Nino de Angelo hat bei der „Starnacht aus der Wachau“ noch einmal gezeigt, dass er nichts von seiner Bühnenpräsenz verloren hat – kurz darauf wurde er im ARD-Magazin „Brisant“ dann sehr persönlich. Der 62-Jährige sprach offen über seine angeschlagene Gesundheit und darüber, dass seine Karriere in absehbarer Zeit enden wird.
„Ich kann nicht mehr“ – Nino de Angelo kündigt sein Karriere-Ende an
Am vergangenen Samstag stand Nino de Angelo bei der „Starnacht aus der Wachau“ in Rossatz-Rossatzbach (Österreich) auf der Bühne und sang gemeinsam mit Marina Marx den Titel „Bella Italia e Amore“. In den Tagen danach äußerte sich der Schlagerstar im ARD-Magazin „Brisant“ ungewohnt offen zur Frage, wie lange er noch auftreten möchte.
„Zwei Jahre oder drei, mehr nicht, weil ich kann nicht mehr. Selbst mit so einer tollen Sängerin an meiner Seite – ich habe irgendwie das Gefühl, dass es jetzt der letzte Atemzug ist bei mir.“
Nino de Angelo im ARD-Magazin „Brisant“
Ganz neu ist der Gedanke an einen Abschied für Nino de Angelo nicht: Bereits in einem Interview mit „ARD Schlagerwelt“ hatte er ein konkretes Datum für seinen Rückzug genannt – seine aktuellen Aussagen bei „Brisant“ bestätigen diesen Zeitrahmen nun noch einmal mit deutlicheren, persönlicheren Worten.

Gesundheitliche Rückschläge seit den 1990er-Jahren
Hinter den Worten des Sängers steckt eine lange Krankengeschichte. Seit mehreren Jahren lebt Nino de Angelo mit COPD, einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, die das Atmen zunehmend erschwert. Es ist bei Weitem nicht die erste gesundheitliche Herausforderung in seinem Leben:
- Mitte der 1990er-Jahre: Diagnose Lymphknotenkrebs
- 2009: Diagnose einer Autoimmunerkrankung
- März 2016: zwei Bypass-Operationen am Herzen
- Seit mehreren Jahren: chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Vor diesem Hintergrund wirkt der Satz „ich kann nicht mehr“ weniger wie eine spontane Bühnen-Aussage, sondern wie das nüchterne Fazit eines Künstlers, der seinem Körper seit Jahrzehnten einiges abverlangt.
Diese Pläne hat der Schlagerstar noch bis zum Rückzug
Ganz von der Bühne verschwinden will Nino de Angelo aber nicht von heute auf morgen. Vor seinem endgültigen Rückzug hat er sich noch einiges vorgenommen:
| Vorhaben | Details |
|---|---|
| Neue Alben | ein bis zwei weitere Studioalben geplant |
| Abschiedstournee | eine große Tour soll den Bühnenabschied einläuten |
| Geplanter Rückzug | bis zu seinem 66. Geburtstag am 18. September 2029 |
| Auftritte in Deutschland | sollen nach eigenen Angaben bis dahin weiterlaufen |
Neustart in Italien: Umzug mit Partnerin Simone
Parallel zum musikalischen Endspurt plant Nino de Angelo auch privat einen großen Schritt: Gemeinsam mit seiner Partnerin Simone will er das Allgäu verlassen und nach Italien auswandern – zurück in die Heimat seiner Eltern. Ein passendes Haus wurde nach eigenen Angaben bereits gefunden, der Umzug soll noch Ende 2026 stattfinden.

Auf die Frage, ob er Simone angesichts des Neuanfangs auch heiraten wolle, reagierte der Sänger zurückhaltend. Nach mehreren gescheiterten Ehen sei er vorsichtig geworden: „Ich habe immer noch das Gefühl, dass darauf ein Fluch liegt“, sagte er dazu.
Tür für ein Comeback bleibt einen Spalt offen
Ganz endgültig will sich Nino de Angelo trotz allem nicht festlegen. Mit einem Augenzwinkern ließ er sich zumindest ein Hintertürchen offen: „Wenn mir das Geld ausgeht, komme ich wieder!“ Bis es so weit ist, dürfen sich Fans noch auf einige gemeinsame Auftritte mit Marina Marx freuen, mit der Nino de Angelo zuletzt mehrfach auf der Bühne stand. Klar ist aber auch: seine bisherigen Ankündigungen zeigen, dass das Karriere-Ende für den Schlagerstar längst kein Tabuthema mehr ist.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI