Ein einziges Foto, aufgenommen bei einem Mittagessen in Berlin – und Jahre später wurde es für Matthias Reim richtig unangenehm. Der Schlagerstar geriet ins Visier des Finanzamts, und am Ende ging es um eine ordentliche Summe. Was war passiert?
Matthias Reim (Jahrgang 1957), mit Hits wie „Verdammt, ich lieb dich“ einer der erfolgreichsten deutschen Schlagerstars, blickt auf ein bewegtes Privatleben zurück. Eine Episode daraus holte ihn ausgerechnet steuerlich ein – und sie begann mit dem Ende seiner Ehe.
Ein Foto, das eine Ehe beendete
2013 trennte sich Reim von seiner damaligen Ehefrau Sarah Stanek. Auslöser war laut einem Bericht von t-online ein Foto der „Bild“-Zeitung: Es zeigte den Sänger beim Mittagessen mit Christin Stark – jener Frau, die heute an seiner Seite ist. Offiziell geschieden wurde die Ehe allerdings erst 2017.
Genau diese zeitliche Lücke zwischen der faktischen Trennung und der offiziellen Scheidung sollte für Reim noch teuer werden.
Warum das Finanzamt genau hinschaute
Das Problem: Reim meldete die Trennung dem Finanzamt nicht zeitnah. Über Jahre wurde er dadurch in einer günstigeren Steuerklasse geführt, als ihm nach den Regeln eigentlich zustand. Als die Behörde den Fall später prüfte, diente ausgerechnet das öffentlich gewordene Foto als Beweis dafür, dass die Ehe längst faktisch beendet war.
„Leider hatte das Finanzamt recht. Denn bei einer endgültigen Trennung fällt man zurück in die höhere Single-Steuerklasse 1 – auch wenn man weiter verheiratet bleibt.“
Matthias Reim, laut t-online
Damit beschreibt Reim eine Regel, die viele Paare unterschätzen: Wer sich dauerhaft trennt, muss das dem Finanzamt melden – unabhängig davon, ob die Scheidung schon vollzogen ist.
Das gilt bei einer Trennung steuerlich
- Im Jahr der Trennung dürfen Ehepaare in der Regel noch gemeinsam veranlagt werden.
- Ab dem Folgejahr fällt jeder Partner zurück in Steuerklasse 1 (beziehungsweise 2 bei Kindern im Haushalt).
- Wird die Trennung zu spät gemeldet, drohen Nachzahlungen – häufig samt Zinsen.
| Jahr | Was geschah |
|---|---|
| 2013 | Trennung von Sarah Stanek – ein Foto mit Christin Stark in Berlin gilt als Auslöser |
| ab 2013 | Reim wird weiter in der günstigeren Steuerklasse geführt |
| 2017 | Offizielle Scheidung von Sarah Stanek |
| später | Das Finanzamt fordert die zu wenig gezahlte Steuer zurück |

So viel musste Matthias Reim am Ende nachzahlen
Und um welche Summe ging es? Das Finanzamt forderte laut t-online rund 35.000 Euro nach. Reim zahlte – und nahm die Sache mit dem für ihn typischen Pragmatismus. Heute ist Christin Stark, wegen der das folgenreiche Foto einst entstand, längst seine Ehefrau. Aus dem teuren Missverständnis mit dem Finanzamt ist so am Ende zumindest eine Geschichte geworden, die der Schlagerstar heute erzählen kann.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI