Hass-Welle gegen Amira Aly: Nach Unterwäsche-Shooting gerät sie massiv unter Beschuss – dieser spezielle Grund macht sprachlos

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Amira Aly stellt sich gegen Bodyshaming – und entfacht damit eine hitzige Debatte, die weit über ein Unterwäsche-Shooting hinausgeht.

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Ein Traumjob – und eine Welle der Empörung

Image: IMAGO / Sven Simon
Image: IMAGO / Sven Simon

Für Amira Aly ging vor wenigen Wochen ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die 33-Jährige stand im Rahmen einer internationalen Kampagne für das Lingerie-Label Lascana vor der Kamera – selbstbewusst, stilvoll und voller Stolz. Doch während sie diesen Meilenstein feierte, kippte die Stimmung im Netz überraschend schnell. Statt Anerkennung hagelte es Kritik. Besonders heftig: Kommentare, die ihr Muttersein infrage stellten. In ihrem Podcast Iced Macho Latte sprach Aly nun offen über die Reaktionen – und ließ ihrem Frust freien Lauf.

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„Wie kann man sich als Mama so zeigen?“

Image:  IMAGO / Oliver Langel
Image: IMAGO / Oliver Langel

Vor allem ein Vorwurf begegnete Amira Aly immer wieder. „Mir wird da ja ganz oft vorgeworfen (…), wie man sich als Mama in Unterwäsche so zeigen kann“, schildert sie im Gespräch mit Paula Lambert. Besonders irritierend: Ausgerechnet Fotos, auf denen sie rote Lingerie trägt, lösten die heftigsten Reaktionen aus. „Ich glaube, das lag an der Farbe. Das ist kein Scherz“, sagt Aly fassungslos. Für manche Nutzer sei rote Unterwäsche offenbar gleichzusetzen mit etwas Anstößigem. „Diese rote Unterwäsche, das war pornogleich für die Leute“, fasst sie kopfschüttelnd zusammen – und trifft damit einen Nerv.

Wenn alles in einen Topf geworfen wird

Image:  IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Besonders bitter stößt der Moderatorin ein Vergleich auf, der in den Kommentaren immer wieder auftauchte: jener mit Creatorinnen auf Erotik-Plattformen. „Dass man da nicht mehr unterscheidet, zwischen einem Model oder einem Kampagnen-Gesicht für ein renommiertes Unternehmen (…)“, sei für sie schlicht nicht nachvollziehbar. Auch Podcast-Partnerin Lambert zeigt sich irritiert. „Also, ich versuche gerade, mich gedanklich zu sortieren, weil ich mich wundere“, gibt sie offen zu. Für beide Frauen steht fest: Hier verschwimmen Grenzen, die eigentlich klar gezogen sein sollten – zwischen Werbung, Mode und gezielt sexualisierten Inhalten.

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Der Mutter-Vorwurf trifft einen wunden Punkt

Image: IMAGO / BREUEL-BILD
Image: IMAGO / BREUEL-BILD

Paula Lambert bringt einen weiteren Aspekt auf den Punkt, der sie besonders ärgert. Der Vorwurf richte sich nicht einfach gegen freizügige Fotos – sondern explizit gegen Amira als Mutter. „Allen Müttern müsste doch öfter mal gesagt werden, dass sie auch als Mütter fantastisch tolle Frauen sind“, betont sie. Aly selbst hat eine Theorie, warum die Debatte so eskalierte. „Ich finde es einfach nur erschreckend, weil ich glaube, wäre ich jetzt nicht so trainiert oder wäre ich Curvy-Model und Mama, dann wäre das gar nicht so ein Riesenthema geworden“, mutmaßt sie. Ein Gedanke, der viel über gesellschaftliche Erwartungen verrät.

„Du kannst als Frau nicht gewinnen“

Image: IMAGO / Oliver Langel
Image: IMAGO / Oliver Langel

Paula Lambert widerspricht nur teilweise – und zeichnet ein noch düstereres Bild. Ihrer Ansicht nach hätte Amira in diesem Fall vermutlich Bodyshaming erlebt. Ihr Fazit ist ernüchternd: „Du kannst als Frau nicht gewinnen.“ Egal ob schlank, kurvig, Mutter oder kinderlos – Kritik scheint unausweichlich. Aly stimmt ihr zu und findet deutliche Worte: „Ich finde es eigentlich eine Frechheit, weil es ist ja ein ganz normaler Job.“ Ein Satz, der verdeutlicht, wie sehr sie die Doppelmoral belastet. Für sie ist das Shooting nichts anderes als professionelle Arbeit – nicht mehr und nicht weniger.

Ein Kindheitstraum – und keine Schuldgefühle

Image: IMAGO / Panama Pictures
Image: IMAGO / Panama Pictures

Eines stellt Amira Aly dabei klar: „Ich habe mich nicht für den ‚Playboy‘ ausgezogen.“ Die Kampagne sei für sie vielmehr die Erfüllung eines echten Kindheitstraums gewesen. Die Sorge, ihre beiden Söhne könnten später wegen der Fotos gehänselt werden, teilt sie nicht. „Dass meine Kinder später gehänselt werden, weil ihre Mama im Schaufenster hängt“, daran glaube sie nicht. „Da gibt es, glaube ich, Schlimmeres.“ Am Ende bleibt eine Botschaft, die weit über diesen Fall hinausgeht: Frauen – und insbesondere Mütter – sollten sich nicht rechtfertigen müssen, wenn sie selbstbewusst ihren Beruf ausüben. Genau deshalb klicken viele Leser bis zum Schluss.

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