Vor dem Bildschirm wirkt Motsi Mabuse (45) meist herzlich, laut und voller Energie. Doch hinter dem Lachen der „Let’s Dance“-Jurorin steckt eine Angst, die sie seit vielen Jahren begleitet. In einem Interview mit der „Bunte“, das sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Oti Mabuse (36) gegeben hat, spricht sie so offen wie selten über einen Verlust, der ihr Leben geprägt hat.
Ein Verlust in den frühen 1990er-Jahren
Es geht um ihren älteren Halbbruder Neo. Er nahm sich in den frühen 1990er-Jahren das Leben, als die Familie noch in Südafrika lebte. Britische Medien berichten unter Berufung auf Motsis Autobiografie, dass Neo damals 18 Jahre alt war. Über die Familientragödie hatte die Tänzerin bereits 2014 in ihrem Buch „Chili im Blut: Mein Tanz durchs Leben“ geschrieben. Jetzt macht sie deutlich, wie sehr der Verlust bis heute nachwirkt:
„Sein Tod hat mein Leben verändert.“
Motsi Mabuse im Interview mit der „Bunte“
Seitdem halte sie Menschen, die ihr nahestehen, besonders eng bei sich. Ihr innerer Kreis sei klein.
Die Angst beim Abschied am Morgen
Aus dem Verlust sei der Wunsch entstanden, jeden Tag so zu leben, als könnte er der letzte sein. Im Alltag ist das allerdings nicht immer leicht. Wenn ihre Tochter morgens zur Schule geht, frage sie sich manchmal: „War das gerade das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe?“ Das erzeuge „einen unglaublichen Druck“, so Motsi.
Am liebsten würde sie ihre Tochter und ihren Mann ständig bei sich haben. Ihr ist bewusst, dass das nicht möglich ist. „Aber diese Angst kommt immer wieder hoch“, sagt sie. Plötzliche Abschiede fallen ihr besonders schwer. Ohne den Verlust wäre sie wohl unbeschwerter, dafür nehme sie schöne Momente heute besonders intensiv wahr.

Ihr Mann ist ihr größter Halt
Halt findet Motsi bei ihrem Ehemann Evgenij Voznyuk, mit dem sie seit 2017 verheiratet ist. Über ihn sagt sie: „Er ist wirklich mein bester Freund und derjenige, der mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.“ Mehr über Motsis Liebesleben vor Evgenij lesen Sie in unserem Artikel Motsi Mabuse: Das ist ihr berühmter Ex-Mann.
Motsi und Oti: So unterschiedlich sind die Schwestern
Im Interview geht es auch um das Verhältnis der beiden Schwestern. Motsi zog mit 18 Jahren nach Deutschland und hat deshalb einen großen Teil von Otis Heranwachsen verpasst. Auch deshalb war sie zunächst skeptisch, als Oti mit ihrem heutigen Ehemann Marius zusammenkam, obwohl sie selbst dazu beigetragen hatte. „Kann sie auf sich selbst aufpassen?“, habe sie sich damals gefragt. Heute freut sie sich über das Glück ihrer Schwester. Oti erwartet mit Marius ihr zweites Kind.
Die beiden beschreiben sich als sehr verschieden: Oti sei mutiger und abenteuerlustiger, Motsi eher vorsichtig. Seit beide Mütter sind, ist ihre Bindung noch enger geworden. „Unsere Kinder haben eine Tante, die weiß, woher sie kommen. Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt Oti.
Auch über den Druck auf erfolgreiche Frauen sprechen die Schwestern. Motsi versucht, ihr Leben in Phasen einzuteilen, in denen mal die Arbeit und mal die Familie Vorrang hat. Ganz frei von schlechtem Gewissen ist sie dabei nicht: „Als Mama wird man diese Schuldgefühle nie ganz los.“

Neue Doku: „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“
Wie nah sich die Schwestern stehen, können Fans bald selbst sehen. Für die ARD haben Motsi und Oti ihr Familienleben mit der Kamera begleiten lassen. Die Fakten zur Doku:
- Umfang: sechs Folgen à rund 30 Minuten
- Produktion: ITV Studios Germany im Auftrag von WDR und hr
- Schauplätze: Motsis Alltag im Taunus, Otis Leben in London und eine Reise nach Südafrika
- Familie: In Südafrika besucht Motsi unter anderem ihre Mutter Dudu
| Format | Start | Wo |
|---|---|---|
| „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“ | 19. Oktober 2026 | ARD-Mediathek |
| „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“ | ab 30. Oktober 2026, freitags um 23:59 Uhr (je zwei Folgen) | WDR Fernsehen, im Anschluss an den „Kölner Treff“ |
| „Vibes – Find Your Fire“ | 5. November 2026 | ARD-Mediathek |
Im zweiten neuen Format „Vibes – Find Your Fire“ will Motsi Frauen helfen, neues Selbstvertrauen zu finden. Laut TV Movie ziehen sich dafür neun Frauen in einer Umbruchphase in ein Haus am Meer zurück. Wer mehr über Motsis private Seite erfahren möchte, findet in unserem Artikel Motsi Mabuse: Diese Urlaubsfotos begeistern ihre Fans weitere Einblicke.
Hilfe in Krisensituationen
Wenn Sie selbst Suizidgedanken haben oder sich um einen Menschen sorgen, finden Sie Hilfe: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 sowie online unter telefonseelsorge.de. Auch die Nummer 116 123 ist rund um die Uhr erreichbar.