TV Shows

„The Masked Singer“: Nach DIESER Schlappe reagiert ProSieben

07.08.2026, 11:40 Uhr

Die Luft für „The Masked Singer“ wird dünner: Nach mehreren Staffeln mit rückläufigen Zuschauerzahlen zieht ProSieben nun die Konsequenzen. Was sich für die kommende 13. Staffel alles ändert, hat es in sich.

Seit dem furiosen Deutschlandstart 2019 hat sich bei „The Masked Singer“ einiges getan – nicht alles zum Guten. Was einst mit Traumquoten von teils über 30 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe begann, kämpfte in den vergangenen Staffeln zunehmend mit schwindendem Zuschauerinteresse. ProSieben reagiert nun mit einem ganzen Maßnahmenpaket, das die Rätsel-Show in ihren Grundfesten verändert.

Die Quoten-Talfahrt im Überblick

Der Absturz kam nicht über Nacht, sondern schleichend. Zum Auftakt 2019 sicherte sich die Sendung noch 20,7 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe, in der Spitze waren es sogar 38,5 Prozent. Nach dem Umzug auf den Samstagabend 2021 pendelte sich der Marktanteil zunächst bei starken 24 bis 26 Prozent ein. Seitdem geht es überwiegend bergab:

Staffel Marktanteil (Zielgruppe)
Start 2019 20,7 % (bis zu 38,5 % an der Spitze)
Ab 2021 (Samstag) 24–26 %
Frühjahr 2024 9,7 %
Herbst 2024 9,1 %
Herbst 2025 bis zu 12,6 %

Teilweise rutschte die Show damit in den einstelligen Bereich – für ein Flaggschiff-Format wie „The Masked Singer“ ein Alarmsignal. Bereits 2025 reagierte der Sender und strich eine der beiden jährlichen Staffeln, seither läuft die Show nur noch einmal im Jahr im Herbst.

Neuer Sendetermin: ProSieben verlässt den Samstag

Für Staffel 13 zieht ProSieben nun einen weiteren Schlussstrich unter die bisherige Sendeplanung. Statt wie gewohnt am Samstagabend startet die neue Staffel bereits am Mittwoch, den 16. September 2026, um 20:15 Uhr – und damit deutlich früher im Jahr als in den vergangenen Ausgaben. Im Anschluss läuft ab 23:20 Uhr die Sendung „Schäm dich, Reich!“. Alle Folgen sind zudem beim Streamingdienst Joyn abrufbar.

Aufgezeichnet statt live: Das ändert sich sonst noch

Die wohl einschneidendste Änderung betrifft aber nicht den Sendetag, sondern das Produktionsprinzip selbst: Erstmals in der deutschen Geschichte der Show wird „The Masked Singer“ nicht mehr live ausgestrahlt, sondern vorab aufgezeichnet. Gedreht wird zwischen dem 25. August und dem 11. September 2026 in den MMC-Studios in Köln-Ossendorf, bevor die sechs Folgen der Staffel Wochen später ausgestrahlt werden.

Weitere Neuerungen der 13. Staffel im Überblick:

  • 16 maskierte Promis treten an – so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Show.
  • In den ersten vier Folgen treten jeweils vier Masken direkt gegeneinander an.
  • Pro Folge werden zwei Masken demaskiert, zwei ziehen automatisch ins Halbfinale ein.
  • Insgesamt umfasst die neue Staffel sechs Folgen.
  • Fans können über die Joyn-App schon vor dem Start Namensvorschläge für die erste Maske einreichen.

ProSieben begründet den Umstieg auf Aufzeichnung vor allem mit der Suche nach prominenteren Kandidatinnen und Kandidaten. Hannes Hiller, EVP Show, Own IP & ProSieben, erklärt den Schritt so:

„Wir machen das, was inzwischen weltweiter Standard ist – ob USA oder Großbritannien, andere Länder haben die Show schon immer aufgezeichnet. Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat.“

Hannes Hiller, EVP Show, Own IP & ProSieben

Pietro Lombardi als Maske Rave-Ioli bei The Masked Singer
Pietro Lombardi als Figur „Rave-Ioli“ bei „The Masked Singer“, Köln, 13.12.2025. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Wer führt durch die neue Staffel?

Am Moderationspult bleibt alles beim Alten: Matthias Opdenhövel führt auch durch Staffel 13. Wer 2026 im Rateteam sitzt, ist bislang offiziell nicht bestätigt. In der vergangenen Herbststaffel hatten Verona Pooth und Chris Tall die bisherigen Rategäste Ruth Moschner und Rea Garvey abgelöst.

Verona Pooth beim Rateteam von The Masked Singer
Verona Pooth bei The Masked Singer, Köln, 08.11.2025. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Was die Änderungen für die Zuschauer bedeuten

Aus Sicht der Branche ist der Umbau ein Befreiungsschlag: Ohne den Druck der Live-Produktion lassen sich international bekanntere Namen gewinnen, gleichzeitig sorgt das gestraffte Format mit 16 Masken und schnelleren Demaskierungen für mehr Tempo. Ob das reicht, um die Quoten wieder in Richtung der alten Bestwerte zu heben, wird sich erst zeigen, wenn „The Masked Singer“ am 16. September 2026 in die 13. Staffel startet.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

Neueste Meldungen