Es sind Erinnerungen an Stunden, in denen Annika Kärsten-Hoenig nicht wusste, ob ihr Mann den nächsten Tag noch erleben würde. In der Reality-Show „Villa der Versuchung“ spricht die Frau von Schauspieler Heinz Hoenig nun offen über seine lebensgefährliche Erkrankung – und über eine finanzielle Entscheidung, vor der wohl kaum jemand stehen möchte.
„Das bedeutet in der Regel den sicheren Tod“
Im Gespräch mit Mitstreiterin Elsa Latifaj schildert Annika, wie ernst der Zustand ihres Mannes damals war. Der Auslöser war eine akute, lebensbedrohliche Situation, die sie bis heute nicht loslässt.
„Mein Mann hatte eine Aortenruptur und das ganze Blut ist in den Brustkorb ausgetreten. Das bedeutet in der Regel den sicheren Tod.“
Annika Kärsten-Hoenig in „Villa der Versuchung“
Doch neben der Angst um das Leben ihres Mannes kam ein weiteres Problem hinzu – eines, mit dem Annika nicht gerechnet hatte.
Die Entdeckung, die alles veränderte
Denn zum Zeitpunkt des Notfalls war Heinz Hoenig nicht krankenversichert. Eine Tatsache, von der seine Frau nach eigenen Angaben lange nichts ahnte.
„Ich war immer fest davon überzeugt, dass mein Mann privatversichert ist, und habe dann 2021 herausgefunden, dass er nicht krankenversichert ist.“
Annika Kärsten-Hoenig
90.000 Euro – oder der sichere Tod
Als sich der Gesundheitszustand des Schauspielers dramatisch zuspitzte, telefonierte seine Frau stundenlang Kliniken ab und suchte nach einer Behandlungsmöglichkeit. Schließlich wurde sie fündig – allerdings unter einer Bedingung, die sie bis heute nicht vergessen hat.
„Ich habe dann eine Klinik gefunden, die gesagt hat: ‚Frau Hoenig, wenn Sie uns bis übermorgen 90.000 Euro überweisen, nehmen wir Ihren Mann auf.'“
Annika Kärsten-Hoenig
Ihre damaligen Gedanken beschreibt Annika drastisch: „Und da habe ich mir gedacht, ach so, und sonst muss mein Mann sterben? So nach dem Motto: ‚Entweder 90.000 Euro oder Ihr Mann stirbt.'“ Im Anschluss wurde Heinz Hoenig mit einem Helikopter in die Klinik geflogen – eine Rettungsmaßnahme, die weitere enorme Kosten verursachte. „Das allein hat 18.000 Euro gekostet“, so Annika.
| Kostenpunkt | Betrag |
|---|---|
| Vorab-Forderung der Klinik für die Aufnahme | 90.000 Euro |
| Helikopter-Transport in die Klinik | 18.000 Euro |
| Krankenversicherung zum Zeitpunkt des Notfalls | keine |
Bis heute künstlich ernährt
Die gesundheitlichen Folgen dieser schweren Zeit begleiten Heinz Hoenig bis heute. Seit dem 13. Mai 2024 bekommt der ehemalige „Das Boot“-Schauspieler künstliche Nahrung. Über eine Öffnung in der Bauchdecke und eine Magensonde versorgt Annika ihren Mann regelmäßig mit Flüssigkeit und Nahrung.
Was die Familie neben der Pflege weiterhin beschäftigt, lässt sich in wenigen Punkten zusammenfassen:
- Heinz Hoenig kann bis heute nichts essen und wird künstlich ernährt.
- Die Versorgung läuft über eine Bauchdecken-Öffnung und eine Magensonde.
- Einen großen Teil der finanziellen Verantwortung trägt Annika nach eigenen Worten allein.
Es sind offene Worte, mit denen Annika Kärsten-Hoenig in der Reality-Show einen Blick hinter die Kulissen einer Ausnahmesituation gewährt: Was für viele nach einem fernen Schicksal klingt, war für die Familie Hoenig eine ganz reale Rechnung – gestellt in dem Moment, in dem es um Leben und Tod ging.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI