommt Sarah Engels jedoch von ihren Kindern. Sohn Alessio (10) aus der Ehe mit Pietro Lombardi und Tochter Solea (4) aus der Beziehung mit Ex-Fußballer Julian Engels sind ihre größten Fans. „Die tanzen und singen und sind sowieso Mamas größte Fans“, erzählt sie strahlend. „Und das ist auch eigentlich der schönste Support, den man haben kann.

Der ESC-Vorentscheid wird am 28. Februar um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Moderiert wird der Abend von Barbara Schöneberger, unterstützt von Hazel Brugger. Wer Deutschland schließlich am 16. Mai beim Finale in Wien vertritt, entscheidet sich erst dann. Für Sarah Engels aber steht eines schon jetzt fest: Sie hat nichts zu verlieren – und viel zu sagen.

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