Was macht eine Ersatzkandidatin, wenn der große Moment vielleicht nie kommt? Jasmin Herren erinnert sich an ihren nervenaufreibenden Dschungel-Einsatz 2022 – und richtet sich heute mit eindringlichen Worten an die Nachrücker von 2026.
Der lange Schatten des Camps

2026 steht das RTL-Abenteuer wieder vor der Tür, doch hinter den Kameras warten schon jetzt Promis, die nur dann ins Geschehen eingreifen dürfen, wenn jemand anderes aufgibt. Einer dieser Warte-Stars war vor vier Jahren Jasmin Herren. Die Witwe von Willi Herren sitzt heute wieder in Köln, doch die Erinnerungen an ihren Reisekoffer, der wochenlang unberührt blieb, sind so frisch wie damals der südafrikanische Sommer.
Wer glaubt, die Ersatzrolle sei ein gemütlicher Kurzurlaub, täuscht sich – das macht Jasmin unmissverständlich klar. Warum sie trotzdem zusagte und welche Höllenqualen die Ungewissheit auslöste, verraten wir gleich. Lass uns vorher einen Blick auf den Moment werfen, in dem alles begann …
Eine Reise ohne Garantie

Anfang 2022 schickte RTL seine Ersatzkandidaten bereits zwei Wochen vor Show-Start in ein abgeschottetes Resort. Dort stand Jasmin morgens mit den Hauptcampern auf, absolvierte PCR-Tests, unterschrieb Tonnen von Vertraulichkeitsklauseln – doch niemand versprach ihr einen Platz am Lagerfeuer. Jeden Tag musste sie damit rechnen, abends wieder in den Flieger nach Hause gesetzt zu werden.
Das ewige Warten wurde zum Psycho-Spiel: Kein Handy, keine Außenwelt, nur das Summen der Klimaanlage und die ständigen Gedanken, was passiert, wenn plötzlich ihr Name fällt. Doch wie überlebt man dieses Kopfkino? Bleib dran, denn erst gleich lüften wir ihr persönliches Survival-Rezept.
Isolation im Luxuskäfig

Mitten in der südafrikanischen Einsamkeit durfte Jasmin das Areal nicht verlassen. Ein Security begleitete sie selbst auf dem zehn Meter langen Weg zum Fitnessraum, schließlich durfte niemand merken, dass noch ein Ersatzpromi in der Hinterhand war. „Du bist ständig bereit – aber für was genau?“, erzählt Jasmin heute.
Der Druck wuchs, als ein Kandidat plötzlich Fieber bekam. Koffer packen, Abflug zum Camp? Fünf Stunden später Entwarnung – Fehlalarm. So tickt die Uhr dort: immer laut, immer unbarmherzig. Doch was half ihr, nicht durchzudrehen? Jetzt kommt endlich das, worauf alle warten …
Jasmins Überlebensformel

Erst als der Kopf fast platzte, stellte sie ein strenges Ritual auf: Mini-Workouts im Zimmer, Tagebuchschreiben für jedes Stimmungstief und meditative Atemübungen nach YouTube-Audiospuren, die sie vor Abreise heruntergeladen hatte. Dazu micro-Ziele: drei Seiten Lesen, zwanzig Kniebeugen, zehn Minuten Tanzen.
Das zweite Geheimnis: Freundschaften mit den „Runnern“ – den unsichtbaren Teammitarbeitern, die Essen bringen oder Mikrofone checken. „Ein kurzes Lächeln von ihnen und du weißt: Ich existiere noch.“ Mit diesen Tricks überstand sie 17 Tage Unsicherheit – bis sie schließlich doch einzog und den Ersatz-Status hinter sich ließ. Gleich wird klar, warum sie all das genau jetzt erzählt …
Warnung an die Nachrücker 2026

Heute beobachtet Jasmin die neue Staffel mit gemischten Gefühlen. Die Diskussion um Gil Ofarims angebliche Mega-Gage „weit über 100.000 Euro“ bringt sie auf die Palme: „Für den Job im Schatten hätten 20.000 auch gereicht!“ Geld sei nice, sagt sie, doch im Wartezimmer des Dschungels zähle die Seele mehr als der Scheck.
Ihre Botschaft an die diesjährigen Ersatzstars: „Packt weniger Schminke ein, dafür mehr Podcasts und Proteinriegel. Und schreibt euch jeden Tag auf, warum ihr das hier überhaupt wollt.“ Ob jemand hinhört, wird sich zeigen – denn die erste medizinische Absage könnte schon morgen passieren. Apropos morgen, es bleibt eine offene Frage …
Bleibt die Krone eine Familienangelegenheit?

Jasmin selbst hat nach dem Camp eine härtere Krone gewonnen: die Kontrolle über ihr Leben. Sie plant ein Buch über die „Warte-Hölle“ und will 2027 als Coach für Ersatzkandidaten zurück nach Down Under fliegen. „Ich weiß jetzt, dass man auch ohne Sendezeit überleben kann – und genau das werde ich lehren.“
Ob RTL ihr diese Bühne bietet, steht noch in den Sternen. Fest steht: Die spannendsten Dschungelgeschichten schreibt nicht immer das Lagerfeuer – manchmal entstehen sie in Hotelzimmern ohne Fenster. Weiter geht’s demnächst mit einer Enthüllung, die selbst Hardcore-Fans staunen lassen dürfte …

