Einst prahlte er mit Luxusuhren und Sportwagen – heute wartet er um Punkt 08:00 Uhr auf die Überweisung seines Arbeitslosengeldes.
Viele Follower – aber kein festes Einkommen

Auf Instagram verfolgen rund 200.000 Menschen seinen Alltag, auf YouTube sind es sogar etwa 600.000 Abonnenten. Doch hinter der Social-Media-Fassade von Kevin Wolter sieht es aktuell alles andere als glamourös aus.
Ab Montag ist der 38-Jährige zwar in der neuen Staffel von Promis unter Palmen zu sehen, doch privat kämpft er mit finanziellen Engpässen. Während im Fernsehen Sonne, Luxus und Reality-Drama warten, bestimmt in seinem echten Leben gerade das Arbeitsamt den Alltag.
Der Kontrast könnte kaum größer sein: Auf dem Bildschirm Partystimmung – hinter den Kulissen Existenzsorgen.
Kündigung beim Online-Broker
Wie Wolter der „Bild“-Zeitung erklärte, verlor er kürzlich seine Anstellung in der Marketing-Abteilung eines Berliner Online-Brokers.
„Mir wurde gekündigt, weil unsere Abteilung deutlich verkleinert wurde“, sagte er dem Boulevardblatt. Das Unternehmen bestätigte zwar die Trennung, wollte sich zu Details jedoch nicht äußern.
Mit der Kündigung verschwand auch sein regelmäßiges Einkommen. „Ich lebe leider aktuell vom Arbeitslosengeld.“ Für jemanden mit Hunderttausenden Followern klingt das überraschend – zeigt aber, dass Reichweite nicht automatisch finanzielle Sicherheit bedeutet.
Rückschlag mit Vorgeschichte
Ganz neu ist diese Situation für ihn nicht. „Das kenne ich ja schon, ich hatte das leider schon mehrmals im Leben. Diesmal dachte ich allerdings, es wäre endgültig vorbei.“
Wolter hatte gehofft, mit dem festen Job endlich Stabilität gefunden zu haben. Stattdessen steht er nun erneut vor einem Neuanfang.
Die Öffentlichkeit nimmt Influencer oft als dauerhaft erfolgreich wahr. Doch Wolters Geschichte verdeutlicht, wie schnell sich Lebensumstände ändern können – selbst mit großer Online-Community im Rücken.
Vom Vermögen in die Obdachlosigkeit

Bereits im vergangenen Jahr sorgte Kevin Wolter mit einem Geständnis für Schlagzeilen: Er sei zeitweise obdachlos gewesen und habe bei Bekannten auf einer Matratze geschlafen.
Sein Vermögen verlor er durch riskante Investitionen und falsches Vertrauen. „Ich wollte mein Geld für mich arbeiten lassen“, erklärte er damals der „Bild“. „Eine halbe Million habe ich in ihre Krypto-Projekte investiert, in der Hoffnung, das Dreifache herauszubekommen.“
Das Geld sah er nie wieder. Eine folgenschwere Entscheidung, die ihn finanziell komplett aus der Bahn warf.
Reality-Gage als Rettungsanker
Für seine Teilnahme an „Promis unter Palmen“ hatte er sich damals noch regulär Urlaub genommen. Heute sieht die Lage anders aus. Die Ausstrahlung der neuen Staffel kommt für ihn zum passenden Zeitpunkt.
„In meiner jetzigen Situation kann ich die Gage von ‚Promis unter Palmen‘ natürlich besonders gut gebrauchen.“
Die Hoffnung ist groß, dass die TV-Präsenz neue Türen öffnet. Mehr Sichtbarkeit könnte neue Kooperationen oder Jobangebote bringen – zumindest hofft er darauf.
„Ich würde alles machen“
Wolter zeigt sich offen für neue Wege. „Ich würde alles machen, um einfach nur erst mal wieder einen ordentlichen Job zu haben. Von Online-Videos oder TV-Auftritten allein kann ich bisher nämlich nicht leben.“
Konkrete weitere TV-Angebote liegen ihm derzeit nicht vor. Sein Fokus liegt daher auf beruflicher Stabilität statt Reality-Ruhm.
Seine Geschichte ist ein Beispiel dafür, dass Popularität im Netz nicht automatisch finanzielle Sicherheit bedeutet. Zwischen Millionen-Klicks und Arbeitslosengeld liegt manchmal nur eine falsche Entscheidung – oder eine unerwartete Kündigung.