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Uschi Glas trauert um Werner Enke: Diese Worte berühren

24.07.2026, 08:35 Uhr

Mit bewegenden Worten nimmt Uschi Glas Abschied von ihrem einstigen Filmpartner Werner Enke. In einem persönlichen Text erinnert sich die Schauspielerin an gemeinsame Dreharbeiten, an Gegensätze, die sich anzogen – und an eine Freundschaft, die ein ganzes Filmleben prägte.

Werner Enke ist im Alter von 85 Jahren gestorben

Werner Enke ist am 20. Juli 2026 nach schwerer Krankheit in München gestorben. Das bestätigte ein langjähriger Freund unter Berufung auf Enkes Lebensgefährtin, die Regisseurin May Spils, der Deutschen Presse-Agentur. Enke wurde am 25. April 1941 in Berlin geboren und wuchs in Göttingen auf. Berühmt wurde er 1968 durch die Rolle des Martin in der Komödie „Zur Sache, Schätzchen“ – an seiner Seite: die damals noch junge Uschi Glas.

„Zur Sache, Schätzchen“ machte beide über Nacht berühmt

Die Komödie unter der Regie von May Spils, die zum Drehzeitpunkt erst 26 Jahre alt war, kam am 4. Januar 1968 in die deutschen Kinos und wurde zu einem der größten Überraschungserfolge des Jahres – Platz zwölf unter den erfolgreichsten Filmen von 1968. Werner Enke spielte den Nichtstuer Martin, der die Welt mit pseudo-philosophischen Sprüchen beglückte und sich der Leistungsgesellschaft verweigerte. Uschi Glas gab die Barbara, eine wohlbehütete Tochter aus gutbürgerlichem Hause, deren Begegnung mit Martin sein Leben gründlich durcheinanderwirbelte.

Der Erfolg brachte beiden große Auszeichnungen: Uschi Glas erhielt im Januar 1969 den Bambi als beliebteste deutsche Schauspielerin, Werner Enke wurde mit dem Bundesfilmpreis in Gold als bester Nachwuchsdarsteller geehrt.

Uschi Glas beim Felix Burda Award 2026 in Berlin
Uschi Glas beim Felix Burda Award 2026 in Berlin, 21.06.2026. Foto: IMAGO / pictureteam (Matthias Gränzdörfer)

Uschi Glas‘ bewegende Abschiedsworte

In der Münchner „Abendzeitung“ nimmt die heute 82-jährige Uschi Glas nun Abschied von ihrem einstigen Filmpartner. „Lieber Werner, eigentlich wollten wir doch noch zusammen feiern“, schreibt sie mit Blick auf das 60. Jubiläum von „Zur Sache, Schätzchen“, das 2028 gefeiert worden wäre. „Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab.“

„Ich die Bürgerliche, du der Bürgerschreck. Dennoch (oder gerade deswegen) hast du mich fasziniert – und, ich glaube, ich dich auch ein bisserl. Ich habe damals viel von dir gelernt. Von deiner Lässigkeit, deinem Witz. Von deiner Art, so locker durchs Leben zu gehen.“

Uschi Glas in der „Abendzeitung“ München

Der gemeinsame Dreh sei eine Freude gewesen, „obwohl wir uns ab und zu auch ganz schön gekabbelt haben“, so die Schauspielerin weiter. Sie hätte gerne noch weitere Filme mit ihm und May Spils gedreht – doch „dazu ist es leider nie gekommen“.

Über 60 Jahre an der Seite von May Spils

Werner Enke und May Spils waren mehr als sechs Jahrzehnte ein Paar. Nach seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit Mitte der Achtzigerjahre blieb er dennoch künstlerisch aktiv: 2003 veröffentlichte er ein Buch mit eigenen Cartoons unter dem Titel „Es wird böse enden“. Auch mit Gila von Weitershausen drehte er unter der Regie von May Spils weitere Filme, etwa die Komödie „Nicht fummeln, Liebling“ im Jahr 1970.

Werner Enke mit Gila von Weitershausen bei Dreharbeiten 1969
Werner Enke mit Gila von Weitershausen bei Dreharbeiten zu „Nicht fummeln, Liebling“, 30.12.1969. Foto: IMAGO / United Archives (kpa Keystone)

Nach Enkes Tod habe sie lange mit May Spils gesprochen, erzählt Uschi Glas. Beide Frauen einte der Glaube, dass die Seele über den Tod hinaus weiterexistiert. Mit diesen Worten beschließt Uschi Glas ihren Abschiedstext:

„Wir fühlen dich, denn wir glauben beide daran, dass die Seele irgendwie, irgendwo weiter existiert. Also, lebe wohl, lieber Werner, und schau uns von da oben zu, und hab eine schöne Zeit, da draußen im Himmel, im Weltall …“

Uschi Glas

Werner Enke im Überblick

Kategorie Angabe
Geboren 25. April 1941 in Berlin
Gestorben 20. Juli 2026 in München (85 Jahre)
Bekannt für „Zur Sache, Schätzchen“ (1968)
Auszeichnung Bundesfilmpreis in Gold, Bester Nachwuchsdarsteller (1968)
Lebenspartnerin Regisseurin May Spils (über 60 Jahre)
  • 1965: Kennenlernen von May Spils und Klaus Lemke
  • 1968: Durchbruch mit „Zur Sache, Schätzchen“
  • 1970: Weiterer Film mit May Spils – „Nicht fummeln, Liebling“
  • Mitte der 1980er: Rückzug aus der Öffentlichkeit
  • 2003: Buchveröffentlichung „Es wird böse enden“

Das 60. Jubiläum von „Zur Sache, Schätzchen“ wird Uschi Glas nun ohne ihren einstigen Filmpartner feiern müssen. Mit ihrem Abschiedstext hat sie ihm dennoch noch einmal gedankt – für eine Freundschaft, die weit über die gemeinsame Zeit vor der Kamera hinausging.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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