Lara Joy Körner geht mit ihrer Trauer um ihren toten Sohn an die Öffentlichkeit. Ihre Worte berühren uns alle.
Ein Abschied voller stiller Kraft

Für Lara Joy Körner war es wohl einer der schwersten Tage ihres Lebens. Nur wenige Wochen nach dem tragischen Tod ihres Sohnes musste sie von ihm Abschied nehmen.
Auf dem Friedhof in München-Bogenhausen wurde Remo Aimé Pollert beigesetzt – an einem Ort, der unweit jener Straßen liegt, in denen er aufgewachsen war.
Noch zwei Wochen zuvor schien ein solches Szenario völlig unvorstellbar.
Remo galt als lebensfroher junger Mann, voller Pläne, Freunde und Energie.
Doch ein tragisches Unglück beendete sein Leben viel zu früh.
Die verhängnisvolle Nacht an der Isar

Am 9. Mai hatte der 19-Jährige zunächst mit Freunden Geburtstag gefeiert.
Später zog es ihn noch in den Münchner Club „Blitz“, wo er den Abend ausklingen ließ.
In den frühen Morgenstunden begab sich Remo schließlich zur Ludwigsbrücke an der Isar.
Dort soll er nach bisherigen Erkenntnissen das Gleichgewicht verloren haben.
Der junge Mann stürzte kopfüber in den Fluss und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Neben Wirbelverletzungen erlitt er mehrere Knochenbrüche.
Am Ende ertrank er in der Isar. Passanten alarmierten später Polizei und Feuerwehr.
Seine Mutter spricht Freunden die Schuld ab

Nach dem tragischen Tod wandte sich Lara Joy Körner auch an die Freunde ihres Sohnes.
Viele von ihnen dürften sich gefragt haben, ob sie etwas hätten verhindern können.
Doch die Schauspielerin machte ihre Haltung deutlich.
„Niemand hätte seinen Tod verhindern können.“
Mit diesen Worten versuchte sie, den Menschen aus seinem Umfeld Trost zu spenden.
Bei der Trauerfeier standen Familie und Freunde nun gemeinsam zusammen, um Abschied von Remo zu nehmen.
Eine große Trauergemeinde nimmt Abschied

Zur Beisetzung kamen zahlreiche Angehörige und Weggefährten.
Neben seinem Vater Heiner Pollert waren auch seine Großmutter Diana Körner sowie seine Brüder Neo, Glen und David anwesend.
Remo wurde im Familiengrab seines Großvaters Werner Kreindl beigesetzt.
Doch für Lara Joy Körner bedeutet das Grab nicht das Ende.
In ihrer Rede machte sie deutlich, dass sie ihren Sohn nicht an diesem Ort festmacht.
„Remo ist nicht in dem Sarg, darin ist nur sein Körper.“
Erinnerungen an einen fantasievollen jungen Mann

Während ihrer bewegenden Ansprache erinnerte sich Lara Joy Körner an viele glückliche Momente.
Sie erzählte von einem Jungen voller Fantasie und Lebensfreude.
Besonders lebendig blieb ihr die Erinnerung an Remo im Spiderman-Kostüm, mit dem er einst stolz in den Kindergarten ging.
Gemeinsam bauten sie und seine Brüder stundenlang Lego-Welten. Vor allem zur Weihnachtszeit schien seine Fantasie grenzenlos.
Auch Bücher spielten eine große Rolle in seinem Leben. Seine Mutter las ihm Geschichten wie „Harry Potter“, „Krabat“ oder „Ronja Räubertochter“ vor.
Später entdeckte er selbst die Freude am Lesen.
„Remo hat seinen Körper verlassen, er ist jetzt frei“

Am Ende der Trauerfeier fand Lara Joy Körner Worte, die vielen Anwesenden lange in Erinnerung bleiben dürften.
Sie sprach über ihre Überzeugung, dass ein Mensch nicht einfach verschwindet.
„Remo hat seinen Körper verlassen, er ist jetzt frei.“
Dabei verwies sie auf die Gesetze der Thermodynamik und erklärte:
„Energie kann nicht verschwinden, sie kann sich nur verwandeln.“
Für die Familie bedeutet dieser Gedanke Trost in einer Zeit tiefster Trauer.
Denn auch wenn Remo nicht mehr physisch bei ihnen ist, bleibt seine Erinnerung lebendig.
Wie seine Mutter sagte, sei genau das sein größtes Vermächtnis:
„Wir erinnern uns in unzähligen Momenten daran, dass ein Teil von ihm noch immer da ist.“