Schock für Fans der Musikkultur. Wir müssen uns von einer weiteren Legende für immer verabschieden.
Der Rhythmus hinter einem Welthit verstummt

Jedes Jahr im Dezember erklingt ein Lied, das längst mehr ist als nur Musik. Es gehört zu Weihnachten wie Lichterketten und kalte Nächte. Millionen singen mit – doch kaum jemand denkt an den Mann am Schlagzeug, der diesem Song seinen Puls gab.
Nun ist genau dieser Musiker gestorben. Ein Gründungsmitglied einer Band, die den Folk-Punk revolutionierte, ist nicht mehr da. Mit ihm geht ein Stück Musikgeschichte – leise, aber spürbar. Die Nachricht verbreitet sich rasch in der Szene.
Eine Band aus dem Londoner Untergrund

Anfang der 1980er formierte sich im Londoner Underground eine Gruppe junger Musiker mit rauem Sound und irischer Seele. Sie mischten Punk mit Folk, Straßenpoesie mit Rebellion. Von Beginn an saß er am Schlagzeug – mit Spitznamen, mit Haltung, mit Energie.
Er spielte nicht nur Drums, sondern auch Perkussion, Mundharmonika und sang mit. Für viele war er das rhythmische Herz der Band. Jahrzehnte blieb er ihr treu, mit Unterbrechungen, aber immer wieder zurückkehrend.
Gesundheitliche Rückschläge und ein letzter Applaus

In den letzten Jahren machten ihm gesundheitliche Probleme zu schaffen. Eine chronische Lungenerkrankung schränkte ihn zunehmend ein. Als die Band zuletzt auf Jubiläumstour ging, konnte er nicht mehr hinter dem Schlagzeug sitzen.
Seine Kollegen standen ohne ihn auf der Bühne – ein Bild, das Fans schmerzte. Dennoch blieb er musikalisch aktiv, spielte in anderen Projekten weiter. Erst jetzt wird klar, wessen Tod die Szene erschüttert.
Jetzt wird bekannt, wer gestorben ist
Nun bestätigt sich die Nachricht: Andrew Ranken, Gründungsmitglied und Schlagzeuger von The Pogues, ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Die Band gab dies am 11. Februar auf Social Media bekannt.
In dem Statement heißt es:
„Mit großer Trauer geben wir den Tod von Andrew Ranken bekannt, Schlagzeuger, Gründungsmitglied und Herzschlag der Band The Pogues“
Weiter dankte die Band ihm „für alles, für deine Freundschaft, deinen Witz und deine Großzügigkeit“ und bezeichnete ihn als „wahren Freund und Bruder“.
Der Mann hinter „Fairytale of New York“
Ranken war von 1983 bis 1996 Teil der Band, kehrte 2001 zurück und blieb bis 2014. Sein Name ist untrennbar mit Songs wie „Fairytale of New York“ verbunden – jenem 1987 veröffentlichten Duett, geschrieben von Shane MacGowan und Jem Finer, das für viele als größter Weihnachtssong aller Zeiten gilt.
Das Debütalbum Red Roses for Me erschien 1984. Später folgte unter anderem Rum Sodomy and the Lash, das die Band endgültig etablierte.
Abschied von einer Folk-Punk-Ikone
Nach Bekanntwerden seines Todes reagierten Fans weltweit. Einer schrieb: „Ein unvergleichlicher Drummer und ein Gentleman“. Ein anderer nannte ihn eine „Schlagzeug-Legende“.
Mit Andrew Ranken verliert die Musikwelt ein weiteres Mitglied einer Band, die den Folk-Punk entscheidend geprägt hat. Bereits 2022 starb Bassist Darryl Hunt, 2023 Sänger Shane MacGowan. Nun verstummt auch der Rhythmus, der viele ihrer größten Songs trug – doch die Musik bleibt.

