Der Schlagersänger Heino hat ein lukratives Angebot der österreichischen Rechtspartei FPÖ abgelehnt – und damit ein klares Zeichen gesetzt: Parteipolitische Vereinnahmung kommt für ihn nicht in Frage. Stattdessen trat ein anderer Schlager-Veteran für die FPÖ auf die Bühne.
100.000 Euro – und trotzdem Nein
Wie die Bild-Zeitung berichtete, wollte die FPÖ Heino als Stargast für ihr großes Volksfest in Wien gewinnen – mit dem die Partei am vergangenen Wochenende ihr 70-jähriges Bestehen feierte. Das Angebot: satte 100.000 Euro für einen Auftritt. Doch der 87-jährige Schlager-Legende lehnte ab.
„Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will.“
Heino, gegenüber Bild
Gleichzeitig betonte Heino, dass er sein Publikum nicht nach politischer Gesinnung beurteilt: „Allerdings sind mir in meinem Publikum alle Menschen willkommen, egal, wen sie wählen.“
Manager Werner erklärt die Absage
Heinos Manager Helmut Werner unterstrich die Entscheidung seines Schützlings mit einer pragmatischen Begründung. Wäre Heino bei dem FPÖ-Fest aufgetreten, hätte er mit heftigen Reaktionen rechnen müssen – ein Risiko, das man bewusst nicht eingehen wollte.
„Wenn Heino diesen Auftritt für die FPÖ gemacht hätte, wäre der Aufschrei groß gewesen. Bei Heino geht man schon im Vorfeld davon aus, dass er politisch nur rechts sein kann, was er definitiv nicht ist.“
Helmut Werner, Manager von Heino
Roberto Blanco sprang ein – und sang „Ein bisschen Spaß muss sein“
Die FPÖ stand nach Heinos Absage nicht lange ohne Stargast da. Mit Roberto Blanco (89) fand die Partei einen namhaften Ersatz. Der Entertainer trat unter dem FPÖ-Banner auf und sang seinen wohl bekanntesten Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“. Einen Kommentar zu seinem Auftritt wollte Blanco der Bild-Zeitung gegenüber jedoch nicht abgeben.
Heino kämpft gleichzeitig gegen AfD vor Gericht
Der Vorfall mit der FPÖ ist nicht Heinos erstes Aufeinandertreffen mit rechtspopulistischen Parteien. Derzeit läuft ein Rechtsstreit gegen die AfD: Im Frühjahr hatte der Brandenburger AfD-Politiker Felix Teichner aus der Uckermark in den sozialen Medien behauptet, Heino würde ihn wählen – und den Beitrag mit dem Song „Blau blüht der Enzian“ unterlegt. Heino geht gerichtlich dagegen vor und fordert Schmerzensgeld vom Landratskandidaten und dem AfD-Kreisverband Uckermark.
| Ereignis | Detail |
|---|---|
| FPÖ-Jubiläumsfest Wien | 70-jähriges Bestehen der Partei, Juni 2026 |
| Angebot an Heino | 100.000 Euro für einen Auftritt |
| Heinos Entscheidung | Absage – tritt generell nicht für Parteien auf |
| Ersatz-Stargast | Roberto Blanco (89), sang „Ein bisschen Spaß muss sein“ |
| Laufender Rechtsstreit | Heino vs. AfD-Politiker Felix Teichner (Uckermark) |
Heino: Konsequent politisch unabhängig
Mit seiner klaren Absage unterstreicht Heino eine Haltung, die er schon länger verfolgt: Seine Musik gehört allen – sie darf aber von keiner Partei instrumentalisiert werden. Das gilt offensichtlich unabhängig davon, wie viel Geld auf dem Tisch liegt. Ob links, rechts oder Mitte – Heino bleibt auf der Bühne, die er selbst bestimmt.
Quelle: Bild-Zeitung, t-online.de