Die deutsche Theater- und Filmschauspielerin Swetlana Schönfeld ist tot. Die Künstlerin, die einem breiten Publikum als Mutter der Tatort-Ermittlerin Eva Saalfeld bekannt wurde, verstarb bereits am 17. Mai 2026 in Berlin nach kurzer schwerer Krankheit. Sie wurde 74 Jahre alt.
Steckbrief: Swetlana Schönfeld
| Angabe | Details |
|---|---|
| Voller Name | Swetlana Schönfeld |
| Geboren | 9. Februar 1951, Magadan Oblast, Sowjetunion |
| Gestorben | 17. Mai 2026, Berlin |
| Alter | 74 Jahre |
| Beruf | Schauspielerin, Theaterregisseurin |
| Bekannteste Rolle | Inge Saalfeld, Tatort Leipzig (2008–2012) |
| Auszeichnung | Ernst-Zinna-Preis als beste Schauspielerin (1977) |
DDR-Star und gefeierter Bühnenstar
Swetlana Schönfeld begann ihre Karriere bei der DEFA in der DDR und wurde schnell zu einem der gefragtesten Gesichter des ostdeutschen Films und Theaters. Bereits 1977 erhielt sie den renommierten Ernst-Zinna-Preis als beste Schauspielerin – eine Auszeichnung, die ihren frühen Ruf als außergewöhnliches Bühnentalent unterstrich.
Von 1973 bis 1993 war sie festes Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters in Berlin. Anschließend folgten Engagements an einigen der bedeutendsten deutschsprachigen Bühnen:
- Deutsches Theater Berlin
- Schaubühne am Lehniner Platz
- Berliner Ensemble
- Salzburger Festspiele
- Ruhrtriennale
Dabei arbeitete sie mit Regisseuren von Weltrang zusammen – darunter Thomas Langhoff, Luc Bondy, Andrea Breth und Claus Peymann.
„Tatort“ und viele Fernsehrollen
Seit den 1990er Jahren war Swetlana Schönfeld aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Ihre wohl bekannteste TV-Rolle spielte sie von 2008 bis 2012 im Leipziger Tatort: Als Inge Saalfeld, die Mutter von Kommissarin Eva Saalfeld (gespielt von Simone Thomalla), berührte sie Millionen Zuschauer mit einer warmen und glaubwürdigen Darstellung.

Darüber hinaus war sie in zahlreichen weiteren Serien und Filmen zu sehen, unter anderem in Soko Wismar, Bettys Diagnose, Das Institut – Oase des Scheiterns, Frau Jordan stellt gleich und Rentnercops. Auf der Kinoleinwand überzeugte sie in Produktionen wie Die letzten Millionen, Vier gegen die Bank und Mit der Faust in die Welt schlagen.
Eine Biografie, die Geschichte schrieb
Hinter Swetlana Schönfelds Karriere verbarg sich eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Sie wurde 1951 in einem Lager der Kolyma-Region in der Sowjetunion geboren – ihre Mutter war während Stalins Säuberungen inhaftiert worden, ihr Vater wurde im Lager ermordet. Mit sechs Jahren kam sie schließlich nach Berlin.
„Swetlana Schönfelds Familiengeschichte war so eindringlich, dass sie zur Vorlage für das Drehbuch des Films Und der Zukunft zugewandt (2019, Regie: Bernd Böhlich) wurde – eine eindrucksvolle Würdigung ihres Lebens und Leidens.“
Quelle: Wikipedia / Filmangaben
Tod und Beisetzung
Die Todesnachricht übermittelte die Schauspielagentur Windhuis im Auftrag der Familie. Swetlana Schönfeld starb am 17. Mai 2026 in Berlin nach kurzer schwerer Krankheit. Die Beisetzung ist in engem Familienkreis geplant. Mit ihr verliert die deutsche Theater- und Filmlandschaft eine der letzten großen Charakterdarstellerinnen ihrer Generation.