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Hohe Ticketpreise: Helene Fischer wird jetzt deutlich

20.07.2026, 10:02 Uhr

Helene Fischer hat ihre große Jubiläumstournee mit einem Abschlusskonzert in München beendet. Restlos ausverkauft waren dabei längst nicht alle Stadien der Tour – und in der Konzertbranche wird derzeit heftig über gestiegene Ticketpreise diskutiert. Jetzt hat sich der Schlagerstar in den „Tagesthemen“ selbst zu dem Thema geäußert.

Nicht jedes Stadion war restlos gefüllt

Mit ihrem Konzert in München am vergangenen Freitag hat Helene Fischer ihre Jubiläumstournee abgeschlossen. Die Show war ein Erfolg – dennoch konnte die Sängerin nicht jede Arena komplett füllen. In München, Zürich, Köln und Dresden war jeweils noch Platz in den Stadien, lediglich in Stuttgart waren alle Karten verkauft. In der Schweiz gab es sogar Freikarten für Anwohner des Stadions, offiziell als Entschädigung für eine vorangegangene Lärmbelästigung durch ein Linkin-Park-Konzert.

Tourveranstalter Live Nation widersprach dem Eindruck einer schwächelnden Tour: Die Ticketverkäufe seien „bislang erwartungsgemäß sehr gut“ verlaufen, hieß es von einer Sprecherin.

Fischer bezieht Stellung bei den „Tagesthemen“

In den vergangenen Wochen haben mehrere Musiker Konzerte abgesagt, weil zu wenige Tickets verkauft wurden – Fans machen dafür vor allem die gestiegenen Ticketpreise verantwortlich. In den ARD-„Tagesthemen“ wurde Helene Fischer direkt darauf angesprochen, ob Konzerte und große Events – wie zuletzt bei der Fußball-WM – bald nur noch für Privilegierte und Wohlhabende erschwinglich seien.

„In der Tat machen wir uns im Vorfeld wahnsinnig lange darüber Gedanken, auf der anderen Seite: Wir haben Hunderte von Menschen, die an so einer großen Show arbeiten.“

Helene Fischer in den ARD-„Tagesthemen“

Ticketpreise zwischen 71 und rund 700 Euro

Die Preisspanne für die 360°-Show fiel je nach Kategorie und Stadt deutlich aus. Die günstigsten Tickets kosteten zwischen 71 und 90 Euro. Wer mehr Komfort oder ein besonderes Erlebnis wollte, musste allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen:

  • Stehplätze / einfache Karten: ab rund 71 bis 90 Euro, je nach Stadt
  • Komfortable Sitzplätze: bis etwa 165 Euro
  • VIP-Pakete: knapp 528 Euro
  • Top-Pakete mit Zusatzleistungen: bis zu 700 Euro
Stadt Auslastung
München Nicht restlos ausverkauft
Zürich Nicht restlos ausverkauft
Köln Nicht restlos ausverkauft
Dresden Nicht restlos ausverkauft
Stuttgart Ausverkauft

„Leider hat das seinen Preis. Absolut“

Fischer verwies auf die enormen Kosten hinter einer Stadionshow dieser Größenordnung: Allein in München standen mit ihr 20 Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne, rund 200 Kilogramm Konfetti wurden verschossen, und 48 Produktionslastwagen brachten das Material in die bayerische Landeshauptstadt. „Wir schaffen irgendwo auch Arbeitsplätze“, sagte die Sängerin und verwies zudem darauf, dass die Materialkosten immer teurer würden.

„Leider hat das seinen Preis. Absolut.“

Helene Fischer über die hohen Ticketpreise

Zugleich zeigte sich Fischer bewusst, dass viele Fans lange auf ein Konzert von ihr hinsparen. Sie glaube, dass die Menschen genau diese Form von Ablenkung auch bräuchten: „Ich möchte heute Abend den Alltag vergessen.“ Angesichts der vielen Krisen in der Welt seien ihre Konzerte ein Ort, an dem Menschen glücklich sein könnten, so die Sängerin. Sie wolle den Menschen „die Sorgen des Alltags nehmen“.

Helene Fischer bei einem Auftritt ihrer Jubiläumstournee
Helene Fischer live auf der Bühne ihrer Jubiläumstournee in Hannover, 07.07.2026. Foto: IMAGO / Future Image (C. Niehaus)

Kritik aus der eigenen Branche

Dass die Konzertbranche derzeit in einer Art Krise steckt, bestätigt auch Markus Krampe. Der Veranstalter, der unter anderem hinter Festivals wie dem „Glücksgefühle“-Festival, „80er Live“, „Inselfieber“ und „Rainbow“ steht, sieht einen Grund für die Absagen-Welle vor allem bei den Künstlern selbst. Im Gespräch mit „express.de“ sagte er, einige Künstler und ihre Managements seien schlicht zu gierig geworden: „Amerikanische Stars haben schon immer unverschämte Preise aufgerufen. Aber jetzt wollen auch deutsche Pop-Künstler, die vor wenigen Jahren 60 Euro pro Karte kosteten, 100 Euro haben. Das macht keiner mit.“

Ob sich an der Preisspirale bei künftigen Tourneen etwas ändert, bleibt abzuwarten. Für Helene Fischers Fans zählt vorerst vor allem eines: Trotz der Debatte um die Kosten war ihre Jubiläumstournee nach Angaben des Veranstalters ein Erfolg – auch wenn nicht jedes Stadion bis zum letzten Platz gefüllt war.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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