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Ralph Siegel verlässt Klinik – dieser Satz macht betroffen

13.08.2026, 09:48 Uhr

Aufatmen in der Schlager-Welt: Ralph Siegel darf nach dramatischen Wochen im Krankenhaus zurück nach Hause. Doch in die Erleichterung über die nahende Entlassung mischen sich erschütternde Worte des 80-Jährigen – Sätze, die erahnen lassen, wie knapp es für den ESC-Komponisten wirklich war.

Es sind Nachrichten, auf die Fans, Freunde und Familie lange gewartet haben: Musikproduzent Ralph Siegel steht kurz vor der Entlassung aus einer Münchner Klinik. Nach eigenen Angaben beraten die Ärzte, ob er noch am Donnerstag oder am Freitag nach Hause darf. „Ich will einfach nur schnellstmöglich raus“, sagte Siegel.

18 Tage im künstlichen Koma

Hinter dem 80-Jährigen liegen dramatische Wochen. Anfang Juli hatte eine schwere Lungenentzündung Siegel derart geschwächt, dass die Ärzte ihn in ein künstliches Koma versetzten. 18 Tage lang rang der Komponist um sein Leben, ehe er Mitte Juli aus dem Koma erwachte und die Intensivstation verlassen konnte. Für den Musiker, der zuvor bereits vier Krebsdiagnosen überstanden hat, war es die nächste schwere gesundheitliche Bewährungsprobe.

„Ohne ihn wäre ich nicht mehr am Leben“

Besonders emotional äußert sich Siegel über seinen behandelnden Arzt Dr. Michael Weis, der ihn nach eigenen Worten seit rund 20 Jahren betreut. Ihm sei es zu verdanken, dass er diese Krise überstanden habe.

„Ohne ihn wäre ich nicht mehr am Leben.“

Ralph Siegel über seinen Arzt Dr. Michael Weis

Starke Schmerzen und eine verschlimmerte Polyneuropathie

Trotz aller Fortschritte ist Siegel noch weit von seinem alten Zustand entfernt. Der Produzent leidet nach eigener Schilderung unter heftigen Beschwerden – die bereits bestehende Nervenerkrankung Polyneuropathie habe sich durch das Koma zusätzlich verschärft.

„Ich habe irrsinnige Schmerzen in der Hüfte und den Beinen. Die Polyneuropathie hat sich durch das Koma noch einmal verstärkt. Ich könnte wegen der Schmerzen wirklich verrückt werden.“

Ralph Siegel

Nach der Entlassung soll eine Reha-Behandlung folgen. Am liebsten würde sich der 80-Jährige aber zu Hause erholen, wie er durchblicken ließ.

Was ihn am Leben hält: Laura und die Familie

Ralph Siegel mit Ehefrau Laura Siegel bei einer Ordensverleihung in München
Ralph Siegel mit Ehefrau Laura bei der Verleihung des Bayerischen Maximiliansordens, München, 03.12.2025. Foto: IMAGO / Agentur Wehnert (M. Gränzdörfer)

Wie ernst die Lage über Wochen war, machen auch die Worte über seine Ehefrau Laura deutlich, mit der Siegel seit 2018 verheiratet ist. „Laura dachte an mehreren Tagen, dass ich sterben könnte“, berichtete der Produzent. Es sei vor allem der Gedanke an seine Liebsten und an die Musik gewesen, der ihn durch die schwerste Zeit getragen habe.

„Der Gedanke an meine geliebte Laura, die Familie und meine Arbeit hält mich am Leben.“

Ralph Siegel

Ein neuer ESC-Song – ausgerechnet im Koma

Dass die Musik den Vollblut-Komponisten selbst in der Klinik nicht loslässt, zeigt eine bemerkenswerte Anekdote: Ausgerechnet während des künstlichen Komas soll Siegel eine neue Melodie in den Sinn gekommen sein. „Mein neuer ESC-Song fiel mir im Koma ein und ist seitdem in meinem Kopf“, verriet er. Nach zehn Jahren wolle er damit endlich wieder zum deutschen ESC-Vorentscheid zurückkehren.

Der Wunsch passt zu einem Mann, dessen Name untrennbar mit dem Eurovision Song Contest verbunden ist: 1982 holte Siegel mit „Ein bißchen Frieden“, gesungen von Nicole, den bislang ersten deutschen ESC-Sieg.

Ralph Siegel im Steckbrief

Steckbrief Ralph Siegel
Geboren 30. September 1945 in München (Alter: 80)
Beruf Musikproduzent, Komponist
Größter Erfolg „Ein bißchen Frieden“ (Nicole) – ESC-Sieg 1982
Ehefrau Laura Siegel (verheiratet seit 2018)
Aktuelles Projekt Musical „Zeppelin“ (Premiere im Oktober in Füssen)

Die dramatischen Wochen im Überblick

  • Anfang Juli 2026: Einweisung mit schwerer Lungenentzündung, Versetzung ins künstliche Koma.
  • Mitte Juli 2026: Erwachen nach 18 Tagen im Koma, Verlegung von der Intensivstation.
  • August 2026: Deutliche Besserung, doch weiter starke Schmerzen.
  • Diese Woche: Geplante Entlassung, anschließend Reha.

So bleibt nach Wochen des Bangens vor allem die Hoffnung, dass sich der 80-Jährige zu Hause und in der Reha weiter erholt – und dass am Ende dieser Leidensgeschichte vielleicht tatsächlich ein neuer Siegel-Song auf der ESC-Bühne steht.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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