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Elke Winkens spricht über Missbrauch in ihrer Kindheit

30.09.2026, 11:04 Uhr

Sie ist das Gesicht zahlreicher TV-Erfolge, von „Kommissar Rex“ bis „Sturm der Liebe“. Jetzt hat Schauspielerin Elke Winkens (56) ein Kapitel ihres Lebens öffentlich gemacht, über das sie jahrzehntelang geschwiegen hat. In einem Interview mit der österreichischen „Kronen Zeitung“ spricht sie über sexuelle Übergriffe in ihrer Kindheit und Jugend – und darüber, wie lange sie die Schuld bei sich selbst gesucht hat.

Elke Winkens: Übergriff mit sieben Jahren in der Imbissbude der Eltern

Wie Promipool, Promiflash und blue News unter Berufung auf die „Krone“ berichten, erlebte Elke Winkens den ersten Übergriff im Alter von sieben Jahren. Er ereignete sich demnach in der Imbissbude ihrer Eltern, ein Mann habe sie dort unangemessen berührt. Ihre Mutter habe sofort gespürt, dass etwas nicht stimmte, und ihre Tochter darauf angesprochen.

Es blieb nicht bei diesem einen Erlebnis: Mit 16 Jahren wurde Winkens nach eigenen Angaben erneut Opfer eines Übergriffs. An den ersten Vorfall kann sie sich laut Promiflash nur bruchstückhaft erinnern.

Die Folgen begleiten sie bis heute

Die Erlebnisse haben Spuren hinterlassen, die weit über die Kindheit hinausreichen. Den Berichten zufolge schildert die Schauspielerin unter anderem folgende Nachwirkungen:

  • Gedächtnislücken und Momente der Verwirrtheit im Alltag – Situationen, in denen sie gedanklich abschweift
  • Schwierigkeiten, Vertrauen in Beziehungen aufzubauen
  • eine über viele Jahre beeinträchtigte Sexualität

Besonders belastend war für sie offenbar das Gefühl, selbst verantwortlich zu sein. Lange Zeit habe sie sich die Schuld gegeben. Heute weiß sie, dass die Verantwortung allein beim Täter liegt – und genau das würde sie ihrem jüngeren Ich gerne mit auf den Weg geben.

„Der siebenjährigen Elke würde ich sagen: Du bist nicht schuld!“

Elke Winkens im Interview mit der „Kronen Zeitung“, zitiert nach Promipool

Schauspielerin Elke Winkens bei einer Serienpremiere in München 2019
Elke Winkens bei der Premiere der Serie „Prost Mortem – Die letzte Runde“, München, 16.09.2019. Foto: IMAGO / Future Image (B. Insinger)

Grenzüberschreitung auch am Filmset

Auch in ihrem Berufsleben erlebte Elke Winkens eine massive Grenzüberschreitung. Bei den Dreharbeiten zu einem Kinofilm habe ein Beleuchter heimlich eine Kamera versteckt und sie während einer Nacktszene gefilmt. Winkens zerstörte die Kamera und verlangte, dass der Mann vom Set entfernt wird. Dieser Forderung sei jedoch nicht nachgekommen worden. Um welchen Film es sich handelte, geht aus den Berichten nicht hervor.

Ihr Appell: Reden – und nicht wegschauen

Mit ihrer Offenheit verbindet die 56-Jährige eine klare Botschaft. Frauen, die Gewalt erfahren haben, ermutigt sie, darüber zu sprechen und sich Hilfe bei Beratungsstellen zu holen. Laut „Heute“ bot sie sogar an, Betroffene bei der Suche nach einer passenden Anlaufstelle zu unterstützen. Einen deutlichen Appell richtet sie außerdem an Männer: Sie sollen Stellung beziehen und sich solidarisch zeigen.

„Stellt euch hin und macht endlich den Mund auf!“

Elke Winkens im Interview mit der „Kronen Zeitung“, zitiert nach blue News

Elke Winkens im Steckbrief

Elke Winkens gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den bekanntesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Fernsehen. Ihren Durchbruch in Deutschland feierte sie an der Seite eines ganz besonderen Ermittlers: In „Kommissar Rex“ spielte sie die Kommissarin Niki Herzog. Fans von „Sturm der Liebe“ kennen sie als Intrigantin Xenia Saalfeld.

Fakt Details
Name Elke Winkens
Geboren 25. März 1970 in Linnich (Nordrhein-Westfalen)
Alter 56 Jahre
Ausbildung London Studio Centre, Musical-Ausbildung am Theater an der Wien (Abschluss 1994)
Bekannteste TV-Rollen Niki Herzog in „Kommissar Rex“ (2002–2004), Xenia Saalfeld in „Sturm der Liebe“ (bis 2019)
Weitere Stationen „Dancing Stars“ 2008, Moderation des Wiener Opernballs 2009, Kabarettgruppe „Die Hektiker“

Hilfe für Betroffene

Wer selbst sexuelle Gewalt erlebt hat oder sich Sorgen um ein Kind macht, findet anonym und kostenlos Unterstützung:

  • Deutschland: Hilfetelefon Sexueller Missbrauch, 0800 22 55 530
  • Deutschland: Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, 116 016 (rund um die Uhr)
  • Österreich: Frauenhelpline gegen Gewalt, 0800 222 555 (rund um die Uhr)
  • Österreich: Rat auf Draht für Kinder und Jugendliche, 147

Dass Elke Winkens jetzt so offen über ihre Erfahrungen spricht, dürfte vielen Betroffenen Mut machen. Ihre wichtigste Botschaft ist dabei so einfach wie eindringlich: Die Schuld liegt niemals beim Opfer.

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