Menderes Bagci stellt sich überraschend vor Gil Ofarim – und löst damit eine neue Debatte um Vergebung und Verantwortung im Dschungelcamp 2026 aus.
Kaum ein Name polarisiert so sehr

Im aktuellen Dschungelcamp wird über kaum einen Kandidaten so heftig diskutiert wie über Gil Ofarim. Schon bei der Bekanntgabe der Teilnehmerliste war die Empörung groß. Einige Fans von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! drohten sogar offen mit einem Boykott der Sendung.
Der Grund ist bekannt: Ofarims Vergangenheit sorgt bis heute für hitzige Debatten. Während die einen ihm jede Chance absprechen, sehen andere genau jetzt den Moment für einen Neuanfang. Und mitten in diese Diskussion meldet sich nun ausgerechnet ein ehemaliger Dschungelkönig zu Wort.
Menderes bezieht Stellung

Menderes, der 2016 selbst die Dschungelkrone holte, hat eine klare Haltung. TV SPIELFILM traf ihn bei der Premiere von Promis unter Palmen, die ab dem 16. Februar ausgestrahlt wird.
Für Menderes gehört Gil Ofarim tatsächlich zu den aussichtsreichen Kandidaten. „Ich könnte mir vorstellen, dass er gewinnt“, sagt der 41-Jährige – und setzt damit ein deutliches Zeichen in einer aufgeheizten Debatte.
„Jeder Mensch verdient eine zweite Chance“
Menderes begründet seine Einschätzung klar. „Jeder Mensch verdient eine zweite Chance“, betont er. Dabei gehe es ihm nicht um Schlagzeilen oder Vorwürfe, sondern ausschließlich um das, was im Camp passiert.
„Ich weiß nicht, was damals in Leipzig vorgefallen ist. Die Medien können vieles verdrehen. Und ich sehe ihn neutral an, was er halt bisher geleistet hat im Dschungel“, erklärt er. Für Menderes zählt allein der Auftritt im Hier und Jetzt – nicht die Vergangenheit außerhalb der Show.
Bewertung nur nach Leistung im Camp

Besonders deutlich wird Menderes, wenn es um seine Bewertungskriterien geht. „Der hat sich gut präsentiert. Ich bewerte nur das, was ich im Dschungel sehe gerade.“
Damit grenzt er sich klar von vielen Zuschauern ab, die Ofarims Teilnahme grundsätzlich infrage stellen. Menderes sieht in Gil einen Kandidaten, der ruhig bleibt, Prüfungen annimmt und sich nicht in den Vordergrund drängt. Für ihn sind das Eigenschaften, die im Dschungelcamp oft weit tragen.
Der Skandal bleibt Teil der Debatte

Hintergrund der Diskussion ist der Vorfall aus dem Jahr 2021. Damals hatte Gil Ofarim öffentlich behauptet, ein Mitarbeiter eines Leipziger Hotels habe ihn antisemitisch diskriminiert. Ermittlungen, Zeugenaussagen und Videoaufnahmen konnten diesen Vorwurf nicht bestätigen.
Im November 2023 räumte Ofarim vor Gericht ein, falsche Anschuldigungen erhoben zu haben. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt – ohne Schuldspruch. Für viele Zuschauer bleibt dieser Fall dennoch zentral, wenn sie Gil im Camp beobachten.
Kein klarer Favorit – aber Gegenwind kündigt sich an

Einen eindeutigen Favoriten sieht Menderes trotz allem nicht. „Irgendwie sticht keiner so richtig heraus“, sagt er. Neben Gil Ofarim traut er auch Hubert Fella und Samira Yavuz den Sieg zu. Eine feste Prognose wolle er jedoch nicht abgeben.
Doch während Menderes auf zweite Chancen setzt, gibt es auch prominente Stimmen, die die Entwicklung mit Sorge sehen. Ein ehemaliger Dschungelcamp-Kandidat fürchtet sich regelrecht vor einem möglichen Sieg von Gil Ofarim – und richtet einen eindringlichen Appell an die Zuschauer.
Ob Menderes’ Einschätzung sich bewahrheitet oder die Kritik am Ende lauter wird, dürfte die kommenden Tage im Camp entscheiden.

