Ein freizügiger Reiselook sorgt für hitzige Diskussionen: Influencerin Edda Pilz wurde am Flughafen Berlin zunächst der Zutritt zu einem Lufthansa-Flug verweigert. Jetzt meldet sich „Fernsehgarten“-Moderatorin Andrea Kiewel zu Wort – und findet klare Worte an ihre Leserinnen.
Vorfall am Gate: Sport-BH sorgt für Ärger
Fitness-Influencerin Edda Pilz (25), die durch ihre Teilnahme an „Das Sommerhaus der Stars“ einem breiteren Publikum bekannt wurde, wollte am Flughafen Berlin einen Lufthansa-Flug nach München antreten. Bei sommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad erschien sie am Gate in einer kurzen, engen Sporthose und einem Sport-BH. Eine Mitarbeiterin der Airline stoppte sie beim Einchecken und verwehrte ihr zunächst den Einstieg. Erst nachdem Pilz sich eine bis oben geschlossene Jacke übergezogen hatte, durfte sie an Bord.
Der Ton der Mitarbeiterin sei dabei sehr direkt gewesen, schilderte Pilz später gegenüber der „Bild“-Zeitung.
„Als ich meinen Boardingpass scannen wollte, sagte die Mitarbeiterin: ‚Du bist zu nackt, du darfst nicht einsteigen.'“
Edda Pilz gegenüber „Bild“
Besonders unangenehm sei die Situation gewesen, weil zahlreiche Passagiere hinter ihr gewartet hätten. Auf Instagram und TikTok machte die 25-Jährige den Vorfall öffentlich und beschrieb, sich dabei „wie ein Mensch zweiter Klasse“ gefühlt zu haben. Die Reaktionen ihrer Follower fielen gespalten aus – zwischen Verständnis für die Hitze und Kritik am Outfit.

Andrea Kiewel bezieht deutlich Stellung
Nun schaltet sich auch Andrea Kiewel (61) in die Debatte ein. Die „ZDF-Fernsehgarten“-Moderatorin nutzte ihre Kolumne „Die Kiwi-Kolumne“ in der „Superillu“ (Ausgabe 28/2026), um sich direkt an ihre Leserinnen zu wenden – und zeigte dabei kein Verständnis für Pilz‘ Auftritt am Flughafen.
„Mädels, bitte, zieht euch was an! Seit wann gilt Unterwäsche als Oberbekleidung? Der Berliner Ku’damm ist nicht die Copacabana.“
Andrea Kiewel in ihrer „Superillu“-Kolumne
Ein Sport-BH gehöre aus ihrer Sicht ausschließlich ins Fitnessstudio – nicht in öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants oder Bars. Kiewel bedankte sich in ihrer Kolumne außerdem ausdrücklich bei der Lufthansa-Mitarbeiterin, die Pilz auf das aus ihrer Sicht unangemessene Outfit hingewiesen hatte, und forderte mehr Rücksicht und modische Zurückhaltung im öffentlichen Raum.

Lufthansa äußert sich – Fans bleiben gespalten
Die Lufthansa selbst hat sich nach dem Vorfall zu Wort gemeldet und auf ihre allgemeinen Beförderungsbedingungen verwiesen. Demnach erwarte die Fluggesellschaft von allen Fluggästen eine Kleidung, die dem Charakter einer öffentlichen Reise entspricht und das Wohlbefinden anderer Mitreisenden nicht beeinträchtigt.
Auch unter Kiewels Fans und in der Kommentarspalte der Berichte wird das Thema kontrovers diskutiert. Die Argumente beider Seiten lassen sich in etwa so zusammenfassen:
- Pro Pilz: Bei sommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad sei sportliche, luftige Kleidung völlig normal und keine Regelverstöße wert.
- Pro Kiewel und Lufthansa: Öffentliche Verkehrsmittel und Flugzeuge seien kein Fitnessstudio, Rücksicht auf Mitreisende gehe vor.
- Kritik am Ton: Mehrere Stimmen bemängeln weniger das Outfit selbst als die nach Pilz‘ Schilderung schroffe Ansprache am Gate.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wer ist betroffen? | Influencerin Edda Pilz (25) und Moderatorin Andrea Kiewel (61) |
| Was ist passiert? | Pilz wurde wegen Sport-BH und Shorts zunächst nicht ins Flugzeug gelassen, Kiewel kritisierte das Outfit öffentlich |
| Wo? | Flughafen Berlin, Lufthansa-Flug nach München |
| Wann? | Vorfall im Juni 2026, Kiewels Kolumne erschien Anfang Juli 2026 |
| Reaktion Lufthansa | Verweis auf allgemeine Beförderungsbedingungen zum Wohlbefinden aller Fluggäste |
Fazit
Aus Sicht der Branche zeigt der Fall vor allem, wie unterschiedlich Freizügigkeit im öffentlichen Raum bewertet wird: Während Pilz sich durch das Vorgehen der Lufthansa-Mitarbeiterin bloßgestellt fühlte, sieht Kiewel darin ein berechtigtes Zeichen für mehr Stil und Rücksichtnahme. Eine endgültige Einigung zwischen beiden Lagern ist bislang nicht in Sicht – der Boarding-Vorfall dürfte die Netz-Debatte über angemessene Reisekleidung also vorerst weiter befeuern.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI